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Zukunft II

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Doch, auch der Mensch, sagte Rostock, selbstverständlich.

Er werde es nur nicht beizeiten gemerkt haben, sagte Thimbleman.

Er werde es nicht wahrhaben wollen, sagte der Ausguck.

Wem falle es leicht, sagte der Rotschopf, den kritischen Blick auf sich selbst zu richten.

LaBelle hätte gern eine Kleinigkeit gegessen.

Touste starrte unverwandt auf die Sterne.

Die Nacht in der Ojo de Liebre war mild.

Eldin legte einen Scheit Holz ins Feuer.

Sofern er richtig verstehe, sagte Harmat, sei von der Zukunft die Rede.

Von einer fernen Zukunft, sagte Crockeye und wandte sich ab.

Auch die Goldgräberei sei eine Erscheinung, die zu denken gäbe, sagte Rostock, und ebenso die Ablösung der Windjammer durch die Dampfschiffe.

Es gehe um den Kollaps der Zivilisation, sagte London.

Daß eine Zivilisation zugrunde gehe, geschehe nicht zum ersten Mal, sagte Mahorner, doch es werde in diesem Falle endgültig sein, ein für allemal, Ende gut, alles gut, die Anzeichen seien unübersehbar, der Mensch zeige sich besorgt angesichts der wachsenden Irregularitäten.

Zu spät, sagte Pirelli, zu spät.

Ferne Zukunft, sagte Crockeye, nein, das betreffe ihn persönlich nicht.

Der Ausguck stand auf, ging einige Schritte und löste sich in der Dunkelheit auf.

Thimbleman genoß die Wärme des Feuers.

Bildoon lauschte auf das ferne Rauschen des Ozeans.

Der Wind spielte in den Leinwänden der ›Boston‹.

Der Mensch werde beginnen zu verstehen, was er angerichtet habe, sagte Mahorner, jedoch nehme er nur am Rande wahr, daß diese Entwicklung auch ihn selbst betreffe.

Wie Mahorner das meine, fragte Harmat.

Sobald die natürlichen Abläufe kollabieren, sagte Mahorner, bleibe der Mensch ja nicht verschont, und Müll, der sich in den Meeren ablagere, finde über die Nahrungskette auch seinen Weg in die Organe des Menschen, nicht anders verhalte es sich mit dem Gift in der Atmosphäre, der Mensch werde auch den Blick auf sich selber lenken müssen, und nein, er werde den Kollaps nicht verhindern, aber er könne die Abläufe wenigstens verstehen.

Wie er sich verändere, fragte Harmat nach.

Zum Beispiel werden sich Krankheiten ausbreiten, sagte Mahorner, bekannte Krankheiten ebenso wie bislang unbekannte, die Lebenserwartung werde sich verkürzen, gewissermaßen als Kollateralschäden der kollabierenden Natur, wenngleich ihm anfangs noch das Verständnis für diese Zusammenhänge fehlen werde.

Sei es denn wichtig, fragte Harmat, noch zu verstehen, weshalb die hergebrachte Lebensweise einstürze.

Keine Frage, sagte Mahorner, man möchte schon wissen, was geschieht, wenn ringsum alles zusammenbricht, und es seien nicht allein die materiellen Zusammenhänge, sondern auch der Mensch selber verändere sich, der zivilisierte Umgang verrohe, man werde das beobachten können, Rücksichtnahmen und Sensibilitäten verringerten sich, einst selbstverständliche Regeln des Umgangs würden vernachlässigt, man suche nicht länger nach Verständnis und Einvernehmen, der Zwist werde grob und laut ausgefochten.

Schön und gut, sagte Harmat, derartige Umgangsformen beobachte man auch dieser Tage unter den Goldgräbern, und sogar die Walfangmannschaften seien für ihren derben Tonfall verrufen.

Die Kriege, die in der Neuzeit geführt würden, sagte Mahorner, seien von beispielloser Brutalität, das destruktive Potential sei unvergleichlich, sie würden nie dagewesene Zerstörungen anrichten, in Vietnam, Afghanistan, Syrien, im Irak, in Libyen, in der Ukraine, im Gaza-Streifen, der Mensch richte sich selbst und den Planeten aktiv zugrunde, was treibe ihn an, so radikal, so besinnungslos, wie könne das sein, was spiele sich ab, es sei ein Tollhaus.

Der Ausguck schälte sich aus der Dunkelheit.

Eldin legte einen Scheit Holz ins Feuer.

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