Roman | Gregor Sander: Troja, später Nachmittag
So könnte es sich angefühlt haben: das goldene Licht, die tiefstehende Sonne, der dichte Staub. Eine Momentaufnahme aus Troja, später Nachmittag. Wer da gräbt (und graben lässt) ist sich sicher: »Schreibe ich hier nicht Geschichte, zwar nicht wie der große Dichter mit geflügelten Worten, sondern mit Spaten, Hacke und Schubkarre im Schweiße meines Angesichts? Um schließlich das zu entdecken, was der Staub der Jahrtausende bedeckte?« Gregor Sander lässt das ereignisreiche Leben Heinrich Schliemanns wieder aufleben – temporeich, beschwingt und voll rasanter Wendungen. Von INGEBORG JAISER

