Folkdays … Theatralische Songgebilde

Musik | Rebecka Törnqvist: Home Secretary

Den fantastischen Songwelten von Björk und Kate Bush, den Folkpop-Perlen von Sally Oldfield, den Avant-Sounds von Laurie Anderson benachbart ist Rebecka Törnqvists farbenreiches Songwriting. TINA KAROLINA STAUNER lauscht ihren bizarren Kompositionen.

Rebecka Törnqvist Home SecretaryDie in Skandnavien und Afrika beheimatete Musikerin verschmilzt nördliches und südliches Feeling. Und Jazz, Folk, Pop und Rock verschachteln sich in ihren Liedern zu einer akustischen Einheit mit coolen perkussiven Rhythmen und ambienthaften Electronik-Flächen. Als wichtiger Partner arbeitete der Komponist, Multiinstrumentalist und Produzent Johan Lindström mit facettenreicher Instrumentierung an der Ästhetik der Musikwelt von ›Home Secretary‹ mit.

Rebecka Törnqvist erschuf mit ihren Mitmusikern Musikstücke wie exotische Blüten im Grenzbereich von Pop und Jazz. Die bizarren Songgebilde und theatralischen Soundszenen mit wunderschönen Melodien stammen aus jahrzehntelanger Musikererfahrung der über 50-jährigen Soundbastlerin.

Das CD-Cover meint so etwas wie künstliche Intelligenz und die Kompositionen scheinen wie musikalische Fabelwelten. Die natürliche Kreativität des Menschen und technische Geräte ergeben im Zusammenspiel in Hörbildern und Tongebilden jazzig-leichten Folkpop. In der Sphäre dieser feinteiligen Tracks und variationsreichen Musikfiguren lässt es sich ganz gut chillen.

| TINA KAROLINA STAUNER

Titelangaben
Rebecka Törnqvist: Home Secretary
(Moule/Broken Silence)
| Erwerben Sie diese CD portofrei bei Osiander

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Götter-Dämmerung

Nächster Artikel

Ein Roadtrip zu sich selbst

Weitere Artikel der Kategorie »Platte«

Großstadt-Klangkleingärten des Indie-Rock

Musik | The Town Heroes: ›Everything‹ / Juanita Stein ›Get Back To The City‹ Einfach mal Songwritern zuhören, die wie Typen aus dem Nachbarschaftsviertel wirken: Das sind die Indie-Rocker The Town Heroes aus Halifax in Kanada. Könnte man doch schon lang mal vorbeischauen. Demnächst sind sie in Deutschland auf Bühnen. Mit grobkörnigem Songmaterial, fein abgestimmten Harmoniegesängen und gitarrenlastig ausgefeilten Arrangements. Dazu garnieren sie nun auch ironisches Gehabe. Von TINA KAROLINA STAUNER

In praise of dumb flesh: May new albums reviewed. Part 1

Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world After what felt like the drought of all droughts May has produced a wave of killer releases that stir both heart and soul. While previous months have seen this writer retreat into the nostalgic warmth of late 70s post-punk and mid 90s trip hop, May has convinced me to come out of my self-imposed exile and embrace the joys of the new with glee. By JOHN BITTLES

Folkdays… Kernochan’s Garden of Eden

Musik | Lesley Kernochan: The Hummingbird Revolution

»This is the Hummingbird Revolution, this is a prayer for peace.« … »The little hummingbird is a warrior, with the largest heart relative to its bodysize of the animal kingdom.« Dies lässt die Singer Songwriterin Lesley Kernochan verkünden. Von TINA KAROLINA STAUNER

Einfach weniger als mehr

Musik | Bill Frisell und Thomas Morgan: Small Town Am Jahresende mal jedem Stress und jeder Hektik entfliehen: Vielleicht in Kleinstädtisches und aufs Land mit Bill Frisell und Thomas Morgan. Jazziges und Country-Bluesiges in Sounds aus kontemplativen Gitarrenlinien und Gitarrenflächen in atmosphärischen Soundlandschaften. Von TINA KAROLINA STAUNER

A Girl walks home alone at night with her headphones on: June’s New Singles Part 1.

Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world After watching the above movie I was feeling a little traumatised, so I decided to keep my mind off vampiric women by immersing myself within the world of new singles and EPs. Luckily, there have been a string of fantastic new releases this month that are so good they, temporarily at least, proved a welcome respite from shivering in a lighted room wondering if she was going to come for this »bad boy«. By JOHN BITTLES