• Das Leben ist eine Landstraße

    Comic | Alfred: Come Prima

    Alfreds ›Come Prima‹ ist ein Comic gewordener Road Movie, der einen anhand der Geschichte zweier ungleicher Brüder mit gemächlichem Tempo ins Frankreich der 50er überführt – und sich unweigerlich in die Herzen seiner Leser manövriert. Von CHRISTIAN NEUBERT (mehr …)

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  • Eine Art neue Inquisition

    Roman | Andrew Brown: Trost

    Andrew Brown gehört zu jenen Autoren, die es in den letzten Jahren geschafft haben, Südafrika auch als Krimistandort im Bewusstsein der deutschen Leser zu etablieren. Nach Schlaf ein, mein Kind (2009) lässt der während der Apartheid mehrere Male verhaftete 48-jährige Autor in Trost erneut seinen Inspector Eberard Februarie ermitteln. Doch was heißt »ermitteln«? Eher nimmt man teil an einem Sich-Durchkämpfen des Helden durch eine von Korruption und Verrat, Gewalt und Hoffnungslosigkeit geprägte Wirklichkeit. Dass Browns Protagonisten dabei tiefe Wunden geschlagen werden und er sich zunehmend auf dem schmalen Grat zwischen Leben und Tod, Gesetz und Verbrechen, Moral und unbezähmbaren Rachegelüsten bewegt, macht ihn zu einer so zwiespältigen wie interessanten Figur. Von DIETMAR JACOBSEN (mehr …)

    Trost von Andrew Brown
  • Kurzgeschichten für Kurzstrecken

    Kurzprosa | Klaus Wagenbach (Hrsg.): Störung im Betriebsablauf. 77 kurze Geschichten für den öffentlichen Nahverkehr

    Störung im Betriebsablauf: 77 kurze Geschichten für den öffentlichen Nahverkehr – dieses Buch hat die praktischen Maße eines Smartphones und passt in jede Hosen-, Hemd- und erst recht Handtasche. Als kleiner Literaturhappen für Nahverkehr, Überlandfahrten und Wartezeiten am Bahnsteig. Selbst eine Störung im Betriebsablauf wird dank Klaus Wagenbach noch zum Leseerlebnis. Von INGEBORG JAISER (mehr …)

    Wagenbach Betrieb
  • In Praise Of Glasgow Underground: An Interview With Kevin McKay

    Bittles’ Magazine | Interview

    Kevin McKay might not know this, but he was partly responsible for instilling my love of deep house. In the early to mid 90s a string of record labels such as Soma, Junior Boys Own, Guerilla and Stress brought out a stream of music that sounded like the best thing you had ever heard. At the very forefront of this house renaissance was Kevin’s Muzique Tropique and later Glasgow Underground labels which, between them, released numerous tracks which sent shivers up and down the spine. By JOHN BITTLES (mehr …)

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  • Kein Platz für gewissensgemütliche Narrative

    Gesellschaft | Götz Aly: Volk ohne Mitte. Die Deutschen zwischen Freiheitsangst und Kollektivismus

    Götz Aly ist einer der nicht wahnsinnig vielen deutschen Publizisten, die verlässlich für fruchtbare Querschüsse im öffentlichen Diskurs sorgen. Ein Querkopf, der ohne institutionellen Schutzwall, sondern auf eigene Rechnung, im eigenen Namen arbeitet. Immer streitbar, immer lesbar. Und notfalls in ureigener Sache, wenn die eine oder andere Institution wieder mal nachhaltig übel nimmt, dass er die schmutzigen Kapitel ihrer Geschichte hervorkramt. Exzellenz-Einrichtungen wie das in NS-»Euthanasie«-Morde verstrickte Max-Planck-Institut oder das Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, das 2011 ganz links-bewegt demonstrierte, was es von Quereinsteigern hält. Man darf gespannt sein, was diesmal für Schaum vorm Mund sorgt beim ›Volk ohne Mitte‹. Von PIEKE BIERMANN (mehr …)

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  • Mehr als nur ein Mythos

    Menschen | Matabane / Abramsky / Beetz: Madiba. Das Vermächtnis des Nelson Mandela

    Auch nach seinem Tod im Dezember 2013 gilt Nelson Mandela als Symbol für das gewaltfreie Ende des Apartheidsregimes und die demokratische Befreiung Südafrikas. Nicht der Mythos, der sich um seine Person rankt, sondern der Mensch Mandela steht im Mittelpunkt des Buchs von Khalo Matabane, Sasha Abramsky und Christian Beetz. 29 Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft kommen darin zu Wort und schaffen ein facettenreiches Porträt des charismatischen Friedensstifters. Von STEFFEN FRIESE (mehr …)

    Mandela350
  • Leben und Mythos

    Kurzprosa | Kenzaburô Ôe: Licht scheint auf mein Dach

    »Ich muss zugeben, dass wir manchmal, besonders ich, die Wut über unseren behinderten Sohn nicht unterdrücken konnten«, heißt es im schonungslos offenen, autobiografischen Band ›Das Licht scheint auf mein Dach‹ (2014) aus der Feder des Literatur-Nobelpreisträgers Kenzaburô Ôe. Er beschreibt darin, wie die Geburt seines Sohnes Hikari sein Leben veränderte, wie er gemeinsam mit seiner Frau vor der schwierigen Frage stand, einer komplizierten Kopfoperation zuzustimmen. Heute ist Hikari Oe über 50 Jahre alt und in Japan ein angesehener Komponist klassischer Musik. Zum 80. Geburtstag des Literatur-Nobelpreisträgers Kenzaburô Ôe am 31. Januar gratuliert PETER MOHR (mehr …)

    Kenzaburo Oe
  • Ein Lied vom Sterben und Lieben

    Jugendbuch | Brynjulf Jung Tjønn: Mein Herz hämmert, dass es wehtut

    Liebe und Tod, klassische Themen der Literatur, sind die überhöhte Version von Erfahrungen, denen kein Mensch ausweichen kann. Nur sind sie im Alltag keine Abstrakta, sondern ein Geschehen, dem Menschen ausgeliefert sind. Sterben und lieben heißen sie dann und zeigen sich ungeschminkt schonungslos. Dass man auch daraus ein Lied machen kann, beweist Brynjulf Jung Tjønn in seinem Roman ›Mein Herz hämmert, dass es wehtut‹. Von MAGALI HEISSLER (mehr …)

    Herzhaemmert
  • »Guter Nazi, böser Nazi?«

    Menschen | Manfred Wieninger: Die Banalität des Guten

    Das Böse hat Konjunktur. Die Jahrestage von Erstem und Zweitem Weltkrieg sorgen für einen steten Schub an Darstellungen von Abgründigem. Warum blicken wir so selten auf diejenigen, die sich in dieser Zeit ein Minimum an Menschlichkeit bewahrt haben? Ist Gutes zu tun einfach zu banal – oder in einer Zeit des Opportunismus viel zu schwierig? Das fragt sich Biografieforscher JÖRG FUCHS angesichts der Lektüre von Manfred Wieningers Buch ›Die Banalität des Guten‹. (mehr …)

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