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Literatur

Goldgraeber
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Flottierende Gedanken

TITEL-Textfeld | Wolf Senff:  Flottierende Gedanken

Was, fragte Sut, was nur habe die Menschen auf die abstruse Idee gebracht, daß in der Nacht Zeit vergehe. Der Mensch falle auf mancherlei Unfug herein, doch das setze allem die Krone auf.

Sut schien in Gesprächslaune. Mahorner schüttelte den Kopf.

Wer könne bezeugen, daß während der Nacht Zeit vergehe, fragte Sut.

Im Schlaf, fragte Harmat.

Im Schlaf, antwortete Sut. 

Unknown, Elias Canetti 2, CC BY-SA 3.0 NL
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Exzentrischer Außenseiter

Menschen | Zum 25. Todestag des Nobelpreisträgers Elias Canetti

War er Romancier, Dramatiker, Philosoph oder Anthropologe? War er ein Genie oder ein Neurotiker? Ein hochdekorierter Autor ohne Lesergemeinde? Vielleicht sogar der erste Popstar der Literaturszene? Die Wahrheit liegt (wie so oft) irgendwo auf halber Strecke. Die Rede ist vom Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti. Von PETER MOHR 

Ramesses_II
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Ramses II.

TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Ramses II.

Ramses II. könne Abraham Lincoln nicht das Wasser reichen und werde maßlos überschätzt, habe Donald Trump gesagt.

Gramner atmete aus und lehnte sich erschöpft zurück. Abraham Lincoln, fügte er hinzu, sei, sofern man Trump unbedingt Glauben schenken wolle, keineswegs einer der fähigsten Präsidenten der USA gewesen und sei, sage Trump, bekanntlich einem Attentat zum Opfer gefallen, entsetzlich. 

Angela Radulescu, Toni Morrison 2008-2, CC BY-SA 2.0
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Sehnsucht und Illusion

Menschen | Zum Tod der Literatur-Nobelpreisträgerin Toni Morrison

»Die Sehnsucht nach einem Zuhause existiert zwar nach wie vor, aber es handelt sich dabei lediglich um eine Illusion. Und natürlich gibt es in Amerika nicht eben wenige, die ihr ganzes Leben auf diese trügerische Sehnsucht bauen, die niemals Realität werden kann«, hatte Toni Morrison, Nobelpreisträgerin des Jahres 1993, vor fünf Jahren in einem Interview mit der ›Welt‹ Auskunft über ihr disparates Verhältnis zu ihrem Heimatland gegeben. Sie war umstritten und streitbar, aber nach ihr wurde keinem US-Autor mehr die bedeutendste Auszeichnung der literarischen Welt zuteil. Von PETER MOHR 

Grea Whale
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Von Sut und Chopin

TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Von Sut und Chopin

Der Ausguck streckte sich im Sand und räkelte sich. Er hatte lange herumgeturnt, er war erschöpft, Salto, Handstandüberschlag, nichts Neues für ihn, doch hier, in der Ojo de Liebre, war es unvergleichlich.

Thimbleman stand auf und kam Schritt für Schritt aus dem Wasser.

Schwimmen, was für ein Unfug, dachte der Ausguck. Unmöglich. Wer ginge denn freiwillig ins Wasser. 

Brigitte Kronauer (2016) Foto: (c) Juergen Bauer
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Schreiben mit dem Weitwinkel

Menschen | Zum Tod der Georg-Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer

›Eigentlich ist man als Schriftsteller immer froh, wenn sich Wahrnehmungen verändern. Man darf sich bloß nicht in einen blöden Sog bringen lassen‹, hatte Brigitte Kronauer im letzten Jahr in einem FAZ-Interview auf die Frage nach möglichen Problemen mit dem Älterwerden erklärt. Von PETER MOHR 

Oskar Maria Graf
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Ein richtiger Mensch

Menschen | Zum 125. Geburtstag von Oskar Maria Graf

»Europa ist zweifellos die Wiege der Kultur. Aber man kann nicht sein ganzes Leben in der Wiege verbringen«, hatte einmal der Schriftsteller Oskar Maria Graf erklärt. Seine Abkehr von der »Wiege« hatte er sich gewiss anders vorgestellt. Vor den Nazis flüchtete er in die USA, kehrte später kurz nach Deutschland zurück, um dann wieder den Weg über den großen Teich zu wählen. Ein Porträt von PETER MOHR 

Navajo Yebichai
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Termoths Rituale

TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Termoths Rituale

Weshalb nimmt er das so wichtig?

Woher soll ich das wissen? Frag nicht so viel.

Es beschäftigt mich eben.

Was denn überhaupt?

Er sagt nicht wiederherstellen, sondern wieder erschaffen.

Von wem redest du, Thimbleman, du gehst mir aufs Gemüt.

Du weißt es also selbst nicht, Ausguck?

Sag schon.

Wir reden von Termoth. 

Roger Eberhard, Bernhard Schlink, CC BY-SA 3.0
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Schuld ist ein Lebensthema

Menschen | Zum 75. Geburtstag des Schriftstellers Bernhard Schlink am 6. Juli

»Schuld ist ein Lebensthema. Es ist nicht das Lebensthema, und es ist auch nicht das Thema meiner Bücher, sondern nur eines«, erklärte Bernhard Schlink vor einem Jahr in einem Deutschlandfunk-Interview. Kein Wunder, da sich versierter Jurist und passionierter Erzähler irgendwann in der Person Schlink getroffen haben. Ein Porträt von PETER MOHR 

Bachmannpreis 2018
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Klassentreffen der Buchverrückten

Literatur | 43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt

Man kann ihn per Livestream verfolgen, chipsknabbernd am TV mitfiebern oder sich einen begehrten Sitzplatz am Austragungsort im ORF-Theater erkämpfen. Beim Bachmannwettbewerb (in diesem Jahr vom 26. bis 30. Juni 2019) treten an: vierzehn lesende Autoren aus drei Ländern, sieben diskutierende Juroren und zwei charmante Moderatoren. Auf dem Spiel stehen fünf Preise in der Gesamthöhe von über 60.000 Euro, nebst einem Stadtschreiberstipendium – und die Hoffnung auf den Startschuss für die ganz große Karriere. INGEBORG JAISER ist an den Ort des Geschehens gepilgert. 

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