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Hamburg

Swan
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Zu Papier gebracht

Lyrik | Peter Engel: Gedichte

Zu Papier gebracht

Was durch den Kopf geht, flüchtig ist
und davon will wie im Nu,
auch was in den Fingerspitzen
kribbelt und nicht weiß warum,
was wie ein Einfall von Licht
durch den Raum stiebt ohne Ziel
oder die wirbelnden Flocken
von allerlei Stäuben im Eck,
was vielleicht ein Gedanke ist,
der gerade erst entsteht
und sich selbst noch nicht ganz kennt,
gleichfalls ein kaum zu hörender
Ton, der noch nicht durchgeformt ist,
und meine unvollkommenen
Zeilen mit dunklem Gehalt,
alles wird hier zu Papier gebracht. 

Deutsches SchauSpielHaus Hamburg: „König Lear“ von William Shakespeare. Regie: Karin Beier. Bühne und Kostüme: Johannes Schütz. Premiere am 19.10.2018 im SchauSpielHaus. Foto v.l.: Maximilian Scheidt, Edgar Selge © Matthias Horn, 2018. Die Bilder dürfen im Rahmen der Ankündigung und Berichterstattung unter Nennung des Copyrights honorarfrei genutzt werden. Bitte senden Sie uns ein Belegexemplar an presse[at]schauspielhaus.de. Kontakt zur Fotografin: 0163 1905732 / matthias@hornphotography.de
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Lear has fallen

Bühne | König Lear am Deutschen SchauSpielHaus Hamburg

Eine Entscheidung, fatale Folgen. Eine List und das Böse droht Lears Königreich zu reagieren. Der Herrscher selbst alt und verzweifelt. Dem Chaos folgen Wahnsinn und das Jüngste Gericht. Wird er den Fall überleben? Von MONA KAMPE 

Kalte-Sophie
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Kalte Sophie

Lyrik | Peter Engel: Kalte Sophie

Die Platane hat jetzt ihre
Arbeit am schütteren Grün
vollendet, doch ihr Dach ist löchrig
und läßt den Himmel blau hindurch,
wie zittrige Hände flattern
die unteren Blätter im Wind.

  

Joe Sutton Verschwörung Hamburg
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»Das willst du nicht wissen«

Bühne | Joe Sutton: ›Komplize‹ im Hamburger Theater das Zimmer

Die Wahrheit ist ein gefährliches Gut – das muss auch Journalist Ben erkennen, als er geheime US-Regierungsmethoden aufdeckt und angeklagt wird. Die Preisgabe seiner Quelle kann ihn und seine Familie retten, doch der Preis ist hoch. Von MONA KAMPE 

Victor Emil Janssen (1807–1845) Selbstbildnis vor der Staffelei, um 1828 Öl auf Papier auf Leinwand, 56,6 x 32,7 cm © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford
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Der andere Janssen

Ausstellung | Hamburger Kunsthalle: Der andere Janssen

Um den genialischen und leicht verlotterten Zeichner Horst Janssen ist in gewissen Hamburger Kreisen geradezu eine Art Kult getrieben worden. Den wenigsten dürfte dabei bewusst gewesen sein, dass es in der Hansestadt einen anderen Janssen gegeben hatte, der von der Kunstgeschichtsschreibung längst sanktioniert worden war und dessen ungewöhnliches Selbstbildnis ein Glanzstück der örtlichen Kunsthalle ist. Diese Selbstdarstellung von Victor Emil Janssen (1807-1845) ist denn auch nicht zufällig für den Umschlag des voluminösen Katalogs zur Ausstellung ›Hamburger Schule‹ gewählt worden, er ziert auch das Plakat der Schau und ist ein Leitbild der ganzen Unternehmung. Von PETER ENGEL 

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
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Ein schmaler Grat zwischen Fiktion und Wirklichkeit

Bühne | Wer hat Angst vor Virginia Woolf? Deutsches SchauSpielHaus Hamburg

Lieben sich Martha und George wirklich? Zwischen Fiktion und Wirklichkeit, Zuneigung und Hass, perfektem Spiel und schönem Schein, sind sich weder die Protagonisten noch die Besucher sicher, was wirklich auf der Bühne vor sich geht. Von MONA KAMPE 

Die Stadt der Blinden - Foto © Marcel Urlaub
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Das Selfie entert das Theater

Bühne | Die Stadt der Blinden: Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Die Romanvorlage zeichnet das Szenario einer Seuche, einer gefährlichen plötzlichen Erblindung, die auf Infektion zurückzuführen ist. Für die erblindeten Opfer ist ein separates, umzäuntes Lager eingerichtet, zur Außenwelt besteht Kontaktverbot. Von WOLF SENFF 

Lulu - Foto: Patrick Bieber
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»Warum soll ich schuld sein?«

Bühne | ›Lulu‹ im Hamburger Theater das Zimmer

Sie verzaubert und verführt – ›Lulu‹ ist für viele Männer der Inbegriff der Perfektion. Doch nur einer weiß, wo bei ihr der Engel aufhört und der Teufel beginnt. Kann er sie zu Fall bringen, bevor die Sünde ihn stürzt? Von MONA KAMPE 

Kleiner Mann - was nun
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»Wir haben doch noch uns«

Bühne | Hans Fallada: Kleiner Mann – was nun

Was gibt es Schöneres als ein junges Glück? In Zeiten der Not erwärmt es einem das Herz, doch das Geld darf nicht ausbleiben, denn sonst hat der Muckel nichts zu essen. Von MONA KAMPE 

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