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Frankreich - page 2

Comic

Paris im Ausnahmezustand

Comic | Léo Henry (Text), Stéphane Perger (Zeichnungen): Sequana

Im Januar 1910 tritt nach schweren Regenfällen die Seine über die Ufer; ein Dutzend Arrondissements stehen für Wochen unter Hochwasser. Vor dem Hintergrund dieses Ereignisses erzählen der Schriftsteller Léo Henry und der Comickünstler Stéphane Perger von einer ungleichen Schicksalsgemeinschaft und schenken der neunten Kunst einen wunderbar stimmungsvollen historischen Roman. BORIS KUNZ über das Album ›Sequana‹ aus dem Splitter-Verlag.

Roman

Literatur – ein Spiel

Roman | Tanguy Viel: Das Verschwinden des Jim Sullivan. Ein amerikanischer Roman

Tanguy Viel schreibt seit einigen Jahren kürzere Romane. In seinem neuesten Buch ›Das Verschwinden des Jim Sullivan‹, das wieder bei Wagenbach erschienen ist, treibt er sein Spiel mit den »Kochrezepten« amerikanischer Schreibfabriken und führt diese ad absurdum. Sein »amerikanischer Roman« ist dennoch zutiefst französisch. Von HUBERT HOLZMANN

TITEL Lite-Ratur
Lite Ratur

Paris

Lite Ratur | Wolf Senff: Krähe

Glaubst du dran, Krähe? Vergiss es. Sie bringen es doch nicht einmal, dass sie einen Flughafen termingerecht aufstellen, schon gar nicht zum vereinbarten Preis. Wie steht’s mit dem unterirdischen Bahnhof in Stuttgart? Aus der Konzerthalle, die sie in die Elbe stellen? Die Sanierung der Oper in Köln kann nicht termingerecht abgeschlossen werden? »Heiliger Bimbam!«, riefen unsere Großeltern, »Heilige Axt!«, rufen wir.

Gesellschaft

Schwarzfüßler und Beurs

Gesellschaft | Frankreich

Dem Wanderer zwischen zwei Kulturen fällt bei seinen häufigen Grenzüberschreitungen nach rechts des Rheins bzw. innerhalb von Gesprächen immer wieder auf, wie fragend Deutsche selbst in unmittelbarer Nachbarschaft auf Begriffe wie ›Pieds-noirs‹ oder ›Beurs‹ reagieren, genauer, ihnen diese in letzter Zeit häufiger auch in deutschsprachigen Medien auftauchenden Wörter nahezu ausnahmslos nicht bekannt sind. Von DIDIER CALME

Comic

Ein Grenzgänger verschiedener Richtungen

Comic | Marc-Antoine Mathieu: Die Verschiebung / Richtung

In diesem Jahr erschienen bei Reprodukt zwei neue Werke des französischen Comic-Erneuerers Marc-Antoine Mathieu: ›Richtung‹ und ›Die Verschiebung‹. CHRISTIAN NEUBERT hat sie sich angesehen – und sieht Mathieus künstlerische Ausnahmestellung bestätigt.

Comic

Der durch die Hölle ging

Comic | Jaques Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener Im Stalag IIB

Der französische Comic-Künstler Jaques Tardi und der Krieg – ein schier endloses Kapitel an historischer und persönlicher Aufarbeitung, stets in formaler und narrativer Meisterklasse. In ›Ich René Tardi, Kriegsgefangener Im Stalag IIB‹ zeichnet er in zwei Bänden, denen anscheinend noch ein dritter folgt, das Leid seines Vaters nach – und zeigt sich in Sachen pathosfreier Nachempfindung des Unnachahmlichen stärker denn je. Von CHRISTIAN NEUBERT

Gesellschaft/Roman

Anfang und Ende

Kurzprosa | Barbara Honigmanns: Chronik meiner Straße

»Wenn wir sagen, dass wir in der Rue Edel wohnen, antwortet man uns meistens, ach ja, da haben wir am Anfang auch gewohnt.« So lautet der erste, beinahe programmatisch anmutende Satz in Barbara Honigmanns autobiografischer Skizze über jene Straße im Osten Straßburgs, in der sie seit ihrer Übersiedlung aus Ost-Berlin im Jahr 1984 lebt. Barbara Honigmanns Chronik meiner Straße – in einer Rezension von PETER MOHR

Gesellschaft/Sachbuch

Staatsbürger – Säkularist – Muslim

Gesellschaft | Tahar Ben Jelloun: Der Islam, der uns Angst macht

Die Ereignisse vom 7. Januar 2015 in Paris haben alle französischen Intellektuellen erschüttert, besonders tief aber diejenigen, die aus der islamischen Kultur Nordafrikas kommen und schon lange im französischen Leben eingewurzelt sind. Tahar Ben Jelloun hat nicht erst mit dem Anschlag auf ›Charlie Hébdo‹ angefangen, über den Islam und den Westen nachzudenken, wie ›Der Islam, der uns Angst macht‹ belegt. Von PETER BLASTENBREI

Porträt & Interview/Roman

An der französischen Atlantikküste

Porträt | Interview mit Jean-Philippe Blondel über seinen Roman ›Direkter Zugang zum Strand‹

Mit ›6 Uhr 41‹ gelang dem französischen Schriftsteller Jean-Philippe Blondel hierzulande ein Bestsellererfolg. Sein zweiter ins Deutsche übersetzte Roman ›Direkter Zugang zum Strand‹ ist wie ein Puzzle, das sich vor dem Hintergrund des Meers entfaltet. BETTINA GUTIÉRREZ hat ihn hierzu befragt.

Roman

Anmerkungen zu Michel Houellebecq

Roman | Michel Houellebecq: Unterwerfung

›Unterwerfung‹ (›Soumission‹) heißt der neue, heiß diskutierte Roman des französischen Autors Michel Houellebecq, der – obgleich eine rein fiktive, vielleicht im Grunde utopische Erzählung (der Autor nennt es eine »einigermaßen glaubwürdig erscheinende Beschreibung« – durch die furchtbaren Anschläge auf ›Charlie Hebdo‹ und den jüdischen Supermarkt in Paris eine ganz andere Bedeutung erhielt, ist doch Houllebecqs Buch genau an diesem 7. Januar 2015 in der französischen Originalausgabe erschienen. HUBERT HOLZMANN hat ›Unterwerfung‹ nach den Wochen des »je suis«-Aktivismus noch einmal gelesen.

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