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Kulturbuch - page 3

Wundersamer Gleichklang

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Dirk Meyhöfer / Klaus Frahm: Die Architektur des Weines

Längst ist im Weinberg Stille eingekehrt, wenn die Reben nach dem ersten Frost ihre Winterruhe antreten. Jetzt ist Zeit, einmal den Fokus zu verlagern: auf Menschen und Gebäude, Schaffenskraft und Ideen – rund um die ›Architektur des Weines‹. Dirk Meyhöfer und Klaus Frahm nehmen uns mit auf eine beeindruckende Reise durch die moderne Baukunst ausgewählter mitteleuropäischer Weingüter zwischen der Mosel und dem Neusiedler See, zwischen dem Rheingau und der Steiermark. Von INGEBORG JAISER

Kein Abgesang

Kulturbuch/Porträt & Interview

Kulturbuch | Wolfgang Sandner: Keith Jarrett. Eine Biographie

Es klingt oftmals nach verfrühtem Abgesang, wenn bereits zu Lebzeiten eines Genies dessen Biographie verfasst wird. Dass Wolfgang Sandners ›Keith Jarrett. Eine Biographie‹ dieses Schicksal nicht teilt, liegt vor allem am Universalkünstler Jarrett selbst. Jedem Kenner ist klar, dass Sandners Biographie ein Resümee eines Schaffenszeitraums sein muss, dem gewiss ein weiterer folgen wird. Für Liebhaber und Neuzugänge wird das Werk eines Künstlers ausgebreitet, der wie kein anderer den Jazz der letzten Jahrzehnte geprägt hat. VIOLA STOCKER ist zutiefst beeindruckt.

Don´t worry, be happy!

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Maike van den Boom: Wo geht´s denn hier zum Glück?

Die Deutschen mögen wohl Weltmeister in Fleiß, Effizienz und Genauigkeit sein, nur an manch anderen Talenten scheint es ihnen zu mangeln. ›Wo geht´s denn hier zum Glück‹ fragt sich Maike van den Boom auf ihrer neunmonatigen Forschungsreise durch die 13 glücklichsten Länder der Welt. In ihrem Reisegepäck bringt sie jede Menge Antworten mit – und die meisten sind sehr einfach! Von INGEBORG JAISER

Der Dreck und der Teppich

Kulturbuch/Sachbuch

Gesellschaft | Thomas Kistner: Schuss

Im Fußball geht es derzeit hoch her, und es gibt eine Menge Themen, die die Öffentlichkeit interessieren dürften. Das Doping gehört zweifellos dazu, es schwelt dauerhaft und flammt gelegentlich immer mal wieder auf. Beide Seiten rüsten auf; die einen, um aufzuklären, die anderen um den Teppich drüber zu halten. Es läuft darauf hinaus, dem Publikum vorzugaukeln, dass alles in Ordnung sei, fernsehgerecht. Von WOLF SENFF

Indiana Jones und der IS

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Günther Wessel: Das schmutzige Geschäft mit der Antike. Der globale Handel mit illegalen Kulturgütern

Vor gut einem Jahr schreckte eine Meldung aus dem Nahen Osten die Öffentlichkeit auf: Der IS finanziert seinen Terror durch den Verkauf von geraubten antiken Kunstwerken ins Ausland. Günther Wessels zeigt in seinem Buch ›Das schmutzige Geschäft mit der Antike‹, dass das Problem sehr viel komplexer ist, als eine solche vereinzelte Nachricht glauben lässt. Von PETER BLASTENBREI

Der Blick über den Kartenrand

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Jerry Brotton: Die Geschichte der Welt in zwölf Karten

In einer Zeit, in der Routenplaner, Navigationsgeräte und ein digitaler Blick auf unsere Erde die Wege planen, die wir nehmen, haben Karten ihre Bedeutung verloren. Vorbei die Zeit, in der man sich fragen musste, ob man die Stadtkarte richtig herum hält. Jerry Brotton sieht das anders. In ›Die Geschichte der Welt in zwölf Karten‹ erklärt er, wie Karten unsere Weltsicht und unser Denken geprägt haben und immer noch prägen. VIOLA STOCKER über gezeichnete Wegweiser und wegweisende Zeichnungen.

