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Neu

Doris Runge - man könnte sich ins blau verlieben

»hier war doch« was – Magie der Sprache en miniature

Lyrik/Neu

Lyrik | Doris Runge: man könnte sich ins blau verlieben

Doris Runge, die Grande Dame der poetischen Wortkunst, hat ihren neuen Lyrikband ›man könnte sich ins blau verlieben‹ im Göttinger Wallstein Verlag vorgelegt. Sie besingt die feinsinnigen, zauberhaften Zwischenwelten, die uns im Alltag nicht so leicht in den Sinn kommen, obgleich es wohl gerade die scheinbar so leisen Zwischentöne sein dürften, die unser Leben wertvoll machen. Von HUBERT HOLZMANN
Chris Niedenthal 1989: The year of hope

1989 – ein Jahr in Bildern

Menschen | Chris Niedenthal 1989: The year of hope

Chris Niedenthal war der erste und lange Zeit einzige akkreditierte Fotojournalist, der in der ehemaligen Sowjetunion für westliche Medien arbeitete. Niemand sonst erlebte die letzten Monate vor dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Fall der Mauer so nah wie er.
Nun hat der britisch-polnische Fotograf einen Bildband veröffentlicht, in dem er die wichtigsten Fotos aus dem Wendejahr zusammenfasst. Von FLORIAN STURM

Allgemein/Neu
Roman | Tom Cooper: Das zerstörte Leben des Wes Trench Tom Coopers Debütroman ›Das zerstörte Leben des Wes Trench‹ ist ein aggressiv männlicher Aufschrei aus einer geplagten Region. Bis zuletzt spannend beleuchtet er das hoffnungslose Leben in den Sümpfen Louisianas nach dem Wirbelsturm Katrina und einer Ölpest. Dabei vermischen sich Klischees von Coming-of-Age-Romanen, klassischen Abenteuergeschichten und filmische Eindrücke aus zeitgenössischen Thrillern. VIOLA STOCKER versuchte, nicht zu versumpfen. Tom Cooper -Wes TrenchAllerdings wird man im Lauf der Lektüre auch mit Widersprüchlichkeiten konfrontiert. Eine davon ist die Titelgebung. ›Das zerstörte Leben des Wes Trench‹ ist genau sowenig zerstört, wie Wes Trench die Hauptfigur im Roman ist. Schade, dass der Übersetzer sich hier nicht enger an den Originaltitel ›The Marauders‹ gehalten hat. Denn letztendlich ist es das, was geschieht: Verschiedene, zerstörte und marodierende Männer kreuzen immer wieder den Dunstkreis eines Jungen, der gerade erwachsen wird. Zivilisation und Natur Cooper bemüht viele Metaphern, wenn er die Schicksale seiner Protagonisten schildert. In der Barataria kämpfen die Überlebenden des Wirbelsturms gegen vieles. Gegen den finanziellen Ruin, die unbarmherzige Natur, ihre eigene Gleichgültigkeit. Wes Trench hat im Wirbelsturm aufgrund der Sturheit seines Vaters, die diesem ansonsten im Kampf gegen die Sümpfe immer geholfen hatte, seine Mutter verloren. Ein Kindheitstrauma wird verallgemeinert.
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