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Neu

Roman | Candice Fox: Die Eden-Archer-Trilogie

Mörder sind die besten Mordermittler

Krimi/Neu/Roman

Roman | Candice Fox: Die Eden-Archer-Trilogie

So oft passiert es nicht, dass einen eine Debütantin im Thriller-Genre so richtig umhaut. Zuletzt haben mich die Polizeiromane der Tana French so staunen lassen – aber die spielen in einer ganz anderen Welt und sind gewissermaßen auch realitätsverhafteter als das, was uns die Australierin Candice Fox in ihrer im Original 2014, 2015 und 2016 erschienen, mehrfach preisgekrönten Trilogie um das Polizisten-Geschwisterpaar Eric und Eden Archer, ihren Kollegen Frank Bennett und ihren Ziehvater Heinrich Archer alias Hades erzählt. Von DIETMAR JACOBSEN
Robin Stevenson Der Sommer, in dem ich die Bienen rettete

Blinder Aktionismus – und die Folgen

Jugendbuch/Neu

Jugendbuch | Robin Stevenson: Der Sommer, in dem ich die Bienen rettete

Betrachtet man die Welt, kann einer schon angst und bange werden. Boden, Meer, Wälder, Flüsse, Tiere und auch noch die Politik, alles scheint im Untergang begriffen. Dagegen muss etwas getan werden, jetzt und auf der Stelle! Die Folgen von blindem Aktionismus sind jedoch nie die, die man erwartet hat. Robin Stevenson zeigt schmerzhaft deutlich, wie und warum das so ist. Von MAGALI HEISSLER
Ziegler - der schmale Grat der Hoffnung

Eine menschliche Dimension

Gesellschaft/Neu/Sachbuch

Gesellschaft | Jean Ziegler: Der schmale Grat der Hoffnung

Armageddon kennen wir als den biblischen Ort der finalen Schlacht zwischen den Mächten des Guten und des Bösen, und Jean Ziegler sieht die Menschen in der Endphase eines globalen Klassenkampfes. Auf der einen Seite stehen die paar Oligarchen, die transnational die ökonomischen Abläufe beherrschen und steuern, auf der anderen Seite der Rest der Menschheit. Von WOLF SENFF
Javier Marias - Keine Liebe mehr

Wenn der Sprachlehrer zur Spitzhacke greift

Kurzprosa/Neu

Kurzprosa | Javier Marias: Keine Liebe mehr

»Je älter ich werde, desto weniger Gewissheiten habe ich«, erklärte der spanische Schriftsteller Javier Marías kürzlich in einem Interview. Vor ziemlich genau zwanzig Jahren war er nach Erscheinen der Übersetzung seines Romans ›Mein Herz so weiß‹ von Marcel Reich-Ranicki im »Literarischen Quartett« des ZDF für den deutschen Sprachraum entdeckt worden. Von PETER MOHR

Allgemein/Neu
Roman | Tom Cooper: Das zerstörte Leben des Wes Trench Tom Coopers Debütroman ›Das zerstörte Leben des Wes Trench‹ ist ein aggressiv männlicher Aufschrei aus einer geplagten Region. Bis zuletzt spannend beleuchtet er das hoffnungslose Leben in den Sümpfen Louisianas nach dem Wirbelsturm Katrina und einer Ölpest. Dabei vermischen sich Klischees von Coming-of-Age-Romanen, klassischen Abenteuergeschichten und filmische Eindrücke aus zeitgenössischen Thrillern. VIOLA STOCKER versuchte, nicht zu versumpfen. Tom Cooper -Wes TrenchAllerdings wird man im Lauf der Lektüre auch mit Widersprüchlichkeiten konfrontiert. Eine davon ist die Titelgebung. ›Das zerstörte Leben des Wes Trench‹ ist genau sowenig zerstört, wie Wes Trench die Hauptfigur im Roman ist. Schade, dass der Übersetzer sich hier nicht enger an den Originaltitel ›The Marauders‹ gehalten hat. Denn letztendlich ist es das, was geschieht: Verschiedene, zerstörte und marodierende Männer kreuzen immer wieder den Dunstkreis eines Jungen, der gerade erwachsen wird. Zivilisation und Natur Cooper bemüht viele Metaphern, wenn er die Schicksale seiner Protagonisten schildert. In der Barataria kämpfen die Überlebenden des Wirbelsturms gegen vieles. Gegen den finanziellen Ruin, die unbarmherzige Natur, ihre eigene Gleichgültigkeit. Wes Trench hat im Wirbelsturm aufgrund der Sturheit seines Vaters, die diesem ansonsten im Kampf gegen die Sümpfe immer geholfen hatte, seine Mutter verloren. Ein Kindheitstrauma wird verallgemeinert.
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