Tag archive

Biografie

Beneke - Tagebücher
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Eine Quelle ersten Ranges

Tagbücher | Edition der Beneke-Tagebücher

Wenn ein bedeutender Zeitzeuge über fünf Jahrzehnte hinweg tagtäglich Aufzeichnungen über seine Erlebnisse, Begegnungen und Überlegungen macht, so ist das schon ungewöhnlich genug und verdient allergrößte Beachtung. Ist dieser Tagebuchschreiber aber dazu noch ein einflussreicher Jurist und Politiker, so darf man von seinen Notaten gewichtige Aufschlüsse nicht nur über seine Person, sondern mehr noch über seine ganze Epoche erwarten. Das ist in der Tat der Fall bei Ferdinand Beneke (1774-1848), dem in Hamburg wirkenden Juristen und überzeugten Republikaner, dessen gewaltiges Tagebuchwerk bereits in zwei Buchkassetten vorliegt und jetzt vom Wallstein Verlag um eine weitere Sektion ergänzt worden ist. Von PETER ENGEL 

Kaffee und Zigaretten
Posted on in Allgemein

Das Ticken der Standuhr

Literatur | Ferdinand von Schirach: Kaffee und Zigaretten

Wie ein Märchen liest sich Ferdinand von Schirachs kometenhafter literarischer Aufstieg in den letzten zehn Jahren. Der renommierte Strafverteidiger und Enkel des einstigen NS-Reichsjugendführers hatte 2009 unter dem Titel Verbrechen einen schmalen Band mit Kriminal-Erzählungen vorgelegt, der mehr als 150 000mal verkauft wurde. Offensichtlich hatte der Jurist den »Nerv der Zeit« getroffen und mit den erzählten Fällen aus seinem juristischen Kanzlei-Alltag auch einen latenten Voyeurismus befriedigt. Seine Bücher wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern und sind bisher in 40 Ländern erschienen. Von PETER MOHR 

Else Lasker-Schüler
Posted on in Menschen/Porträt & Interview

»Bin ein tieftrauriger Mensch«

Menschen | Vor 150 Jahren wurde die Dichterin Else Lasker-Schüler geboren

»Ich bin keine Zionistin, keine Jüdin, keine Christin, ich glaube aber ein Mensch, ein sehr tieftrauriger Mensch«, schrieb die Dichterin Else Lasker-Schüler 1940 in einem Brief an den jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber. Dieser Zwiespalt durchzieht sowohl die Vita als auch das literarische Werk wie ein roter Faden. Ein Porträt von PETER MOHR 

Queen - Bohemian Rhapsody
Posted on in Film

Bereit für einen ganz besonderen Menschen?

Film | Im Kino (ab 31.10.): Bohemian Rhapsody

Was für ein Fest! Queen – ihre Musik sowie ihr außergewöhnlicher Leadsänger Freddie Mercury bekommen mit diesem Film ein Denkmal gesetzt. Mercury widersetzte sich allen Stereotypen und zerstörte bestehende Konventionen. Damit wurde damit einer der beliebtesten Entertainer auf dem Planeten. ANNA NOAH ist gespannt, wie alles begann. 

Hackl - Am Seil
Posted on in Prosa

Ein Held namens Duschka

Erzählung | Erich Hackl: Am Seil

»Ihr Tod in der Gaskammer, das wäre auch Lucias, Reginas Schicksal gewesen. Hätte es ihn nicht gegeben, Reinhold Duschka.« Mit diesem lapidar klingenden Satz lässt der Österreicher Erich Hackl seine Erzählung ›Am Seil‹ ausklingen. Zuvor hat er den Leser auf eine beklemmende Zeitreise geschickt, in der es um Leben und Tod, Vertrauen und Verrat geht. Von PETER MOHR 

Dieter Wellershoff
Posted on in Menschen/Porträt & Interview

Meister des psycholgischen Realismus

Menschen | Zum Tod des Schriftstellers Dieter Wellershoff

»Ohne Lebenserfahrung könnte man gewiss nicht so schreiben, wie ich das tue. Das heißt aber nicht, dass ich in meinen Texten ständig eigene Lebensprobleme ausagiere. Wenn der Autor wissen will, was an den Menschen dran ist, muss er sie in Schwierigkeiten bringen«, beschrieb Dieter Wellershoff einst sein dichterisches Credo. Und so lässt sich ohne waghalsige Interpretationsartistik eine verbindende Motivklammer vom Frühwerk ›Ein schöner Tag‹ (1966) bis zu seinem letzten Roman ›Der Himmel ist kein Ort‹ (2009) setzen. Ein Rückblick von PETER MOHR 

Augenblicke Gesichter einer Reise
Posted on in Film/Menschen

Begegnungen der Warmherzigkeit

Film | Im Kino: Augenblicke – Gesichter einer Reise

Wenn sich die 89jährige Agnès Varda mit dem 33jährigen Streetartist JR auf eine Reise durch ihre Heimat Frankreich begibt, kann das nur eins bedeuten: einen Film voller Kunst und Überraschungen. Und tatsächlich! Beide erkunden die Möglichkeiten der künstlerischen Zusammenarbeit verschiedener Generationen. Dabei entdecken sie nicht nur andere Menschen, sondern finden auch zueinander.
ANNA NOAH freut sich über diese gelungene Dokumentation. 

Kinsky: Hain
Posted on in Roman

Wenn die Landschaft Trauer trägt

Roman | Esther Kinsky: Hain

»Jeden Morgen wache ich in einer Fremde auf«, heißt es in Esther Kinskys viertem Roman Hain, und das ist nicht nur geografisch gemeint. Eine Frau begibt sich an drei unterschiedlichen Orten in Italien auf Spurensuche. Als »Geländeroman« hat die 61-jährige Autorin und Übersetzerin ihr Werk bezeichnet. Man könnte es auch Landschaftsroman nennen, doch Gelände klingt wilder, ungezügelter – und so ähnlich geriert sich auch der Roman, der uns durch unwegsame Territorien führt. Von PETER MOHR 

Günther Herburger
Posted on in Menschen/Porträt & Interview

Er liebte die Extreme

Menschen | Zum Tode des Schriftstellers Günter Herburger

»Man muss offen sein für Erschöpfung. Ich bin in diese Erschöpfung hineingelaufen, es kam der zweite Wind, und ich dachte: Was ist das?«, erklärte der Schriftsteller Günter Herburger einst seine ersten Leidenserfahrungen beim Marathonlauf. Ein Porträt von PETER MOHR 

Hansjörg Schneider: Kind der Aare
Posted on in Menschen/Porträt & Interview

Bücher sind zum Lesen da

Menschen | Zum 80. Geburtstag von Hansjörg Schneider

Er liest gern Chandler, Simenon und Dürrenmatt und gehört selbst zu den meistgelesenen deutschsprachigen Kriminalschriftstellern. Die Rede ist vom Schweizer Hansjörg Schneider, der mit dem Aargauer und dem Basler Literaturpreis, später mit einem Preis der Schweizer Schillerstiftung für sein Gesamtwerk und 2005 mit dem Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman ausgezeichnet wurde. Ein Porträt von PETER MOHR 

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