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DDR

Frank Goosen - Kein Wunder
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Roman | Frank Goosen: Kein Wunder

»Ich habe zwar auch an der Verklärung mitgeschrieben, aber immer versucht, das ironisch zu brechen«, hatte Frank Goosen kürzlich über seine Rolle als »Ruhrgebiets-Autor« in einem Interview erklärt. Der 53-jährige Goosen war einst mit seinem Partner Jochen Malmsheimer als kabarettistisches Tresenleser-Duo zu respektabler Popularität gelangt und hatte erst relativ spät zur Literatur gefunden. Dann startete er aber mit seinem später erfolgreich verfilmten Romandebüt Liegen lernen (2001) sofort richtig durch. Das Ruhrgebiet ist für den Bochumer nicht nur Heimat, sondern auch gleichzeitig stets Handlungsschauplatz der eigenen Werke. Von PETER MOHR 

ADN-ZB Junge 4.1.82 Berlin: An der "Berliner Begegnung zur Friedensförderung" von Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern aus europäischen Ländern am 13. und 14.12.81 nahmen aus der DDR der Schriftsteller Volker Braun, die Regisseurin Ruth Berghaus und der Bildhauer Wieland Förster (v.l.n.r.) teil.
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Poesie des Scheiterns

Menschen | Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers Volker Braun

»Was erwartet ihr von mir? Widerspruch. Widersprüchliches werdet ihr hören«, heißt es im jüngst erschienenen Aphorismenband ›Handstreiche‹.
Volker Braun hat stets die leisen Töne bevorzugt, das klassenkämpferische verbale Gepolter war nie seine Sache: kluge philosophische Sentenzen hat er stets gepaart mit einem untrüglichen Gespür für gesellschaftliche Veränderungen – so auch in ›Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer‹ (2008). Darin setzte er sich mit den gravierenden Veränderungen im Arbeitsalltag und dem Verschwinden vieler industrieller Arbeitsprozesse auseinander. Ein Porträt von PETER MOHR 

Christoph Hein 2012
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Von Drachenblut bis Verwirrnis

Menschen | Zum 75. Geburtstag des Schriftstellers Christoph Hein

»Relativ locker kann ich alles erzählen, weil es mir besser ergangen ist als vielen meiner Kollegen. Viele Autoren verloren mit der Wende ihre Verlage, die standen auf der Straße – so wie die Arbeiter, deren Betriebe zumachten«, erklärte Christoph Hein kürzlich in einem Interview über seinen jüngst erschienen, schmalen (historischen) Anekdotenband ›Gegenlauschangriff‹, in dem der äußerst kontrovers diskutierte Text ›Mein Leben, leicht überarbeitet‹ enthalten ist, in dem Hein den oscar-gekrönten Film ›Das Leben der Anderen‹ von Florian von Donnersmarck als »Gruselmärchen« bezeichnet. Von PETER MOHR 

Integriert doch erst mal uns
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Demütigungen, Kränkungen und Ungerechtigkeiten!

Sachbuch | Petra Köpping: Integriert doch erst mal uns

Ohne die Worte »Wendeverlierer« und »Treuhand« lässt sich die Deutsche Wiedervereinigung laut Petra Köpping nicht beschreiben. Denn für die sächsische Integrationsministerin stehen die beiden Begriffe symptomatisch für die Umwälzungen der Nachwendezeit, insbesondere im Osten der Republik. In ihrem Sachbuch ›Integriert doch erst mal uns!‹ schlägt die SPD-Politikerin einen großen Bogen von der friedlichen Revolution, den folgenden runden Tischen, über die Ernüchterung, Arbeitslosigkeit und Abwanderung bis in die heutigen Tage zu Pegida und AfD. Auf fast 200 Seiten stellt Köpping dar, aus welchen Gründen im Osten Deutschlands die Wende als Kränkung wahrgenommen wird und welche Auswirkungen dies hat. Von BASTIAN BUCHTALEK 

Roman | André Georgi: Die letzte Terroristin
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Der perfekte Sündenbock

