/

Blätter

TITEL-Textfeld | Susanne Spielberger: Blätter

Grün, gelb, braun, Ast.
Wachsen, fallen, voller Hast
Schneiden in des Lebens Gast
Stunden, Tage, ohne Rast.

Volle Blüte, grüne Pracht.
Bäume, Blumen, Kräuter, erwacht.
Die Sonne küsst die Erde leicht
bis sie einer Blumenwiese gleicht.

Wind und Regen kehren ein.
Die Zeit vergeht, die Hoffnung klein.
Die Blätter tauschen ihr Gewand
und warten, auf was kommt, gespannt.

Kahl ragen sie, die Äst, empor
der Gast des Lebens – auch er fror.
Die Zeit, sie rinnt wie feiner Sand
bis sie kommt, die letzte Hand…

| SUSANNE SPIELBERGER

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Let me introduce you to a Sound called House: February new Singles reviewed

Nächster Artikel

Lügenbaroness

Weitere Artikel der Kategorie »Lyrik«

Purpurne Wolken und eine Armee von Raben

Kulturbuch | Heike Gfrereis: Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie

Purpurne Wolken und eine Armee von Raben. Das neue Marbacher Magazin begleitet klug, spannend und aufschlussreich eine Ausstellung über Friedrich Hölderlin, auf den sich wohl fast alle deutschen Dichter irgendwie und irgendwann bezogen haben, vor allem Paul Celan. Von GEORG PATZER

DIE HANDYS HOCH!

Lyrik | Martin Jürgens: DIE HANDYS HOCH!

Vom Bildermachen in
den Zeiten vor der
Pandemie

Die Sucht, die nie verging

Menschen | Neue Gedichte zum 85. Geburtstag des Schriftstellers Cees Nooteboom

Der poetische Weltenbummler Cees Nooteboom hat noch einmal eine neue Inspirationsoase gefunden. »Es ist kalt und nicht so angenehm, aber sehr schön, und die Nordsee ist sehr wild. Das war eine wunderbare Atmosphäre«, bekannte der niederländische Autor über die westfriesische Insel Schiermonnikoog. Dort und in seiner Zweitheimat Menorca sind die Verse des neuen Gedichtbandes ›Mönchsauge‹ entstanden. Ein Porträt von PETER MOHR

Zu Papier gebracht

Lyrik | Peter Engel: Gedichte Zu Papier gebracht Was durch den Kopf geht, flüchtig ist und davon will wie im Nu, auch was in den Fingerspitzen kribbelt und nicht weiß warum, was wie ein Einfall von Licht durch den Raum stiebt ohne Ziel oder die wirbelnden Flocken von allerlei Stäuben im Eck, was vielleicht ein Gedanke ist, der gerade erst entsteht und sich selbst noch nicht ganz kennt, gleichfalls ein kaum zu hörender Ton, der noch nicht durchgeformt ist, und meine unvollkommenen Zeilen mit dunklem Gehalt, alles wird hier zu Papier gebracht.