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Ojo de Liebre

TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Ojo de Liebre

Nein, sie hätten zwar auf den Schaluppen mehrmals das Segel gesetzt, doch letzten Endes hätten sie stets aufgesteckt.

Thimbleman lachte. Als wäre die Zeit stehengeblieben, sagte er, nichts geschehe.

Falls es so bliebe, hätte er nichts dagegen, sagte der Ausguck.

Eldin legte einen Scheit Holz in die Flammen.

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Wer spricht eigentlich unsere Lieblingsspiele?

Digitalspielkultur | Interview mit René Kayser von ›Spielestimmen‹

Während Film- und Serienfans seit Jahrzehnten problemlos nachschlagen können, wer eine Rolle synchronisiert hat, bleibt diese Information bei digitalen Spielen oft erstaunlich schwer zugänglich. Dabei sind es gerade Stimmen, die digitalen Figuren Persönlichkeit verleihen, Emotionen transportieren und Geschichten glaubwürdig machen. Genau hier setzt das Projekt Spielestimmen an: Die Plattform sammelt und dokumentiert, welche Sprecher:innen hinter deutschsprachigen Spielrollen stehen und schafft damit etwas, das der Gamesbranche lange gefehlt hat: ein öffentlich zugängliches Archiv ihrer Stimmen. Hinter dem Projekt steht unter anderem René Kayser, der seit über einem Jahrzehnt in der Anime-Industrie arbeitet und sich ebenso leidenschaftlich für digitale Spiele wie für die deutsche Synchronkultur interessiert. Mit RUDOLF THOMAS INDERST spricht er darüber, warum eine solche Datenbank nötig ist, weshalb Sprecher:innen in Games oft unsichtbar bleiben und was sich daran ändern müsste.

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Ein großer Geschichtenerzähler

Menschen | Vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller Siegfried Lenz geboren

Siegfried Lenz war einer der letzten großen Geschichtenerzähler, ein stilsicherer Traditionalist, ein schriftstellerisches Urgestein, das ganz der Kraft des Erzählens vertraute und zum Meister der »kleinen Tragödien« avancierte. Lenz neigte zum nordischen Understatement, war ein verbaler Leisetreter – sowohl in seinen Büchern als auch in seinen Äußerungen als öffentliche Person. Von PETER MOHR