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Jutta Lindekugel

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Aus dem Steinbruch der Literatur

Menschen | Interview zum 100. Todestag von Iwan Franko

Vor 100 Jahren starb Iwan Franko, Begründer der modernen ukrainischen Literatur und Verfechter der ukrainischen souveränen Nation. Der Autor, Journalist, Übersetzer und Politiker wurde sowohl vom Sowjetregime als auch von ukrainischen Nationalisten einseitig dargestellt. Er galt als heldenhafter »Kamenjar«, als jemand, der in einem Steinbruch hart daran arbeitete, Felsen abzubauen und aus dem gewonnenen Stein etwas Neues zu schaffen. Franko selbst hatte seinem Volk in seinem Gedicht ›Kamenjary‹ diese im übertragenen Sinne revolutionäre Tätigkeit zugeschrieben. Von JUTTA LINDEKUGEL

Olena Chekan 350

Schlaglichter auf die Ukraine

Menschen | Bohdan Rodyuk Chekan: Olena Chekan. The Quest for a free Ukraine

Olena Tschekan war eine Journalistin und Schauspielerin, die für demokratische Werte kämpfte und das Leben liebte. So porträtiert sie ihr Sohn Bohdan Rodjuk Tschekan im englischen Band ›Olena Chekan. The Quest for a free Ukraine‹ (Olena Tschekan. Das Streben nach einer freien Ukraine), mit dem er seiner Mutter ein Denkmal setzt. Im Dezember 2013, während das Volk auf dem Majdan seinen Präsidenten Wiktor Janukowytsch verjagte, starb sie an einem Gehirntumor. Von JUTTA LINDEKUGEL

Gesellschaft

BU-BA-BU: Wie Sprache und Literatur der Ukraine neu erfunden wurden

Gesellschaft | Bu-Ba-Bu – Literatur in der Ukraine

Was sich anhört wie ein Wort, das ein Kleinkind erfunden hat, steht als Abkürzung für Burlesk-Balahan-Buffonada, also Burleske-Farce-Posse: Am 17. April 1985 gründeten Wiktor Neborak (* 1961), Oleksandr Irwanez (* 1961) und Jurij Andruchowytsch (* 1960) im ukrainischen Lwiw die Autorengruppe Bu-Ba-Bu, die die ukrainische Literatur, Kultur und Sprache grundlegend verändern sollte. Von JUTTA LINDEKUGEL

Roman

Unsterbliche Freundschaft

Roman | Jurij Wynnytschuk: Im Schatten der Mohnblüte

Die Freundschaft eines Ukrainers, eines Deutschen, eines Polen und eines Juden im Lemberg der Zwischenkriegszeit und eine schicksalhafte Melodie, deren Spuren bis in die Gegenwart reichen. Eine solche Verkürzung wird der Vielschichtigkeit und der reichen Atmosphäre von Jurij Wynnytschuks Roman Im Schatten der Mohnblüte nicht gerecht. Von JUTTA LINDEKUGEL

Andrej Kurkow: Ukrainisches Tagebuch
Gesellschaft/Sachbuch

Russische statt ukrainische Kampfdelfine

Gesellschaft | Andrej Kurkow: Ukrainisches Tagebuch

»Was gerade auf dem Majdan passiert, ist unklar«, so schließt der Tagebucheintrag vom 9. Dezember 2013. – Der ukrainische Autor Andrej Kurkow, geboren 1961, wurde international durch seine humorvollen Romane bekannt, in denen er den absurden, turbokapitalistischen Alltag der seit 1991 unabhängigen Ukraine beschreibt. Die bekanntesten sind ›Picknick auf dem Eis‹, ›Der Milchmann in der Nacht‹ oder ›Die letzte Liebe des Präsidenten‹, ein Buch das seit neustem auf Russlands Zensurliste steht. Nun ist ein Auszug aus Kurkows Tagebuch, das er während der aufwühlenden letzten Monate geführt hat, auf Deutsch erschienen. Darin verfolgt, kommentiert, analysiert Kurkow als Chronist die Ereignisse aus dem eigenen Alltag heraus. Obwohl ausländische Freunde seiner Familie Asyl angeboten haben, dachte er nicht daran, Kiew zu verlassen: »Vielen Dank. Aber hier ist es spannender.« Von JUTTA LINDEKUGEL

Zum Eurovision Song Contest 2014 schickt die Ukraine Marija Jaremtschuk.
Gesellschaft/Thema

Klischees und Politik

Thema | Popmusik und Nationenwerdung: Ukrainische Teilnehmer beim Eurovision Song Contest

Vor zehn Jahren hat Ruslana den Eurovision Song Contest gewonnen. Seither sind viele ukrainische Teilnehmer auf den vorderen Plätzen gelandet, doch nicht noch einmal auf Platz 1. Im Mai 2014 ist es wieder so weit. In diesem politisch für die Ukraine so brisanten Jahr ist Marija Jaremtschuk die ukrainische Repräsentantin beim Eurovision Song Contest. Warum war ausgerechnet Ruslana so erfolgreich? Wer ist Marija Jaremtschuk? Wie viel Ukraine repräsentieren Ruslana und Marija Jaremtschuk? Von JUTTA LINDEKUGEL

TITEL_W_Senff

TITEL-Team

TITEL-Autorinnen und Autoren stellen sich vor

 
Mit Jorge Luis Borges teilt ANDREA WANNER die Vorstellung, »dass das Paradies eine Art Bibliothek sein werde« und hat sich vorsorglich – wer weiß, was kommt – ihr Paradies auf Erden eingerichtet: mit ihrer Familie, Freunden und Büchern. ANDREA WANNER ist Ressortleiterin für den Bereich Kinder- und Jugendbuch bei TITEL kulturmagazin.
| Alle Beiträge von ANDEREA WANNER im TITEL kulturmagazin  
BORIS KUNZ wurde 1979 in Weiden geboren und ist am Chiemsee aufgewachsen. Seine ersten konkreten Berufswünsche waren zunächst Stuntman, dann Comiczeichner. Nach einer Ausbildung an der Hochschule für Fernsehen und Film München verdingt er sich mittlerweile als Drehbuchautor und Spielfilmregisseur – was seine Leidenschaft für das Medium Comic allerdings nur noch größer gemacht hat. Seine Arbeit als Comicrezensent für TITEL ist nur ein Teil seines geheimen Planes zur Revolution der hiesigen Comicszene.
| Alle Beiträge von BORIS KUNZ im TITEL kulturmagazin  
CHRISTIAN NEUBERT ist in einem 40-Seelen-Nest aufgewachsen. Nach kaufmännischer Ausbildung und einigen Jahren als Angestellter eines Kinos schlug er den zweiten Bildungsweg ein, um anschließend – er wollte mal etwas Handfestes machen – Philosophie, Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Sprachwissenschaft in Würzburg zu studieren. Seit 2009 verdingt er sich als freier Journalist, seit 2013 auch als Chefredakteur eines Stadtmagazins.

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