Sanna Kurki-Suonio: The Unparalleled System

Musik | Sanna Kurki-Suonio: The Unparalleled System

Die unkonventionelle Finnin Sanna Kurki-Suonio spielt und performt akustischen und elektronischen Indiefolk in Verbindung mit experimenteller Rockmusik und bluesigem Feeling. Von TINA KAROLINA STAUNER

Sanna Kurki-Suonio The Unparalleled SystemDie Musikerin ist versiert bis hin zu Opernprojekten und verfügt über eine souveräne, facettenreiche Gesangsstimme. ›The Unparalleled System Of Sanna Kurki-Suonio‹, instrumentiert mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards und Mundharmonika, findet sich genreübergreifend zwischen Tradition und Avantgarde und die Musikerin ist ebenso versiert in Archaischem wie in Zeitgemäßem.

Sie ist in spannungsreichen Soundexperimenten, die sie vor mehr als zwei Jahrzehnten mit ihrer schwedischen Band Hedningarna begonnen hat. Sanna Kurki-Suonio’s derzeitiger Prodzent Risto Ylihärsilä komponierte auch in anderen Projekten schon umfangreich Filmsoundtracks.

Neben eigenen Lyrics über schwerpunktmäßig Liebe verarbeitete Kurki-Suonio Teile des finnischen Epos Kanteletar, Volksweisen aus Karelien und Gedichte der finnischen Autoin Aulikki Oksanen. Improvisierend spielt Kurki-Suonio neuerdings auch zusammen mit Armeniern, Australiern und Engländern in dem Kreativ-Kollektiv SANS. Immer in spannenden Folksoundwelten.

| TINA KAROLINA STAUNER

Titelangaben
Sanna Kurki-Suonio: The Unparalleled System
Label: Westpark Music/Indigo

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Getrieben von Hurerei und Wollust

Nächster Artikel

Keine Patentrezepte

Weitere Artikel der Kategorie »Platte«

Neulich, im September (II)

Musik | Toms Plattencheck Musiker und Produzent Niklas Worgt und seine singende Model-Partnerin Eva Padberg melden sich zum vierten Mal mit einem Album unter dem Banner Dapayk & Padberg zu Wort. Stark inspiriert wurde Smoke von einem Schottlandaufenthalt. Nieselregenwetter und Kaminstimmung machten nicht nur Lust auf Rauchwaren und Whisky, sondern scheinen auch für eine weitere Abkehr von Minimal-Sounds und Dancefloor-Orientierung mit sich gebracht zu haben. Smoke bringt mehr songwriterhafte Intimität ins Spiel, arbeitet mit klassischen Streichern, eingängigen Pop- und gefühlvollen Post-Dubstep-Momenten. Dabei gelingt es, den Tracks genau die richtige Stimmung einzuhauchen, um sie zu Dauerbrennern im nebligen Herbst zu machen.

Keine Atempause – Musik aus Düsseldorf

Kulturbuch | Musik | S.Dreyer, M. Wenzel, T. Stelzmann: Keine Atempause – Musik aus Düsseldorf Wenn ich heute an meine Kindheit zurückdenke, so erinnere ich mich vor allem daran, abends zusammen mit meiner um fünf Jahre älteren Schwester auf dem Boden zu sitzen, Canasta zu spielen und dabei Platten zu hören. Beinahe das ganze Jahr 1977 lang waren dies allabendlich nur zwei Schallplatten im Wechsel: Low von Bowie und Trans Europe Express von Kraftwerk. Seitdem ist mir die Musik der selbsternannten Musikarbeiter aus Düsseldorf ans Herz gewachsen. STEFAN HEUER über das neu erschienene Musikbuch Keine Atempause – Musik aus Düsseldorf

Die letzte Rockband

Musik | Ottar Gadeholt über die mythologische Seite von Guns N’Roses (Teil I) »You know where you are? You’re in the jungle, baby. You’re gonna diiiieeeeeee.« Zwar sind sie in manchen Kreisen immer noch populär, ich kenne aber keine Rockband, über die so viel gelästert wird wie über Guns N’Roses. U2 könnte man vielleicht aufzählen, oder Coldplay; es ist aber in der Regel nicht die Band U2, über die man sich aufregt, es sind eher PR-Geilheit, Selbstgerechtigkeit und Heuchelei, die Eiter und Galle hervorrufen. OTTAR GADEHOLT nähert sich dem Rockphänomen Guns N’Roses. Im ersten Teil geht es um die Frage,

Funky, Funky

Oldschool, Newschool…any School. Funky Music – vorgestellt von TOM ASAM