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Literatur

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Goldgräber, Walfänger, indigene Stämme II

Wolf Senff: Goldgräber, Walfänger, indigene Stämme II

Wachstum und Fortschritt seien dämonische Kräfte, widersprach Gramner, ihr Geist sei destruktiv. Gemeinhin schlummern diese Dämonen, sagte er, man müsse in ihre Sphäre eindringen, sie müßten wachgerüttelt werden, und in der Moderne könne kein Zweifel daran bestehen, daß sie vollkommen lebendig seien. Doch einen Weg, der in die Irre führe, könne man verlassen. Du sprachst von Krankheiten?

McAlister lachte verlegen.

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Goldgräber, Walfänger, indigene Stämme I

Textfeld | Wolf Senff: Goldgräber, Walfänger, indigene Stämme I

Das darf nicht wahr sein!, rief McAlister: Gibt es nicht! Er strich sich über das Haar, lachte schallend auf und setzte sich.

Gramner erschrak und richtete sich auf.

McAlister winkte der Theke und bestellte einen Bourbon.

ADN-ZB Junge 4.1.82 Berlin: An der "Berliner Begegnung zur Friedensförderung" von Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern aus europäischen Ländern am 13. und 14.12.81 nahmen aus der DDR der Schriftsteller Volker Braun, die Regisseurin Ruth Berghaus und der Bildhauer Wieland Förster (v.l.n.r.) teil.
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Poesie des Scheiterns

Menschen | Zum 80. Geburtstag des Schriftstellers Volker Braun

»Was erwartet ihr von mir? Widerspruch. Widersprüchliches werdet ihr hören«, heißt es im jüngst erschienenen Aphorismenband ›Handstreiche‹.
Volker Braun hat stets die leisen Töne bevorzugt, das klassenkämpferische verbale Gepolter war nie seine Sache: kluge philosophische Sentenzen hat er stets gepaart mit einem untrüglichen Gespür für gesellschaftliche Veränderungen – so auch in ›Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer‹ (2008). Darin setzte er sich mit den gravierenden Veränderungen im Arbeitsalltag und dem Verschwinden vieler industrieller Arbeitsprozesse auseinander. Ein Porträt von PETER MOHR

Kumeyaay
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Kumeyaay

Textfeld | Wolf Senff: Kumeyaay

In der Stadt herrschen chaotische Zustände, da habe Gramner recht, sagte Pirelli, aber deshalb zu behaupten, die Menschen wüßten nicht miteinander umzugehen, damit gehe er zu weit.

Er rede ja nicht über die Gegenwart, widersprach Mahorner, sondern wie sonst auch über die Zukunft.

Er mahnt und warnt, sagte Crockeye.

Er wolle die Zukunft verändern, sagte Sanctus.

Crockeye tippte sich an die Stirn.

Der Ausguck lächelte ratlos.

Johano Strasser
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Spalter und kein Integrierer

Menschen | Zum 80. Geburtstag des langjährigen PEN-Präsidenten Johano Strasser am 1. Mai

»Was in den USA zurzeit passiert, ist eine Tragödie. Donald Trump ist ein Mensch, der eigentlich nicht in ein solches Amt gehört. Noch dazu ein Amt, das besondere Befugnisse hat, die weit über das hinausgehen, was ein vergleichbarer Staatschef — beispielsweise die Kanzlerin — hätte. Das darf eigentlich nicht passieren«, beklagte Johano Strasser vor einem Jahr in einem Interview. Der Schriftsteller, Publizist und Politologe ist stets ein Querdenker gewesen, ein skeptischer Grübler, denn (so Strasser) der Intellektuelle sei nun einmal ein »Spalter und kein Integrierer«. Von PETER MOHR

Dieter Forte - Himmel
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»Ich arbeite wie ein Maler«

Menschen | Zum Tod des Schriftstellers Dieter Forte

»Manchmal denke ich, ich bin ein Fremder auf dieser Welt«, bekannte der Schriftsteller Dieter Forte 1998 in einem Interview. Sein großes literarisches Sujet stellte sich tatsächlich quer zum Zeitgeist: Die seelischen Verwundungen der Nachkriegszeit, die unsichtbaren Narben und Traumata, die durch Hunger und totale Zerstörung des Lebensraumes ausgelöst wurden, hat Forte zum Thema seiner vier großen Romane gemacht, die seit 1992 erschienen sind. Ein Porträt von PETER MOHR

Ernst Toller 1923
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Die Welt ist mein Vaterland

Menschen | Zum 125. Geburtstag des Dramatikers Ernst Toller

»Eine jüdische Mutter hat mich geboren, Deutschland hat mich genährt, Europa mich gebildet, meine Heimat ist die Erde, die Welt ist mein Vaterland«, bekannte der Dramatiker, Lyriker, Prosaist und Politiker Ernst Toller in seinem 1933 veröffentlichten Lebensbericht ›Eine Jugend in Deutschland. Ein Porträt zu seinem 125. Geburtstag von PETER MOHR.

Aufbau Literaturkalender - 9783351036942
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Umblättern bitte!

Literatur | Literaturkalender 2019

Kalender sind uns Taktgeber und Maßband, Lebensplaner und Orientierungshilfe übers ganze Jahr hinweg. Garniert mit literarischen Appetithappen versüßen sie so manchen Tag, bieten neue Anregungen und überraschende Entdeckungen. Als Geschenk entfalten sie sogar eine ungeahnte Langzeitwirkung. INGEBORG JAISER stellt eine kleine Auswahl von lesens- und beachtenswerten Wegbegleitern vor.

Walter Kappacher
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Liebenswerter Außenseiter

Menschen | Zum 80. Geburtstag von Walter Kappacher

Er galt viele Jahre als Geheimtipp in der literarischen Welt, sein renommierter Landsmann Peter Handke hatte sich vehement für ihn eingesetzt. Doch die große öffentliche Anerkennung errang der Schriftsteller Walter Kappacher erst 2009 nach dem Erscheinen des Romans ›Der Fliegenpalast‹. Danach wurde ihm die wichtigste literarische Auszeichnung des deutschsprachigen Raumes verliehen – der Georg-Büchner-Preis. Ein Porträt von PETER MOHR

Herta Müller
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Landschaften der Heimatlosigkeit

Menschen | Zum 65. Geburtstag der Nobelpreisträgerin Herta Müller

Es war eine handfeste Überraschung, als der Schriftstellerin Herta Müller im Oktober 2009 der Nobelpreis für Literatur zugesprochen wurde. »Sie zeichnet mittels der Verdichtung der Poesie und Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit«, hieß es damals in der Begründung des Stockholmer Komitees. Die seit vielen Jahren in Berlin lebende Schriftstellerin hat sich in ihren sprachlich ausgefeilten, bisweilen lyrisch anmutenden Werken immer wieder mit Verfolgung und Heimatlosigkeit, mit Umzügen und Neuanfängen beschäftigt. Die thematischen Eckpfeiler stammen aus ihrer eigenen bewegten Vita. Von PETER MOHR

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