Roman | André Georgi: Die letzte Terroristin

Sandra Wellmann bewirbt sich mit 248 anderen um die Stelle der persönlichen Assistentin von Treuhandchef Hans-Georg Dahlmann und bekommt den Job. Was nur sie und Dahlmann wissen: Sandra ist eine Studienfreundin von dessen Tochter Sonja, kennt den Chef jener Anstalt, die die Betriebe der DDR nach deren Zusammenbruch in die Marktwirtschaft überführen sollte, persönlich und bekommt, weil der auch große Stücke auf sie hält, die Stelle, ohne sich erst der Konkurrenz stellen zu müssen. Was Dahlmann freilich nicht ahnt: Sandra Wellmann arbeitet für die RAF und soll den günstigsten Moment ausspionieren, um den verhassten Mann zu töten. Von DIETMAR JACOBSEN 

Reiner Kunze
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Die Erlösung des Planeten

Menschen | Zum 85. Geburtstag des Georg-Büchner-Preisträgers Reiner Kunze

»Die Erlösung des Planeten von der Menschheit / ist der Menschheit mitgegeben / in den Genen«, heißt es in Reiner Kunzes neuem Band mit Gedichten und Prosaminiaturen. Ungewohnt offen nimmt Kunze darin Stellung zur politischen Lage in Osteuropa. Viele Verse kreisen um das Thema Alter und Vergänglichkeit. Ein Porträt von PETER MOHR 

Comic Nils Knoblich Fortmachen
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Im Osten was Neues

Comic | Nils Knoblich: Fortmachen

Das Thema DDR ist schon seit einigen Jahren auch im Comic angekommen, spätestens seit Simon Schwartz‘ ›Drüben‹, und wird dabei meist autobiographisch oder familienhistorisch aufgearbeitet. Der neue Graphic Novel ›Fortmachen‹ von Nils Knoblich, der seine Diplomarbeit an der Kunsthochschule Kassel darstellt, ist da gar nicht anders. PHILIP J. DINGELDEY hat sich ›Fortmachen‹ angesehen. 

Ingo Schulze - Peter Holtz
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Ein Forrest Gump aus Deutschlands Osten

Roman | Ingo Schulze: Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst

Mit ›Neue Leben‹ (2005) hat der in Dresden geborene Ingo Schulze (Jahrgang 1962) vor 12 Jahren den ultimativen Wenderoman geschrieben. Mit dem Nachklapp ›Adam und Evelyn‹ (2008) verabschiedete er sich dann für fast ein Jahrzehnt von der fiktiven Literatur. Nun ist er wieder da – mit einem Schelmenroman, der im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts spielt, durch das er seinen Helden Peter Holtz schickt. Von DIETMAR JACOBSEN 

Geipel - Tochter des Diktators
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Liebe unter staatlicher Kontrolle

Roman | Ines Geipel: Tochter des Diktators

Ein abgelegenes Dorf in der Toskana, Berlin, Moskau, Leningrad und Paris sind die Handlungsorte in Ines Geipels erzählerischer Abrechnung ›Tochter des Diktators‹ mit den zerstörerischen, menschenverachtenden Mechanismen des Staatskommunismus. Die Autorin, 1960 in Dresden geboren, weiß, wovon sie schreibt. Von PETER MOHR 

Flake - Heute hat die Welt Geburtstag - 978-3-10-397263-4
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Deutsch-Ost, Deutsch-West

Autobiographie | Christian Flake Lorenz: Heute hat die Welt Geburtstag

Die Gruppe »Rammstein«, ursprünglich Punk vom Prenzlauer Berg, gilt heute nicht nur als eine der provokantesten deutschen Bands, sie ist einer der erfolgreichsten deutschen Kulturexporte überhaupt und füllt die Stadien weltweit, Moskau wie Madison Square New York. Im Lauf der aggressiven Bühnenshow bekommt Christian Flake Lorenz, Keyborder, es schon mal mit einem Flammenwerfer zu tun. Von WOLF SENFF 

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