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Anpfiff bei TITEL!

Digitales | Games: FIFA 12

Wenn man sich auf eines im Jahr verlassen kann, dann ist das das Sportspiel-Update von Electronic Arts. Wie schon im letzten Jahr lautet mein Ansprechpartner INDERST in Sachen Rasensport FRANK BAUDERER. Mit dem begabten schwäbischem Kicker unterhielt sich RUDOLF INDERST über EAs Fußball-Update. Ihr Fazit lautet dabei nicht immer: »Ällawäis gliich.«

FIFA 12Es wird kälter draußen, der geneigte Kicker ist da sicherlich froh, wenn er seinem Lieblingshobby zuhause im Warmen nachgehen kann?
Ja und nein. Noch sind die Temperaturen erträglich. Und es zieht einen doch immer wieder auf das Fußballfeld. Außerdem nähert sich die Hallensaison. Aber dennoch fesselt der virtuelle Kick einen natürlich auch an das Wohnzimmersofa. Und selbstverständlich ist die Freude dann sehr groß, dass die Temperaturen angenehmer als im Freien sind. Außerdem sind die Profi-Kicker im Spiel etwas trickreicher.  

Fifa 12 – gibt es endlich den »Führe den Weltverband aus Filz und Korruption«-Modus?
Eine durchaus provokante Frage. Dennoch sollte der Verband nicht mit dem Spiel verglichen werden. Die Verdächtigungen auf Korruption sollten hier keine Rolle spielen, auch wenn Fußballbegeisterte natürlich eine Meinung dazu haben. Auch ich, aber diese spielt hier keine Rolle. Solche Fragen richtet man dann eher an Herrn Blatter selbst. Außerdem wäre es von EA wohl wenig durchdacht, einen derartigen Modus einzuführen, wenn sie weiterhin den Lizenzfaktor auf ihrer Seite haben wollen. Aber es gibt einige andere Spielmodi, die durchaus interessant sind.

Fragt der auch mal was zum Spiel?

Polemische Anschuldigungen bei Seite: PES landete nicht als Testmuster auf meinem Schreibtisch – habe ich jetzt etwas verpasst oder kann ich bei FIFA blind zugreifen?
Alle Jahre wieder. Ein Vergleich ist immer schwierig, da oftmals das subjektive Empfinden eine große Rolle spielt. Sicherlich kann bei beiden Spielen davon ausgegangen werden, dass sie kein Fehlgriff sind. PES hat die Nase in Sachen Grafik wohl leicht vorne. FIFA hingegen punktet – wie jedes Jahr – mit den unzähligen Lizenzen. Außerdem ist die Spielphysik auch besser. Einzigartig: Die Fangesänge der einzelnen Vereine wurden bis in die zweiten Ligen hineinprogrammiert – super! Ich persönlich finde mich auch Seiten von FIFA wieder, aber um nun auf Ihre Frage zurückzukommen: FIFA kann man durchaus blind vertrauen! Eine gelungene Simulation.
 
Sie gelten ja nicht als unkritisch, Herr B., was muss FIFA 2013 hinlegen, um weiterhin Alphatier zu bleiben?
Die Entwickler von FIFA lassen sich ja immer wieder Neues einfallen und ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. So wurde wieder an der Spielphysik und Grafik geschraubt. Super ist auch das neue Zweikampfverhalten. Nun muss ein Spieler selbst entscheiden, wann der kontrollierte Spieler ein Versuch unternimmt, dem Gegenspieler den Ball abzunehmen. Bei falschem Timing ist der Gegenspieler schnell vorbei und hat womöglich eine gute Torchance. Das macht das Spiel natürlich interessanter. Viel zu meckern habe ich dieses Mal nicht.

Zwei Punkte stören jedoch. Leider wurde der Offline-Lounge-Modus abgeschafft. Will man nun gegen einen Freund spielen, mit erfassten Daten, bleibt nur noch der Online-Modus. Der Lounge-Modus aus dem letzten Jahr war immer eine gute Möglichkeit zu sehen, wie gut die Freunde sind oder wie man selbst da steht. Die Abschaffung halte ich für eine Fehler. Der zweite Punkt ist nur eine Kleinigkeit und wohl auch Geschmackssache: Die Kommentare, vor allem die deutschen, verleiten zum Kopfschütteln. Zum Glück gibt es die Möglichkeit auf anderssprachige Kommentatoren umzuschalten. Hier sollte EA nachlegen. 
 
Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in der Halle!

| RUDOLF INDERST

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