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Krieg - page 2

Posted on in Jugendbuch

Vertreibungen

Jugendbuch | Daniel Höra: Das Schicksal der Sterne

»Flucht« nennt man es, in Artikeln, in Berichten in Radio und Fernsehen, im Gespräch. »Flüchtlinge« heißen die Betroffenen, dabei flüchten sie meist gar nicht, sondern werden vertrieben. Daniel Höra, ein Jugendbuchautor, der sich sogenannter aktueller politischer Themen annimmt, hat sich in seinem neuesten Buch zu Vertriebenen gestern und heute geäußert. Von MAGALI HEISSLER  

Posted on in Comic

Das Trauma von Abu Ghraib

Comic | J. Hill, J. Ciaramella, V. Malhotra: Thumbprint

»Mein Name ist Private First Class Mallory Grennan und dies ist mein Geständnis.« ›Thumbprint‹ ist die Comicadaption einer Kurzgeschichte von Joe Hill, in der versucht wird, in die seelischen Abgründe jener braven Soldaten zu blicken, die in Abu Ghraib für ihr Land gefoltert haben. BORIS KUNZ hat sich mit dem Album beschäftigt.  

Posted on in Kulturbuch/Sachbuch

Historische Arbeit mit Gegenwartsbezug

Kulturbuch | Dierk Walter: Organisierte Gewalt in der europäischen Expansion

Dierk Walter mischt die Vergangenheit auf und man kann dem so gar nichts entgegenhalten. Europa als Friedensmacht? Die Freie Welt als Vorbild? Nein, kommt nicht vor. Dierk Walter widmet sich der »politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machtprojektion«, ausgehend vom »kapitalistischen Zentralstaat der westlichen Moderne«. Von WOLF SENFF  

Posted on in Comic/Porträt & Interview

Der neugierige Defätist

Interview | Comic-Zeichner Joe Sacco im Gespräch

Er war neben Tardi einer der prominentesten internationalen Gäste auf dem diesjährigen Comic-Salon in Erlangen: Joe Sacco, der Comic-Reporter, der mit seinen gezeichneten Berichten aus Palästina, dem Gaza-Streifen, dem Irak oder Bosnien eindrucksvoll bewiesen hat, dass gezeichnete Dokumentationen einer fotografischen oder filmischen Berichterstattung nicht nur in nichts nachstehen, sondern ihr in manchen Punkten überlegen sind. BORIS KUNZ hat mit ihm über sein Weltkriegs-Panoramabild und die Absurditäten des Krieges gesprochen.  

Ulrike Scheffer / Sabine Würich: Operation Heimkehr
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Wider die Ahnungslosigkeit

Menschen | Ulrike Scheffer / Sabine Würich: Operation Heimkehr

120.000 »Entsendungen« von deutschen Soldaten – Frauen und Männern – allein nach Afghanistan gab es von 2002 bis heute. Die Zahl der realen Personen ist kleiner: Viele waren mehrmals dort im Einsatz. Afghanistan war der erste der vielen Auslandseinsätze seit 1990, der auch offiziell Kriegseinsatz genannt wird. Er hat der Republik auch offiziell wieder Veteranen und Gefallene beschert – und Soldaten, die getötet haben. Und dann ist da noch die ›Operation Heimkehr‹, die Rückkehr in ein Land, das stolz auf den Bruch mit seinen eigenen militaristischen Traditionen ist. Von PIEKE BIERMANN 

Democratic Desert
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»Jedermanns Krieg nach niemandes Plan«

Gesellschaft | Robert King: Democratic Desert

Der Krieg in Syrien verkörpert die anarchische Mutation dessen, was andernorts mit großen Hoffnungen als »Arabischer Frühling« begann. Der Aufstand gegen ein Unterdrückerregime wandelte sich zu einem Gemetzel, dessen Antrieb offenbar weniger strategischen sondern mehr leidenschaftlichen Prinzipien folgt. Als einer der wenigen ausländischen Fotojournalisten ist der Amerikaner Robert King in Syrien geblieben und hat mit seinem Buch ›Democratic Desert‹ einen Bildband des Grauens geschaffen. JÖRG FUCHS versucht, den Linien dieses Konflikts zu folgen.  

Karl Marlantes: Was es heißt, in den Krieg zu ziehen
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Nacktes Grauen selbst erlebt

Menschen | Karl Marlantes: Was es heißt, in den Krieg zu ziehen

Als Karl Marlantes 1968 für die USA in den Vietnamkrieg zieht, hat er die typischen Motive der meisten Soldaten: Er will seine Männlichkeit beweisen, er will raus aus dem Einerlei, sehnt sich nach etwas »Höherem«. Nicht nur mit Tapferkeitsorden kommt er zurück – seine Lebensbilanz »Was es heißt, in den Krieg zu ziehen« sucht nach einem Moralkodex für Kriege. Hochaktueller Stoff für hier und heute, wo es wieder mal nach einem Sieg säbelrasselnder Dummheit riecht. Von PIEKE BIERMANN 

Rabbiner in Feldgrau
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Rabbiner in Feldgrau

Kulturbuch | Sabine Hank / Hermann Simon / Uwe Hank: Feldrabbiner in den deutschen Streitkräften des Ersten Weltkrieges

Das wilhelminische Kaiserreich war ein Staat der schroffen Gegensätze, steckengeblieben irgendwo zwischen industrieller Moderne und ideologischem Mittelalter, zwischen Demokratie und Neoabsolutismus. Niemand bekam das mehr zu spüren als die jüdischen Deutschen. Von PETER BLASTENBREI  

Syrien
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Ein unbekanntes Land

Gesellschaft | Fritz Edlinger / Tyma Kraitt (Hg.): Syrien

Der Arabische Frühling 2011 brachte Ländern wie Tunesien und Ägypten nach jahrzehntelanger Stagnation wenigstens eine begrenzte Demokratisierung. Doch bei den Nachbarn sieht die Bilanz oft ganz anders aus. In Syrien haben sich hoffnungsvolle Ansätze mittlerweile in einen blutigen Alptraum verwandelt. Der Sammelband Syrien, den Fritz Edlinger, Generalsekretär der Gesellschaft für Österreich-Arabische Beziehungen, mit der aus dem Irak stammenden Journalistin Tyma Kraitt herausgegeben hat, will zeigen, warum. Von PETER BLASTENBREI 

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Reportageähnliche Zustände

Comic | David Schraven (Text), Vincent Burmeister (Zeichnungen): Kriegszeiten

Mit Kriegszeiten legt das Comic-Duo Schraven und Burmeister eine »grafische Reportage über Soldaten, Politiker und Opfer in Afghanistan« vor. BORIS KUNZ musste sich bei der Lektüre zunächst die Frage stellen, ob dabei eigentlich sonderlich viel rumkommt.  

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