Folkdays aren’t over – Martina Eisenreich, Mulo Francel & Wolfgang Lohmeier

Musik | Martina Eisenreich, Mulo Francel & Wolfgang Lohmeier – Inka Moods

Inka Moods -A Porträt in Music mit u.a. den Musikern Martina Eisenreich, Wolfgang Lohmeier und Mulo Francel – Folklore und Magie des sagenumwobenen Inka-Volkes. Gehört von TINA KAROLINA STAUNER

INKA-DIGIPACK_170314_RZ.inddDie Komponistin, Violinistin und Produzentin Martina Eisenreich arbeitet für Theater, Hörspiel, Film und Fernsehen viel mit musikalischen Stimmungen und akustischen Landschaftsbildern. Sie mag Crossover aus klassischer Musik, Filmmusik, Weltmusik, Folk, Jazz und Rock.

Daher reizte sie die Idee, zusammen mit Wolfgang Lohmeier, Mulo Francel und weiteren Musikern und Bands wie Quadro Nuevo und Café del Mundo ein ganz persönliches Album mit Inka Moods zu schaffen. Eisenreich, die auch mit dem Martina Eisenreich Quartet veröffentlicht, ist die weibliche treibende Kraft des Inka-Projekts. Und der Percussionist Wolfgang Lohmeier teilt dazu mit: »Es inspiriert mich, einen musikalischen Raum mit der Magie fremder Völker zu verzaubern.«

Das ergibt bei Inka Moods ein Porträt des sagenumwobenen Inka Volkes. Fünftausend Kilometer entlang der Anden erstreckt sich das Inka-Reich in Südamerika. Zu entdecken gibt es aus dem musikalischen Kosmos dieser Kultur beispielsweise peruanische Volkslieder, chilenischen Gesang oder Flamencostimmung. Es geht um handgemachte Musik mit akustischen Instrumenten wie vor allem Saxophon, Viola, Violine, Indio-Flöte, Anden-Harfe, Charango und ein Sammelsurium Percussions. Die Inspiration für Inka Moods holten sich die beteiligten europäischen MusikerInnen bei Reisen durch Südamerika, schließlich waren auch eine ganze Reihe virtuoser Gastmusiker aus den Anden-Ländern bei dem Projekt dabei.

Der Sound von Inka Moods ist Weltmusik mit so etwas wie easy-listening-Touch. Leichtigkeit umweht die Songs und es sind Vibes, die beim Hören auf den Rezipienten überspringen. Vielleicht könnte und sollte manches noch authentischer übertragen werden und also tiefgängiger sein. Um Kontakt mit der musikalischen Inka-Kultur aufzunehmen und sich inspirieren zu lassen, manches über Inka-Musik zu erfahren, eignet sich das Album Inka Moods jedenfalls mit seinem entspannenden südamerikanischen Flair.

| TINA KAROLINA STAUNER

Titelangaben
Martina Eisenreich, Mulo Francel & Wolfgang Lohmeier – Inka Moods

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Helden ohne Strumpfhosen

Nächster Artikel

Ambitioniertes Programm

Weitere Artikel der Kategorie »Platte«

Introspection Is Overrated Anyway: New Album Reviews

Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world Now that we have moved to a monthly format I have had lots of time on my hands. Rather than trying to listen to numerous albums a day I have been able to take my time and get to know the nuances of some hand-picked gems. This month I will be dissecting some of the the best LPs to hit the shops so far this year. We have the haunted electronica of Pye Corner Audio, the emotion rich indie rock of Twilight Sad, the fuzz-filled psychedelica of

Songs for all and none

Musik | Interview | marc moraire: Songs for all and none

Pünktlich zum Herbstbeginn erschien am 22. September das neue Album des Musikers marc moraire. Erst 2020 erschien mit dem musikalischen Drama »The Story of Robert Volant« sein Debütalbum. Jetzt legt er mit ›songs for all and none‹ nach und überrascht direkt mit einer Besonderheitt: Während er sich in seinem ersten Album zwei Musiker:innen für den Gesang mit ins Boot genommen hatte, singt marc nun selbst. Spoiler: Das kann sich sehen bzw. hören lassen! Von den Texten, über die Instrumente und Aufnahmen, bis hin zu den Fotografien, die die herbstliche Stimmung des Albums unterstreichen, entstammt das Projekt damit komplett marc moraires Feder. SARAH SCHMITTINGER traf den Musiker auf einen Tee an einem seiner Lieblingsplätze, einer Parkbank, um über das Gewicht der Welt zu sprechen.

Tin Man Techno Tracks

Music | Tin Man: ›Ode‹ Statt mal wieder im ›Tractatus‹ von Ludwig Wittgenstein zu lesen, ist TINA KAROLINA STAUNER wie gelegentlich auf Forschung nach Neuem in der Technolandschaft. Auf der Suche nach wahrnehmbaren Veränderungen im Sounddesign von Detroit-Techno und artverwandten Genres und auffälligen Themen und Melodien im technoiden und hypnoiden Elektroniksound, der auch außerhalb der Club-Szene rezipiert und reflektiert werden kann.

Folkdays… Lambchop mit FLOTUS

Musik | Lambchop: FLOTUS »In the end I just really wanted to make a record that my wife would like,« verbreitet Kurt Wagner über seine aktuelle CD ›FLOTUS‹. Jedenfalls hat der 58-jährige Wagner, immerhin so was wie Musikergenius mit Lambchop, diese Veröffentlichung seiner Frau Mary gewidmet. Die Songs sind ein facettenreiches, komplexes Themenspektrum. Von TINA KAROLINA STAUNER

Begräbnis-Pop und die heilige Stromgitarre

Musik | Toms Plattencheck »Es war entsetzlich kalt; es schneite, und der Abend dunkelte bereits; es war der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in dieser Finsternis ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopfe und nackten Füßen.« So beginnt die märchenhafte Kurzerzählung ›Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern‹ von Hans-Christian Andersen. Und wo bleibt jetzt die Musik? Von TOM ASAM