Roman | Martin Lechner: Die Verwilderung
Gibt es Lebenslagen, in denen Verwildern der einzige Ausweg ist? Die so außer Kontrolle geraten sind, dass ihnen mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr beizukommen ist? Gelesen von SIBYLLE LUITHLEN
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Gibt es Lebenslagen, in denen Verwildern der einzige Ausweg ist? Die so außer Kontrolle geraten sind, dass ihnen mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr beizukommen ist? Gelesen von SIBYLLE LUITHLEN
Wie entsteht die Idee zu einem Roman, was macht die Arbeit daran aus und was kommt danach? Martin Lechner und Tobias Premper sprechen über ihr Schreiben und ihre in diesem Jahr erschienenen Romane ›Die Verwilderung‹ (Residenz) und ›Sommer Ende‹ (Steidl).
Sehr geehrte Bürgermeisterin Frau John, liebe Frau Fischer, sehr geehrte Mitglieder des Kuratoriums des Dr. Hedwig-Meyn-Preises, liebe Freunde, liebes Lüneburg, in der letzten Zeit wurden einige Literaturpreise vergeben, der Literaturnobelpreis, der Büchnerpreis und unter dem Getöse eines schlechten Verlierers der Deutsche Buchpreis. Alles große Preise, wichtige Preise, teilweise mit weltweiter Aufmerksamkeit bedachte Preise, und trotzdem, muss ich sagen, könnte für mich kein Preis schöner sein als der Dr.-Hedwig-Meyn-Preis der Stadt Lüneburg. Na, na, na, wird manch einer oder eine jetzt denken, er übertreibt. Aber er übertreibt natürlich nicht. Und zwar aus drei Gründen. Von MARTIN LECHNER
Martin Lechner erzählt über die Fallstricke und Tücken der Schriftstellerei, verrät uns, warum er skeptisch gegenüber dem realistischen Schreiben ist und besteht auf Verführung des Verstandes durch magische Sätze. Ein tiefsinniges Nachdenken über das Schreiben und die Literatur, nicht ohne den typischen Lechner-Humor.
Der zweite Roman des aus Norddeutschland stammenden und in Berlin lebenden Schriftstellers erzählt uns ein Stück aus dem Leben des Außenseiters Lars Gehrmann, und das mit Humor, sprachlicher Virtuosität und Sinn für das Groteske bei einem eigentlich ernsten Thema. Ebenso wie ›Kleine Kassa‹ (2014) und der Erzählungsband ›Nach fünfhundertzwanzig Weltmeertagen‹ (2016) ist der Roman beim Salzburger Residenzverlag erschienen. Eine Rezension von SIBYLLE LUITHLEN
Der Salzburger Residenz Verlag überrascht – beinahe möchte man sagen wie immer mit gewohnter Zuverlässigkeit – mit einem außergewöhnlichem Roman. Der aus Norddeutschland stammende Schriftsteller Martin Lechner hat mit Kleine Kassa ein recht temporeiches und humorvolles Debüt vorgelegt, das zwar als »Heimatroman« auf dem Buchumschlag angekündigt wird, allerdings jegliche regionale Klischees und alle biedere Sentimentalität durchbricht. Von HUBERT HOLZMANN
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