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Literatur - page 2

TITEL Lite-Ratur
Lite Ratur

Balltreter

Lite Ratur | Wolf Senff: Krähe

Fußball? Woher soll ich wissen, ob du dich für Fußball interessierst, Krähe? Klar, du hättest optimale Bedingungen, bei jedem Spiel Logenplatz auf Kamerakabeln, und wenn im Strafraum gespielt wird oder beim Elfmeterschießen siehst du locker von der Latte aus zu. Meine Güte, wie würden die Leute dich beneiden!

Menschen/Porträt & Interview

Das kritische Gewissen Spaniens

Menschen | Zum Tode des Schriftstellers Rafael Chirbes

»Ich recherchiere nicht, suche keine Daten. Ich nehme auf, was ich auf der Straße mitbekomme. Die Lektüre von Marx hat mir geholfen, das Wesentliche wahrzunehmen, das, was eine Gesellschaft ausmacht. Und mein Unterbewusstsein«, hatte der bedeutende spanische Romancier Rafael Chirbes einmal erklärt. Von PETER MOHR

Roman

Nicht heulen, schreiben

Roman | Doris Dörrie: Diebe und Vampire

Doris Dörrie, die gerade ihren 60. Geburtstag gefeiert hat, ist eines der raren, überaus erfolgreichen künstlerischen Multi-Talente. Filme, Drehbücher, Regiearbeiten an bedeutenden Bühnen, Erzählungen und Romane – alles ihr Metier. Die gebürtige Hannoveranerin, die mit ihrer leicht schrägen Film-Komödie »Männer« (mit Uwe Ochsenknecht und Heiner Lauterbach in den Hauptrollen) 1985 den großen Durchbruch geschafft hatte, legt nun nach vierjähriger literarischer Auszeit den federleicht geschriebenen, äußerst humorvollen Roman Diebe und Vampire vor. Von PETER MOHR

Bühne/Termine

Abgesagt: Franco Berardi

Literatur | Festival »Poetische Quellen«

Ohne dass es der Öffentlichkeit hinreichend präsent wäre, existiert hierzulande eine lebhafte Szene von Literaturfestivals, eines davon das jährlich in Ostwestfalen-Lippe in Bad Oeynhausen und Löhne veranstaltete internationale Literaturfest »Poetische Quellen«: vier Tage Literatur stets am letzten vollen Augustwochenende, diesmal: ›Der Platz des Menschen – Wirklichkeiten, Wahrheiten, Illusionen‹. Von WOLF SENFF

»Also was nun, Leben oder Kunst?«

Menschen | Zum Tode der Schriftstellerin Gabriele Wohmann

»Wenn ich nicht schreibe, fühle ich mich nicht gut. Schreiben ist auch eine Gewohnheit, auch wenn es stimmt, dass ich ohne Schreiben wohl nicht atmen könnte«, erklärte Gabriele Wohmann 2006 in einem Interview. Am Montag (22. Juni) ist die Schriftstellerin in ihrer Geburtsstadt Darmstadt nach langer schwerer Krankheit im Alter von 82 Jahren gestorben. PETER MOHR über das Leben der selbsternannten »Graphomanin«.
[Abb: Andreas Bohnenstengel]

TITEL Lite-Ratur
Kurzprosa/Lite Ratur

Abstiegskampf

Lite Ratur | Wolf Senff: Abstiegskampf

Krähe, lass mich erzählen. Nein, Fußballfan bin ich nicht. Sei mal still. Dass ich samstagsnachmittags Bundesligakonferenz höre, ist mir zur Gewohnheit geworden; so sehr, dass ich’s an spielfreien Wochenenden vermisse, wie man eben eine vertraute Gewohnheit vermisst. Zwei-, dreimal in den letzten Jahren war ich im Stadion, bei St. Pauli, klar, zum HSV, nein, dazu lieber kein Wort. Von WOLF SENFF

Gesellschaft

BU-BA-BU: Wie Sprache und Literatur der Ukraine neu erfunden wurden

Gesellschaft | Bu-Ba-Bu – Literatur in der Ukraine

Was sich anhört wie ein Wort, das ein Kleinkind erfunden hat, steht als Abkürzung für Burlesk-Balahan-Buffonada, also Burleske-Farce-Posse: Am 17. April 1985 gründeten Wiktor Neborak (* 1961), Oleksandr Irwanez (* 1961) und Jurij Andruchowytsch (* 1960) im ukrainischen Lwiw die Autorengruppe Bu-Ba-Bu, die die ukrainische Literatur, Kultur und Sprache grundlegend verändern sollte. Von JUTTA LINDEKUGEL

Die Freude am Vergessenen

Indiebookday 2015 | Interview: Albert Eibl über den Verlag ›Das vergessene Buch‹

Wiedersehen bereitet meist Freude! Diese Freude an »Vergessener Literatur« möchte ein junger Wiener Verlag nun mit seinen LeserInnen teilen. JÖRG FUCHS hat nachgefragt: Wie findet man vergessene Literatur? Darf Literatur vergessen werden? Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die zunehmende Digitalisierung?

Menschen

Grenzen überschreiten

Menschen | Zum Tode des Schriftstellers, Publizisten und Kritikers Fritz J. Raddatz

»Zwischen Suhrkamp, Avenarius und Baedeker. Mehr kann man nicht verlangen.« So schrieb Fritz J. Raddatz in seinem Tagebuch über die Wahl seiner Grabstätte auf Sylt, die er sich schon weit vor seinem 70. Geburtstag gesichert hatte. Ein Nachruf auf Fritz J. Raddatz von PETER MOHR

Menschen/Sachbuch

Politisch nicht opportun

Menschen | Wolfgang Held: Ich erinnere mich

Bevor man Wirklichkeit erkennt, muss man den Informationsmüll beiseite räumen, den Mainstream täglich auswirft, und es ist nicht bloß Müll, es ist Manipulation, es ist Täuschung, wer findet sich da zurecht, oh weh, Ende Gelände. Wir arbeiten die Dinge auf, so nennen wir das, wir bahnen uns einen Weg durch dichtesten Nebel, überall herrscht »schlohweißer Tag« (Tamara Danz). Von WOLF SENFF

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