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Lyrik

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In Tuwa / Insektendompteur

in Lyrik

Lyrik | Anette Hagemann: Gedichte

In Tuwa

Zwei Straßen nur führen nach Kysyl, und es reiten dort
die Jungen und die Alten einhändig auf den Pferden:
Als geschmeidige Zentauren bewegen sie sich durch die
Steppe, die so weit ist, wie die Gesänge kehlig klingen und
der Blick mancher Augen ins Unabsehbare geht – umgeben
von Falten, verschmitzt, wie geschnitzt, genauso wie die
Seen hier von Zweigen und Strauchwerk umgeben sind.
Und manchmal gurren die Kamelkälber am helllichten
Tag wie geschwätzige Uhus und in der Hauptstadt
gründen die Schamanen Gemeinschaftspraxen

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Axel Görlach: Zwei Gedichte

in Lyrik/Menschen

Lyrik | Axel Görlach: Zwei Gedichte

gegen das streunen

konfektionierter sinntumore

gegen
das atemkalksein brauchen wir entzündung
versfäden gordisch gewirkt zur brücke ins weltall
die stadt geschlagen in sternenfilz noch wäscht
uns der fluss die sevofluranprogramme aus dem
blut

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Axel Görlach: Zwei Gedichte

in Lyrik

Lyrik | Axel Görlach: Zwei Gedichte

das sich auflösen

von tragflächen bis nur

schweben
bleibt das prickelnde diamond-dust-flirren um
die stirn einen moment lang ewig wie phylogenese
oder das springen des lichts von rot auf grün
ein neuer strom haut tanzender genomschablonen
im gegenlicht die umrisse abhebender hydranten
kristallmutationen nebensonnen über dem glas
der kanzel das schließen der augenblende im meer
aus halos + flares ihr ausgestreckter arm die
boeing
in der hand hoch über dem rollstuhl fliegen

Böttiger Wir sagen uns Dunkles

Nicht mit dir und nicht ohne dich

in Lyrik/Menschen

Kulturbuch | Helmut Böttiger: Wir sagen uns Dunkles

 
Um ihr Leben ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden: Ingeborg Bachmann und Paul Celan. Wie nahe Anziehung und Abstoßung, Verletzungen und Verzeihen beieinanderliegen, auch wenn sich die Unmöglichkeit der Nähe abzeichnet, zeigt Helmut Böttiger in seinem facettenreichen Doppelporträt ›Wir sagen uns Dunkles‹. Von INGEBORG JAISER

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Vier Gedichte

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Textfeld | Ingrid Glienke: Vier Gedichte

AQUANAUTEN

straßen kanäle nach norden geöffnet
schnee stiebt in feinen kristallen
leuchtet auf in lichthöfen
glitzernde fischschwärme im strom
auf kommando der windböen
drehen ins waagerechte gehen auf fühlung
trommeln eisschuppen ins gesicht
frostflössel vor die wimpern
zwischen uns treiben hände
lederhäutige unterwassergewächse

Doris Runge - man könnte sich ins blau verlieben

»hier war doch« was – Magie der Sprache en miniature

in Lyrik

Lyrik | Doris Runge: man könnte sich ins blau verlieben

Doris Runge, die Grande Dame der poetischen Wortkunst, hat ihren neuen Lyrikband ›man könnte sich ins blau verlieben‹ im Göttinger Wallstein Verlag vorgelegt. Sie besingt die feinsinnigen, zauberhaften Zwischenwelten, die uns im Alltag nicht so leicht in den Sinn kommen, obgleich es wohl gerade die scheinbar so leisen Zwischentöne sein dürften, die unser Leben wertvoll machen. Von HUBERT HOLZMANN

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