/

Folkdays aren’t over – Douglas Dare

Musik | Douglas Dare – Whelm

Feinnerviges von Douglas Dare – gehört von TINA KAROLINA STAUNER

douglas_dare_whelm_coverMit Klavier, Elektronik und Stimme hat der Songwriter Douglas Dare mit ›Whelm‹, ein sehr eigenwilliges, etwas manieristisches Debut aufgenommen: Von minimalistischen Songs zur Klavierbegleitung gesungen bis hin zu mit Effekten verfremdetem Songmaterial. Eine spannende Weiterentwicklung von traditionellem Songwritergut. Es gibt karge und dramatische Momente, tendenziell postmoderne Fragmente und avantgardistische Elementen in seinem Songmaterial.

Der Engländer Douglas Dare ist ein vielversprechender Pianist. Und er hat auch als Songwriter etwas zu sagen. Manche Songs sind autobiografisch, manche sind vom Beobachten inspirierte Geschichten und manche sind reine Fiktion. Die Verbindung, die er zur jeweiligen Geschichte hat, die die Lyrics erzählen, ist wichtig für Dare. Über das Thematische der Lyrics von ›Whelm‹, teilt Dare mit: »…I realised the restless nature of humans and the erratic emotions I’d written about could be linked to water and more specifically the sea. I grew up in the coastal town of Bridport, Dorset; the sea was this constant thing in my life… «

| TINA KAROLINA STAUNER

Titelangaben
Douglas Dare – Whelm (Erased Tapes)

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Verloren im Toten Meer

Nächster Artikel

Irgendwie pathologisch

Weitere Artikel der Kategorie »Debüt«

Schuld und Sühne

Roman | Alastair Bruce: Die Wand der Zeit Alastair Bruce wagt sich in seinem Erstlingsroman gleich an die großen Themen der Menschheit. Schuld, Sühne, Verantwortung, Moral, Menschlichkeit, darum geht es in der Wand der Zeit. Es ist eine erstaunliche Parabel über die Grundsteine des Menschseins und darüber, ob sich an ihnen rütteln lässt. VIOLA STOCKER ließ sich in eine weit entfernte Zukunft entführen.

Angst, Hunger und Durst

Roman | Jesús Carrascos: Die Flucht Jesús Carrascos glänzendes Romandebüt Die Flucht. Von PETER MOHR

Mit dem Schwarzgeld aus dem Paradies

Roman | Martin Lechner: Kleine Kassa

Der Salzburger Residenz Verlag überrascht – beinahe möchte man sagen wie immer mit gewohnter Zuverlässigkeit – mit einem außergewöhnlichem Roman. Der aus Norddeutschland stammende Schriftsteller Martin Lechner hat mit Kleine Kassa ein recht temporeiches und humorvolles Debüt vorgelegt, das zwar als »Heimatroman« auf dem Buchumschlag angekündigt wird, allerdings jegliche regionale Klischees und alle biedere Sentimentalität durchbricht. Von HUBERT HOLZMANN

Alles zerstört

Roman | Thilo Krause: Elbwärts

»Es gab ein reibendes Geräusch, ein dumpfes Schlagen und Schaben. Ich weiß nicht mehr, ob Vito schrie oder ob ich ihn nicht habe schreien hören«, heißt es im Romandebüt Elbwärts des 43-jährigen Thilo Krause, der in Dresden geboren wurde und seit einigen Jahren in Zürich lebt. Von PETER MOHR

Auf dem Pfad der Ungewissheit

Roman | Julia Deck: Viviane Élisabeth Fauville Der Debütroman Viviane Élisabeth Fauville der französischen Autorin und Journalistin Julia Deck ist zunächst nicht das, was er zu sein scheint – und ist es am Ende doch: ein klassischer Krimi. Allerdings liegt die Spannung nicht auf der Klärung des Mordfalls. Die Täterin ist schließlich von Beginn an bekannt – oder etwa nicht? Ein kriminalistisches Verwirrspiel gelesen von ANNA NISCH