Preisrätsel | Glenn Greenwald: Die globale Überwachung TITEL kulturmagazin verlost ein Exemplar ›Glenn Greenwald: Die globale Überwachung‹.
Gesellschaft | Glenn Greenwald: Die globale Überwachung Mit ›Die globale Überwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen‹ hat Glenn Greenwald das wohl wichtigste Buch zum NSA-Skandal geschrieben. Von JAN FISCHER
Gesellschaft | Mirian Goldenberg: Untreu Gender-Forschung ohne Konfrontationskurs? Starker Tobak. Mirian Goldenberg versteht sich als Anthropologin, sie führt umfangreiche Forschungsvorhaben durch und beschäftigt sich in ihren zahlreichen Publikationen durchgängig mit dem Verhalten brasilianischer Mittelschichten, was Liebe, Begehren, Ehe, Familie und Treue betrifft. Legen wir das ungelesen beiseite ins Regal für Spießbürger? Mal halblang, meint WOLF SENFF.
Kulturbuch | Nicole Maalouf: Das neue SoLebIch Buch Der Reiz einer ästhetischen Innenarchitektur verfängt immer. Bislang schien es, als ob nur hochpreisige Zeitschriften und Bücher guten Geschmack vermitteln könnten und damit dem Otto-Normal-Verbraucher der Zugang zum illustren Zirkel der Vorzeigeimmobilien verwehrt wäre. Wie weit dieses Klischee der Wirklichkeit hinterher hinkt, zeigt der zweite, neue Bildband der Wohncommunity SoLebIch.de, der unter der Ägide von Initiatorin Nicole Maalouf Einblick in die privaten Gefilde designverliebter Normalos gewährt. ›Das neue SoLebIch Buch‹ ist ein echtes Schmankerl für alle Voyeure und Ästheten. VIOLA STOCKER blättert sich staunend durch die Privatresidenzen der Republik.
Gesellschaft | Ulrike Heider: Vögeln ist schön »Sexualität ist gefährlich und schmutzig. Sexualität ist gut und sorgt für Frieden. Sexualität ist weiblich. Sexualität ist Identität. Sexualität ist Macht und kommt vom Verbot. Sexualität ist Verhandlungssache.« Das ist der Sex der letzten fünfzig Jahre. Vieles wurde verworfen, einiges wiederholt. Fasziniert von der Gegensätzlichkeit der Beschreibungen begibt sich Ulrike Heider in ›Vögeln ist schön‹ auf die Suche nach dem Sexualbegriff ihrer eigenen Lebenszeit. Während der Betrachtung der wichtigsten sexualpolitischen Ereignisse und der Analyse philosophischer Klassiker, zeitgenössischer Literatur und Filme, kommt sie nicht umhin ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen. Mit der Würze
Kulturbuch | Lea Gamula, Lothar Mikos: Nordic Noir Wer konzentriert schaut, sieht am Horizont so etwas wie grenzüberschreitende europäische Kultur heraufdämmern, kann durchaus sein. ›Nordic Noir‹ beschreibt in Anlehnung an den »Film Noir« der vierziger, fünfziger Jahre eine Tradition skandinavischen Kriminalfilms seit den späten neunziger Jahren, im Vorlauf der Kriminalromane stufen wir Maj Sjöwall und Per Wahlöö als Geburtshelfer ein, deren international erfolgreiche Roman-Reihe der sechziger und siebziger Jahre ebenso erfolgreich verfilmt wurde. Von WOLF SENFF
Thema | Kritik einer Übersetzungskritik Ein kleines Lehrstück über den notorisch respektlosen Umgang mit der Arbeit des Übersetzens – auch eine Folge der schleichenden Entwertung des Begriffs »Kritik« durch das Feuilleton selbst –, und auch darüber, was intelligentes gemeinsames Handeln bewirken kann. Von PIEKE BIERMANN
Gesellschaft | Michael Hirsch: Warum wir eine andere Gesellschaft brauchen! Das Gefühl, dass Lähmung um sich greift, ist unverkennbar. Dennoch erleben wir im Alltag eine unaufhaltsame Beschleunigung – was ist eigentlich los? Die Lähmung, so Michael Hirsch, in diesem Punkt an Slavoj Zizek anknüpfend, sei verursacht durch den in unseren Köpfen zutiefst verwurzelten Glauben an ›Wachstum‹ und ›Fortschritt‹. Und die Beschleunigung ist das Ergebnis der durch nichts und niemanden gebremsten kapitalistischen Erwerbsorientierung, vulgo Raffgier. Von WOLF SENFF
Kulturbuch | Norbert Wolf: Art Deco Der Prestel Verlag hat mit Norbert Wolf den Richtigen getroffen, um Glanz und Elend des ›Art Deco‹ in seiner Gesamtheit darzustellen. Eingebettet in die Kreativität und die Unruhe der zwanziger Jahre hat das Design des Art Deco unseren Geschmack auf Jahrzehnte geprägt, ohne jemals aus seiner Zwitterstellung zwischen Kunst und Kunsthandwerk ausbrechen zu können. VIOLA STOCKER ließ sich gerne erklären, warum das so ist.
Menschen | Abel Paul Pitous: Mon cher Albert Wird Albert Camus noch gelesen? Die Pest? Camus stand stets im Schatten von Jean Paul Sartre. Oh, sie begründeten die Tradition der schwarzen Rollkragenpullover, dafür sei beiden gedankt, Camus kam leider früh zu Tode. Der hier veröffentlichte Brief fand sich im Nachlass des 2005 verstorbenen Abel Paul Pitou, eines Jugendfreundes von Camus, und wurde 2013 von dessen Sohn zur Veröffentlichung gegeben – die unscheinbarsten Manuskripte erreichen die Welt auf den kompliziertesten Pfaden. Pitous und Camus spielten in diversen Schulmannschaften gemeinsam Fußball, das verleiht dem Text spezielle Würze in diesem Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft.

