Bühne | West Side Story
Gefühlvoll, leidenschaftlich und spannend bis zum Schluss: JENNIFER WARZECHA hat die ›West Side Story‹ bei den Ettlinger Schlossfestspielen gesehen.
Gefühlvoll, leidenschaftlich und spannend bis zum Schluss: JENNIFER WARZECHA hat die ›West Side Story‹ bei den Ettlinger Schlossfestspielen gesehen.
Wie schwer ist für einen Comiczeichner oder -autor der Schritt zur Veröffentlichung seines Werks? Dieses Thema zog sich durch etliche Diskussionsrunden beim diesjährigen ›Internationalen Comic Salon‹ in Erlangen. Obwohl das Ansehen der Comics im deutschsprachigen Raum, nicht zuletzt durch die Wirkung der Salons, seit den 1980er-Jahren gestiegen ist, dürfte der Weg zum Künstler, der von seinem Schaffen leben kann, für die Allermeisten noch immer weit sein, wie sich unschwer heraushören ließ. Überraschend war dagegen die Erkenntnis, dass es Comiczeichnern da nicht viel anders ergeht als Literaten, Musikern sowie bildenden oder darstellenden Künstlern. ANDREAS ALT hat den Meinungs- und Erfahrungsaustausch auf dem Salon mitverfolgt.
Giuseppe Verdis Oper ›Nabucco‹ wurde 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt. Auch wenn die gesehene Inszenierung 184 Jahre später möglicherweise nicht darauf abzielte, ein politisches Statement abzugeben, waren etwaige Parallelen durchaus erkennbar. Kein Wunder, denn die Oper ist als Kunstform nicht nur politisch relevant, sondern wird auch im Kontext unserer Realität interpretiert. Verdis frühes Meisterwerk wurde am 23.05.26 im Opernsaal der Staatsoper Berlin sowie als Liveübertragung auf dem angrenzenden Bebelplatz für ungefähr 15.000 Menschen mit Fantasie und Intensität auf die Bühne gebracht und hinterließ nicht nur bei Anna Noah einen bleibenden Eindruck.
Im Zuge nationaler Unabhängigkeit muss sich auch die Kunst befreien und neu erfinden. Die Ausstellung »Nigerian Modernism« in der Londoner Tate zeigt, wie sich traditionelle indigene Kunstformen, Religionen und Perspektiven mit europäischen Techniken zu einem modernen Stil synthetisieren. Von SABINE MATTHES
»Man muss sich das vorstellen: Sie hat gerade einen Menschen getötet und zeigt einfach keine Reue.« Von diesen zwei Sätzen im Schauspiel ›Schwarze Schwäne‹ von Christina Kettering, das zur Zeit auf dem Podium des Theaters Pforzheim zu sehen und zu hören ist, ging der ›Late Night Schwarze Schwäne‹, die Podiumsdiskussion mit Publikum samt Einblick in den aktuellen Forschungsstand des Verhältnisses von Pflege zu humanoider Robotik und Künstlicher Intelligenz (KI) sowie ethischen und technologischen Fragestellungen dahinter, am vergangenen Samstagabend aus. Von JENNIFER WARZECHA
Auch dieses Jahr findet man auf der Internationalen Kinder- und Jugendbuchmesse in Bologna viele außergewöhnliche Bücher und viele außergewöhnliche Menschen aus Korea, Italien und Frankreich. Es ist jedes Jahr ein Highlight, für das es sich lohnt, auch von weiter weg hinzufahren. Wie jedes Jahr waren auch GEORG PATZER und SUSANNE MARSCHALL dabei und wie jedes Jahr begeistert.
Glitzer ist kontrovers. Affen lieben Glitzerkram und legten schon vor Hunderttausenden von Jahren nutzlose Kristallsammlungen an. Was wohl einen Sinn für Schönheit offenbart. Geschätzt wird Glitzer besonders von Kindern, dem Showbizz und der LGBTQ-community. Gehasst von Eltern und Umweltschützern. Verachtet von den Puristen der Kunstgeschichte. Von SABINE MATTHES
In ›Des Kaisers neue Kleider‹ begeistert das Stadttheater Pforzheim mit einer farbintensiven, witzigen und modern erzählten Inszenierung, die Kinder wie Erwachsene gleichermaßen mitreißt. Das temporeiche Spiel, starke Darsteller und ein Bühnenbild im Stil des Memphis Designs machen die Premiere zu einem lebhaften Erlebnis voller Humor, Aussagekraft und Überraschungen - findet JENNIFER WARZECHA
Armin (ein bisschen träge und gemütlich, aber zwischendurch sehr eloquent: Winnie Bartsch) sitzt im Sessel und liest ein Buch. Seine Ehefrau Renate (emanzipiert, selbstbewusst und auch nicht um Worte verlegen: Ute Merz) sitzt auf dem Sofa, die Fernbedienung und abwechselnd ein Glas Prosecco oder Wein in der Hand. Ausgerechnet kurz vor der besten Sendezeit zum ›Tatort‹ kommt die Frage aller Fragen auf: Hat er sie betrogen oder nicht? Von JENNIFER WARZECHA
Ein Abend für eingeladene Gäste ist es, von denen aber immer wieder einer fehlt. Gäste, die teils durch persönliche Beziehungen miteinander verbunden sind, weil sie miteinander verheiratet waren und sich dann wieder begegnen – diese Spannbreite an Begegnungen erlebte JENNIFER WARZECHA bei der ›Dinner Party‹, einer Komödie von Neil Simon, unter der Regie von Andreas Rüdenauer, im Jakobus Theater im Theaterhaus Karlsruhe am Freitag der vergangenen Woche.
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