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Gesellschaft - page 21

Kistner: Fifa-Mafia

Licht wo zu viel Schatten lag

Gesellschaft | Thomas Kistner: Fifa-Mafia

Jetzt mal ehrlich, das Buch Fifa-Mafia von Thomas Kistner ist keine einfache Kost. Zu ungebremst und schnörkellos werden einem hier schallernde Fakten um die Ohren gehauen. Fifa, Fußball, Korruption, Unterschlagung, Verbandsstrukturen, die an sizilianische Familienstrukturen erinnern! Ein knalllauter Aha-Effekt ist dabei ebenso garantiert, wie eine erstmal nicht enden wollende Aufregung. Von SVEN GERNAND
Draussen bleiben

Von der Verrohung des Bürgertums

Gesellschaft

Gesellschaft | Kathrin Hartmann: Wir müssen leider draußen bleiben

Ja, die Welt ist schlecht, weil ungleich. Aber hurra – wir tun doch was! Das Netzwerk der »Tafeln« sorgt dafür, dass auch Hartz-IV-ler würdig zu essen bekommen. Konzerne aus der reichen westlichen kreieren in der armen »Dritten Welt« neue Jobs für Frauen; mit unseren Microkrediten können sie sich sogar eine eigene Existenz aufbauen. Aber in Deutschland soll sich doch bitte niemand über Armut beschweren, das ist Jammern auf Luxusniveau. Wirklich? Kathrin Hartmann sieht das ganz anders. Wie und warum, belegt sie in ihrem neuen Buch Wir müssen leider draussen bleiben – Die neue Armut in der Konsumgesellschaft. Von PIEKE BIERMANN
Schnieper - Nakba

Die lange Nacht der Palästinenser

Gesellschaft

Gesellschaft | Marlène Schnieper: Nakba – Die offene Wunde

Die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser 1947/49, Kern und Ausgangspunkt des heutigen Palästinakonflikts, ist in Deutschland nur in Umrissen bekannt. Die Schweizer Publizistin Marlène Schnieper, 2006-2008 Korrespondentin des Züricher Tages-Anzeiger in Israel und Palästina, bietet mit ihrem Buch Nakba – die offene Wunde eine knappe, aber umfassende Darstellung dieser ersten großen ethnischen Säuberung im Nahen Osten. Von PETER BLASTENBREI
Bernold - Revolution3

Die digitale Revolution

Gesellschaft

Gesellschaft | Matthias Bernold / Sandra Larriva Henaine: Revolution 3.0

Jeder Protest stützt sich auf Waffen. Dazu zählen nicht nur Gewehre und Bajonette: Mit ihren Holzschuhen, »Sabots« genannt, zertrampelten Bauern einst die Ernte, um gegen übermäßige Steuern und Abgaben ihrer Herren zu protestieren. Swingmusik, lange Mäntel und Sonnenbrillen symbolisierten den Protest der »Zazou« gegen das französische Vichy-Regime. Cyber-Rebellen kämpfen heute in der ›Revolution 3.0‹ mit virtuellen Waffen. JÖRG FUCHS wirft mithilfe des gleichnamigen Buchs von Matthias Bernold und Sandra Larriva Henaine einen Blick auf die Motivationen und Mittel digitaler Freiheitskämpfer, bloggender Rebellen und anonymer Aktivisten.
Neuenfels - Bastardbuch

Gefährlich leben

Gesellschaft/Menschen

Menschen | Hans Neuenfels: Das Bastardbuch

Künstler sind immer besonders, aber Hans Neuenfels ist – ohne Zweifel – besonders besonders. Als Schauspiel- und Opernregisseur polarisierte der heute Siebzigjährige Publikum und Fachwelt. Indem er seinen Lebenserinnerungen den Titel Bastardbuch gab, verlieh er sich das Prädikat eines Nichtangepassten, eines Unzugehörigen, gar eines Ungehörigen, gleich selbst. Sicher ist auch ein wenig Theaterpose dabei. Doch hinter der Selbststilisierung steckt der unerbittliche Ernst einer beispiellosen Kunstbesessenheit. Eine (existentialistische) Haltung, die das Leben prägt. Ein »gefährliches« Leben jedenfalls, nach der Formel Nietzsches. Da kann der Anschein bürgerlicher Geordnetheit täuschen. Von HANS-KLAUS JUNGHEINRICH
Foto - Herder3

Der Nebel des Informationskriegs

Gesellschaft

Gesellschaft | Quo vadis Wikileaks?

Was machen eigentlich die Whistleblower-Plattform »Wikileaks« und ihr nicht unumstrittener Frontmann? Seit Julian Assange in England unter Arrest gestellt worden war, verebbten die Nachrichten rund um den charismatischen Computerspezialisten und brillanten Selbstdarsteller zunächst. Größere Scoops, wie die für Januar 2011 angekündigte Veröffentlichung von brisanten Protokollen aus dem Innenleben der »Bank of America«, waren verpufft. Wegbegleiter haben sich abgewandt und Befürworter sind leiser geworden. Andere Organisationen griffen die Arbeit von Wikileaks mal mehr, mal weniger publikumswirksam und mit wechselndem Erfolg auf. Nun hat sich Wikileaks ungewollt mit einem selbstzerstörerischen Paukenschlag zurückgemeldet. JÖRG FUCHS hat sich in der Welt der Whistleblower umgesehen.

Schulen des Terrors

Gesellschaft

Gesellschaft | Franz Albert Heinen: NS-Ordensburgen

Die Geschichte der sogenannten »Ordensburgen« des NS-Regimes in Sonthofen im Allgäu, Vogelsang in der Nordeifel nahe Gmünd und Krössinsee in Pommern war bisher ebenso fragmentarisch erforscht wie legendenumrankt. Heinen hat nun eine umfassende, penible und reich illustrierte Monographie über diese drei Orte monumentaler NS-Architektur und nationalsozialistischer Ideologievermittlung vorgelegt und damit eine Lücke geschlossen. Von MANFRED WIENINGER
Unsichtbares Komitee: Der kommende Aufstand

Pamphlet im besten Sinne

Gesellschaft/Sachbuch

Gesellschaft | Unsichtbares Komitee: Der kommende Aufstand

Seit einigen Monaten rauscht es gewaltig im deutschen Blätterwald. Die Schrift ›Der kommende Aufstand‹ eines namenlosen französischen Autorenkollektivs kritisiert ungeschminkt die Zivilisation westlicher Prägung, ausgehend von den Aufständen französischer Jugendlicher aus den Pariser Vorstädten. Seit seiner Veröffentlichung unterliegt das Werk einem heftigen Kampf um die ideologische Deutungshoheit: Linkes Politmanifest? Rechtes Ideologiekonzept? Terroristenhandbuch? Es ist an der Zeit, die weltanschauliche Voreingenommenheit über Bord zu werfen und den Blick auf die Inhalte zu lenken. Handelt es sich bei dieser Streitschrift tatsächlich um revolutionäre Gebrauchslyrik? Ist der Text eine Bestandsaufnahme westlicher Gesellschaften am Vorabend des Umsturzes? Oder reine Poesie? Fragt JÖRG FUCHS.
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