/

Der Dezember wird rockig

Live | Bühne: Rock of Ages

›Rock of Ages‹ kommt erstmals nach Deutschland. Mit im Gepäck haben die Darsteller viel ironische Rock-Nostalgie der 80er Jahre. Die Liebesgeschichte von der Kleinstadtschönheit Sherrie und dem Großstadtrocker Drew ist voller Tempo, Witz und Rebellion am legendären Sunset Strip von L.A. ANNA NOAH freut sich auf die Uraufführung.

»Rock-Ohrwürmer«

Mit Rock-Ohrwürmern wie ›The Final Countdown‹, ›Here I Go Again‹ und ›I Wanna Know What Love Is‹ sowie einer Live-Band erinnert ›Rock of Ages‹ schwer an ein Mixtape der 80er. Die Story: Sunset Strip 1987 – Drew arbeitet im Bourbon Room als Aushilfe und hofft vom großen Durchbruch mit seiner Musik. Er verliebt sich in Sherrie, die der große Traum von Hollywood nach L.A. zog und verschafft ihr einen Job als Kellnerin in seinem Club.

Doch die Stadtverwaltung hat ambitionierte Pläne für die Neugestaltung des Strips und somit dem Bourbon Room den Kampf angesagt. Der Auftritt des exzentrischen Rockstars Stacee Jaxx soll die Öffentlichkeit für die Erhaltung des Clubs sensibilisieren und – natürlich – Geld in die Kassen spülen.
Dann beginnt die eigentliche Geschichte, die Sherrie in ein Strip-Lokal und Drew zu einer Boyband führt, bevor alles ganz anders kommt …

Das Feeling der 80er

»Rock of Ages« entstand 2005 mitten in der Clubszene von Los Angeles. Es ist eine Hommage an die Rockmusik früherer Jahrzehnte. Und die kommt beim Publikum gut an. Das Musical aus der Feder von Chris D’Arienzo wurde gleich nach der Uraufführung zu einem Hit. Es folgten über 2000 Vorstellungen am Broadway.

2012 kam eine Filmadaption in die Kinos und wurde mit Stars wie Tom Cruise, Catherine Zeta-Jones und Alec Baldwin besetzt. Seit vielen Jahren rockt das Musical regelmäßig im Londoner West End und dieses Jahr kommt es vom 04.-09.12.18 nach Deutschland.
Schnell sein lohnt sich.

| ANNA NOAH
| FOTO: RICHARD DAVENPORT

Showangaben
Rock of Ages (BB Promotion)
Cast:
Drew – Luke Walsh; Sherrie – Jodie Steele
Stacee Jaxx – Sam Ferriday; Lonny – Lucas Rush
Buch: Chris D’Arienzo

Ihre Meinung

Your email address will not be published.

Voriger Artikel

Flucht in ein freies Leben

Nächster Artikel

Verbotene Liebe in Trance und Schlafanzug

Weitere Artikel der Kategorie »Bühne«

Koketterie und Emanzipation

Bühne | Wiener Blut von Johann Strauß »Du süßes Täuberlein, komm‘ zum Stell-Dich-Ein. Ich bitt‘ Dich, mein, sag‘ nicht nein«, singt Balduin Graf Zedlau (insgesamt überzeugend: Dirk Konnerth) und tanzt galant über den Bühnenboden, bevor er sich mit dem Kammerdiener Josef (charmant, ausdrucksstark und gesanglich on top: Philipp Werner) zusammen tuschelt über die Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts amüsiert. Von JENNIFER WARZECHA

Dit is Berlin

Bühne | Kabarett: 31. Geburtstag der Berliner Kabarett Anstalt Es war ein bunter Eindruck ihres Gesamtprogramms, was die ›Berliner Kabarett Anstalt‹, kurz BKA, zu ihrem 31. Geburtstag in Form kurzer Szenen-Einblicke auf die Beine – und Bühne – stellte. ANNA NOAH über eine vielseitige und interessante Revue.

»Das willst du nicht wissen«

Bühne | Joe Sutton: ›Komplize‹ im Hamburger Theater das Zimmer Die Wahrheit ist ein gefährliches Gut – das muss auch Journalist Ben erkennen, als er geheime US-Regierungsmethoden aufdeckt und angeklagt wird. Die Preisgabe seiner Quelle kann ihn und seine Familie retten, doch der Preis ist hoch. Von MONA KAMPE

Getanzte Bilder einer Ausstellung

Bühne | Show:Flying Pictures Wie würden musikalische Bilder aussehen, wenn sie von Tänzern zum Leben erweckt werden? Für die neue Inszenierung »Flying Pictures« der Breakdance-Gruppe Flying Steps holten sie sich das brasilianische Künstlerduo Osgemeos mit ins Boot. Einst Straßenmaler in Brasilien bereichern ihre übergroßen Figuren nun die ungewöhnliche Tanzdarbietung. Die deutsch-indischen Komponisten Vivian und Ketan Bhati sorgen erneut dafür, dass die klassische Musik erkennbar bleibt, aber trotzdem urban tanzbar wird. ANNA NOAH will herausfinden, wie gut Osgemeos Kunst, Mussorgskis Musik und Breakdance zusammenpassen.

Wenn zwei sich streiten

Bühne | Theater Das Sandkorn: ›Tatort – so isch's wore!‹

Armin (ein bisschen träge und gemütlich, aber zwischendurch sehr eloquent: Winnie Bartsch) sitzt im Sessel und liest ein Buch. Seine Ehefrau Renate (emanzipiert, selbstbewusst und auch nicht um Worte verlegen: Ute Merz) sitzt auf dem Sofa, die Fernbedienung und abwechselnd ein Glas Prosecco oder Wein in der Hand. Ausgerechnet kurz vor der besten Sendezeit zum ›Tatort‹ kommt die Frage aller Fragen auf: Hat er sie betrogen oder nicht? Von JENNIFER WARZECHA