Hunde vor der Kamera

Sachbuch | Anna Auerbach: Hundefotografie

Irgendwie ist die Situation ja doch ein wenig ähnlich: Babys und Kleinkinder fotografiert man sicher weitaus öfter als Freunde und Bekannte, und gleich danach kommt der vierbeinige Hausgenosse, zumal wenn frisch angeschafft oder noch in »Welpenformat«. Leidenschaft mit wachsendem fotografischem Können zu vereinbaren, das ist das Ziel dieses sehr ausführlichen Buches. BARBARA WEGMANN überlegt, sich nach der Lektüre vielleicht einen Hund anzuschaffen, die Kamera wäre da …

HundefotografieIhr wichtigstes Anliegen sei es, so schildert es die Autorin im Vorwort, dass der Hund auf einem Foto so eingefangen werde, wie er tatsächlich sei – »dass er darauf einen großartigen, wachen Ausdruck zeigt und man seine Lebensfreude, seine Anmut oder die Beziehung zu Frauchen oder Herrchen förmlich spüren kann.« Ein hohes Ziel, wenn man noch etwas lernen muss, sei es in der Hundeerziehung oder in der Fotografie …

Schön, dass das übersichtlich gegliederte Buch für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen geschrieben wurde. Auf 275 Seiten Schritt für Schritt also üben, probieren und lernen Sie gemeinsam mit ihrem Hund, denn er ist es schließlich, der hier zum Model wird und die »Hauptperson«, pardon, der Hundestar auf ihrem Foto werden soll.

Unabhängig von einer natürlich entsprechend qualifizierten Kameraausrüstung, den Objektiven, der geeigneten »Shootinglocation« und einem fotografischen Grundwissen, sollte man auch Leckerlis und einen Helfer mitnehmen. »Bei fremden Hunden ist das meist gegeben, denn in der Regel wird Sie der Halter begleiten.« Ihm wird es problemlos gelingen, den Hund zum Beispiel in die gewünschte Richtung schauen zu lassen und gerade bei Bewegungsbildern ist der zweite Mann Gold wert!

Große Geduld ist bei Schnappschüssen von Welpen angesagt, wobei man angesichts von Tapsigkeit, verliebten Hundeblicken und großen Knopfaugen das Fotografieren fast vergessen könnte. »Auf keinen Fall sollte man einen Welpen zu irgendetwas zwingen oder ihm Angst machen.« Egal, ob es eine Porträt- oder Bewegungsfotografie werden soll, ob ein Hundebild voller Situationskomik entsteht oder ein unvergesslicher und sprechender Hundeblick eingefangen wird, die vielen Aufnahmen im Buch präsentieren anschaulich alle Möglichkeiten, geben dazu Tipps für die richtigen Einstellungen, die optimale Position des Fotografen, gute Lichtverhältnisse und die beste Tageszeit.

Wie unterschiedlich können Fotos sein: der Hund von oben, aus Herrchens Perspektive aufgenommen, aus dem Sitzen vor dem Hund oder vor dem Vierbeiner liegend leicht nach oben fotografiert, Sie werden sofort den Unterschied entdecken und genau wissen, welches Foto ihnen am besten gefällt! Übrigens ist sich die Autorin sicher: Auch die Hunde können viel Spaß am Foto- Shooting haben, besonders dann, wenn Sie immer daran denken: »Bleiben Sie geduldig, wenn es mal nicht ganz so funktioniert wie geplant.«

| BARBARA WEGMANN

Titelangaben
Anna Auerbach: Hundefotografie
Die besten Tipps für das perfekte Hundefoto
dpunkt.verlag 2020
| Erwerben Sie dieses Buch portofrei bei Osiander
278 Seiten, 34,90 Euro

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