Auf 42,195 Kilometern in die Sackgasse

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Matthias Politycki: 42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken

Wer schon einmal einen Marathon gelaufen ist, weiß, welche Gefühlsachterbahnen über die geschichtsträchtige Streckenlänge von 42,195 Kilometern entstehen und welche Glückshormone im Zielbereich ausgeschüttet werden. Zugleich ist es für das Umfeld von »Marathonis« bisweilen unverständlich, warum ein solch zeitlicher Aufwand, bisweilen monotone Trainingseinheiten und das nicht endend wollende Leiden ab Kilometer 30, wo der in der Läuferszene berüchtigte »Mann mit dem Hammer« wartet, Anreize sein sollen, um einen Marathon zu absolvieren. Matthias Politycki schreibt in ›42,195. Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken‹ über seine Erfahrungen auf der Königsstrecke des Laufsports TOBIAS KISLING hat das Buch gelesen

Ästhetik der Gehörlosigkeit

Bühne/Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Rafael Ugarte Chacón: Theater und Taubheit

Das Theater ist nicht nur ein Ort der Kritik, sondern auch ein Ort der Herrschaftsproduktion! Das Theater ist nicht nur ein Ort der Reflexion, sondern auch ein Ort der Hierarchierepräsentation! Ergo werden kontinuierlich diverse soziokulturelle Gruppen durch die Darstellungsformen exkludiert. Der Theaterwissenschaftler Rafael Ugarte Chacón versucht deswegen in seiner Dissertation für die Gruppe der Gehörlosen auszuloten, inwiefern sie vom Theaterbetrieb ausgeschlossen werden und mit welchen theatralen Formen und Methoden man ihnen Zugang gewähren kann. Sein normatives Konzept heißt ›Aesthetics of Access‹. PHILIP J. DINGELDEY hat Ugarte Chacóns Monographie ›Theater und Taubheit. Ästhetiken des Zugangs in der Inszenierungskunst‹ zu einem Randphänomen der Theaterwissenschaft, das doch einen universellen Integrationsanspruch vertritt, gelesen.

Spielarten der Gewalt, Deutungen der Gewalt

Kulturbuch/Sachbuch

Kulturbuch | Der Gewalt ins Auge sehen. Mittelweg 36 – Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Gewalt in den verschiedensten Formen scheint uns zu umgeben. Jugendgewalt gegen Gleichaltrige, Polizeikugeln für junge Farbige in den USA, Gewaltkriminalität, rassistische Übergriffe auf Einwanderer, offener Krieg in der Ukraine, in Syrien, im Jemen und wer weiß wo in Afrika, terroristische Anschläge, strukturelle Gewalt (Galtung, H. Marcuse) in zunehmend ungerechter werdenden neoliberalen Gesellschaften. Der neue Themenband ›Der Gewalt ins Auge sehen‹ der ›Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung‹ (HIS) stellt Facetten des Phänomens vor. Von PETER BLASTENBREI

Kapitalismus, Theater und Kritik

Bühne/Kulturbuch

Bühne | Kulturbuch | Joachim Fiebach: Welt – Theater – Geschichte. Eine Kulturgeschichte des Theatralen

Er gilt als Gigant unter den zeitgenössischen Theaterwissenschaftlern, ein Gigant, der scheinbar spielerisch Theater, Medien, Herrschaft, Philosophie und Kultur als Ganzes prägnant, pointiert und manchmal auch provokativ kontextualisiert sowie en passant sich auch noch als der Experte für das Theater Afrikas gerierte: der Berliner Professor Joachim Fiebach. Schon in zahlreichen Monografien und Artikeln hat er sich mit den sozialen und politischen Faktoren des Theaters beschäftigt und dabei aphoristisch über die dramaturgische Inszenierung der Realität laboriert. Jetzt hat Fiebach sein wissenschaftliches Opus Magnum vorgelegt, mit dem etwas großspurigen Titel ›Welt – Theater – Geschichte. Eine Kulturgeschichte des Theatralen‹. Kulturanthropologisch legt er damit ein theaterhistorisches Standardwerk vor, das keinesfalls werturteilsfrei ist. Von PHILIP J. DINGELDEY
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