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Walfang

Goldgraeber
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Flottierende Gedanken

TITEL-Textfeld | Wolf Senff:  Flottierende Gedanken

Was, fragte Sut, was nur habe die Menschen auf die abstruse Idee gebracht, daß in der Nacht Zeit vergehe. Der Mensch falle auf mancherlei Unfug herein, doch das setze allem die Krone auf.

Sut schien in Gesprächslaune. Mahorner schüttelte den Kopf.

Wer könne bezeugen, daß während der Nacht Zeit vergehe, fragte Sut.

Im Schlaf, fragte Harmat.

Im Schlaf, antwortete Sut. 

Wolf Senff: Walfang
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Vier Millionen Jahre

Textfeld | Wolf Senff: Vier Mio

Vier Millionen Jahre, wie lange dauern vier Millionen Jahre, fragte Sut.

Manchmal fiel ihm ein, seine Erzählungen auf der ›Boston‹ mit einer Frage einzuleiten, das hielt er für eine originelle Idee, es lockere die Atmosphäre und führe sein Publikum in kleinen Schritten in die Erzählung.

Eine Ewigkeit, antwortete Crockeye. 

Scammon
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Sut erzählt von Eldin

Textfeld | Wolf Senff: Sut erzählt von Eldin

Wir leben in bewegten Zeiten, sagte Sut, da werde es schwierig, die Erinnerung daran zu bewahren, geschweige denn, das Geschehen getreu zu überliefern. Manche unter uns bestünden darauf, daß die Fotografie eine große Hilfe sei, eine sensationelle neue Technologie, sagen sie, die eifrig perfektioniert werde.

Sie konserviere, so werde versichert, sagte Sut, die Gegenwart in Bildern, doch das sei falsch, bewahre!, die Fotografie sei eine gefräßige Technologie. Der Mensch verstehe die Welt nicht und müsse argwöhnisch bleiben, absolut. 

Vulkan
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Tambora

Textfeld | Wolf Senff: Tambora

Nein, nicht ich, sagte der Ausguck, ich war nicht dabei.

Thimbleman lachte. Du warst noch gar nicht auf der Welt, stimmt’s?

Meine Eltern erzählten davon. Sie sagen, es sei schrecklich gewesen.

Ich weiß, Gramner erwähnte den Ausbruch.

Das Ende der Welt, sagt Gramner. Der Tambora befindet sich auf Sumbawa, einer Insel des Sundabogens östlich von Java. Weit, weit weg von unserer idyllischen Lagune, sagte der Ausguck

Endlos weit. Und dennoch – ein nie dagewesener Ausbruch zu Beginn unseres Jahrhunderts, sagt er, folgenschwer wie der des Krakatau, als schon das Jahrhundert zu Ende ging, Jahrzehnte nach unserer Zeit. 

Walfang
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Angeschlagen

Textfeld | Wolf Senff: Angeschlagen

Das Leben gehe an ihnen vorbei, klagen sie, sagte der Ausguck.

Da kannst du von Glück reden, daß du unversehrt bist.

Habe ich mich beschwert?

Nicht daß ich wüßte.

Der Ausguck stand auf und machte einen Handstand, dann lief er zum Wasser. 

Krake
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Vom Ausguck

Textfeld | Wolf Senff: Vom Ausguck

Glaubst du denn, was er sagt?

Er ist ein schräger Vogel.

Ach, Thimbleman, wer wäre kein schräger Vogel auf der ›Boston‹. Sie lachten übermütig. Der Ausguck nahm drei Schritt Anlauf und machte einen Handstand. Hitzefrei!, rief er und setzte sich wieder.

Hast du gehört, was er über den Wind sagt?

Der Mensch verstehe nichts, sagt er, er sei ein erdverwachsenes Geschöpf, in materiellen Dingen verwurzelt. Seine Füße wandelten auf dem Erdboden, und er erhebe gelegentlich den Blick zum Himmel. Er sättige seinen Durst mit Wasser, er ernähre sich von dem, was die Pflanzen an Früchten tragen, oder er jage und töte Tiere.  

Wolf Senff: Walfang
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Episode vom Ausguck

Textfeld | Wolf Senff: Episode vom Ausguck

Das Land zeigte sich zurückhaltend. Das Wasser warf keine Dünung. Sie rechneten nicht mit Gefahren wie auf dem offenen Meer.

Thimbleman und der Ausguck waren an einem dieser ereignislosen Nachmittage tiefer in die Lagune gesegelt, ein Ausflug, sie hatten sich von Fischbein Angeln gefertigt, die beiden jungen Kerle, der eine vierzehn, der andere siebzehn, und kamen prächtig miteinander aus.

Bei diesem herrlichen Wetter!, rief Thimbleman.

Vorsichtig!, warnte der Ausguck. 

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