Roman | Barbara Honigmann: Mischka
»Ortsnamen verbanden sich mit den Worten Gefängnis, Zuchthaus, Lager, Gulag, Einzelhaft, Folter, Verbannung und Zwangsarbeit in Sibirien, hinter dem Polarkreis. All das hörte ich und davon las ich, und all das hörte dann endlich auch die ganze Welt, und wer will jetzt sagen, was schlimmer war, Auschwitz oder Workuta, das Butyrka-Gefängnis oder das Zuchthaus Brandenburg?«, fragt die 77-jährige Barbara Honigmann in ihrem autobiografischen Band Mischka, in dem sich die Autorin auf behutsame Weise mit realen Figuren auseinander setzt, die bei ihr nachhaltigen Eindruck hinterließen. Von PETER MOHR


