/

Folkdays aren’t over – Douglas Dare

Musik | Douglas Dare – Whelm

Feinnerviges von Douglas Dare – gehört von TINA KAROLINA STAUNER

douglas_dare_whelm_coverMit Klavier, Elektronik und Stimme hat der Songwriter Douglas Dare mit ›Whelm‹, ein sehr eigenwilliges, etwas manieristisches Debut aufgenommen: Von minimalistischen Songs zur Klavierbegleitung gesungen bis hin zu mit Effekten verfremdetem Songmaterial. Eine spannende Weiterentwicklung von traditionellem Songwritergut. Es gibt karge und dramatische Momente, tendenziell postmoderne Fragmente und avantgardistische Elementen in seinem Songmaterial.

Der Engländer Douglas Dare ist ein vielversprechender Pianist. Und er hat auch als Songwriter etwas zu sagen. Manche Songs sind autobiografisch, manche sind vom Beobachten inspirierte Geschichten und manche sind reine Fiktion. Die Verbindung, die er zur jeweiligen Geschichte hat, die die Lyrics erzählen, ist wichtig für Dare. Über das Thematische der Lyrics von ›Whelm‹, teilt Dare mit: »…I realised the restless nature of humans and the erratic emotions I’d written about could be linked to water and more specifically the sea. I grew up in the coastal town of Bridport, Dorset; the sea was this constant thing in my life… «

| TINA KAROLINA STAUNER

Titelangaben
Douglas Dare – Whelm (Erased Tapes)

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Verloren im Toten Meer

Nächster Artikel

Irgendwie pathologisch

Weitere Artikel der Kategorie »Debüt«

Ready to Rumble/ Ready to Read!

Roman | Eduardo Halfon: Der polnische Boxer Südamerikanische Erzähler erzählen phantastische Geschichten wie Jorge Luis Borges, spielen mit Autobiografie wie Mario Vargas Llosa oder experimentieren mit der Struktur des Romans, wie man es von Julio Cortázar oder Roberto Bolaño kennt. Jetzt ist von Eduardo Halfon, einem Autor aus Guatemala, der erste Roman in deutscher Übersetzung erschienen: Der polnische Boxer – ein Text, der mit etwas unerhört Neuem aufzuwarten scheint. Eine Besprechung von HUBERT HOLZMANN

Schuld und Sühne

Roman | Alastair Bruce: Die Wand der Zeit Alastair Bruce wagt sich in seinem Erstlingsroman gleich an die großen Themen der Menschheit. Schuld, Sühne, Verantwortung, Moral, Menschlichkeit, darum geht es in der Wand der Zeit. Es ist eine erstaunliche Parabel über die Grundsteine des Menschseins und darüber, ob sich an ihnen rütteln lässt. VIOLA STOCKER ließ sich in eine weit entfernte Zukunft entführen.

Was vom Bade übrig blieb

Comic | Pierre Oscar Lévy/Frederik Peeters: Sandburg Die Zeit rennt davon, der Raum wird klein: Sandburg seziert das Miteinander unterschiedlicher Menschen in einer mysteriösen Extremsituation. Von CHRISTIAN NEUBERT

Leichen tropfen von den Bäumen

Roman | Stefanie vor Schulte: Junge mit schwarzem Hahn

Es gibt sie doch noch, die so rar gewordenen Momente, wenn man aus dem immer unüberschaubarer werdenden Berg an Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt auf ein echtes Juwel stößt, wenn man die berühmt-berüchtigte Stecknadel im Heuhaufen ausfindig gemacht hat. Die 47-jährige, mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Marburg lebende Stefanie vor Schulte hat uns mit ihrem Romanerstling Junge mit schwarzem Hahn einen solchen Glücksmoment beschert. Von PETER MOHR

Kurze und bündige Sprachspielereien

Roman | Markus Öhrlich: Die beste erstbeste Gelegenheit Nichts weniger als ein kleines, sich über achtundfünfzig Seiten erstreckendes Meisterwerk legt Markus Öhrlich mit seinem Debütroman Die beste erstbeste Gelegenheit vor, ein Meisterwerk lakonischer Sprachspielereien. Von RÜDIGER SASS