Roman | Angelika Klüssendorf: Trost
»Noch ist der Mond zu sehen, knöchern bleich und unerschütterlich, doch was weiß sie schon, was da oben los ist.« Mit diesem Satz leitet die 68-jährige Schriftstellerin Angelika Klüssendorf, die einmal von der Neuen Zürcher Zeitung als »deutsch-deutsche Grenzgängerin« bezeichnet wurde, ihren neuen Roman ein. Klüssendorf, die in der DDR aufgewachsen ist und mit FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher (1959-2014) verheiratet war, schreibt seit fast vierzig Jahren kontinuierlich auf hohem Niveau und fliegt dennoch unter dem Radar des aktuellen Literaturbetriebs. Von PETER MOHR

