Kinderbuch | Kinderbuchklassiker
Von Mozart über Hoffmann von Fallersleben und Matthias Claudius bis zu Michael Ende: BARBARA WEGMANN hat anregende und unterhaltende Literatur für die Jüngsten zusammengestellt.
Von Mozart über Hoffmann von Fallersleben und Matthias Claudius bis zu Michael Ende: BARBARA WEGMANN hat anregende und unterhaltende Literatur für die Jüngsten zusammengestellt.
In einer Selbstbeschreibung des Historikers Ernst Piper heißt es: »In meinem gesamten Berufsleben ging es immer um Bücher. Ich habe Bücher gelesen, begutachtet, lektoriert, redigiert, rezensiert, herausgegeben, vermittelt, verlegt und einmal sogar gedruckt.« Sein erstes Buch ist 1978 erschienen, inzwischen sind ein Dutzend weitere dazu gekommen. Daneben ist Piper in seinem historischen Fachgebiet Neuere und Neueste Geschichte sowohl als Rezensent wie auch als Publizist tätig. Im Jahr 2018 erschien seine viel beachtete und herausragende Biographie über die Revolutionärin Rosa Luxemburg und bereits 2005 seine Biographie über Alfred Rosenberg, den Chefideologen Hitlers. Von DIETER KALTWASSER
Eine Reise aus dem Prospekt zu buchen, das ist einfach, das kann jeder. Ein Appartement, eine Pension, ein Hotel reservieren an Orten, in die man schon seit Jahren fährt, auch nicht gerade originell. Aber Urlaub dort zu verbringen, wo es unsere Eltern und Großeltern und Urgroßeltern schon hinzog, das kann ein echtes Abenteuer werden. Dieser Bildband beweist es auf sehr attraktive Weise, meint BARBARA WEGMANN
Alva ist ein kleines Mädchen, das – wie vermutlich die meisten Kinder – den Advent besonders gerne mag. Das Bilderbuch begleitet sie durch diese Zeit der Vorbereitungen und der Geheimnisse, des Geschenkebastelns und gespannten Wartens. Von ANDREA WANNER
Margaret Penny wohnt wieder bei ihrer Mutter. Die 47-Jährige ist in London gescheitert und nach Edinburgh zurückgekehrt. Hier nimmt sie einen Job beim städtischen »Amt für Verlorengegangene« an – man muss ja schließlich Geld verdienen, um zu überleben. Ihr erster Auftrag: die Identität einer einsam Verstorbenen zu klären, von der nur der Nachname, Walker, bekannt ist. Während sich Margaret mühsam in das Labyrinth der Vergangenheit einer Frau, die niemand wirklich gekannt zu haben scheint, hineinarbeitet, hat es der Leser leichter. Ihm wird in einer Parallelgeschichte, die bis in die späten 1920er Jahre zurückreicht, die Geschichte der Walkers erzählt. Und die hat es wirklich in sich. Von DIETMAR JACOBSEN
Sunny Wunschzettel ist lang. Sehr lang. Am 1. Dezember umfasst sie 21 Wünsche und es kommen weitere dazu. Allerdings bleibt sein Vater stur: genau ein Wunsch darf auf die Liste. Noch hat Sunny Zeit zum Kürzen, was sich aber als schwierig herausstellt. Nachvollziehbar, findet ANDREA WANNER.
Für den einen ist Venedig das Traumziel der Liebe und des Karnevals, für den anderen erinnert die Stadt an das Ende der ›Sissi‹-Trilogie, manche fühlen sich dort zu Hause, weil Commissario Brunetti, literarisch gesehen jedenfalls, mit seiner Familie dort wohnt. Bezugspunkte zu dieser Traumstadt mit einem Traum-Umland gibt es viele, aber nur Wenige kennen die Lagunenstadt vermutlich aus der Luft. Dabei ist das eine absolut spektakuläre Sache, meint BARBARA WEGMANN
Der 54-jährige Münchener Polizeihauptmeister Kay Oleander, vom Dienst freigestellt, weil er bei einem Einsatz gegen Demonstranten durch einen Flaschenwurf sein linkes Auge eingebüßt hat, glaubt, die Täterin auf einem Überwachungsvideo erkannt zu haben. Doch Silvia Glaser, 61 Jahre alt und seit einem Fahrradunfall, für die sie eine Polizeistreife verantwortlich macht, ebenfalls gehandicapt, bestreitet die Schuld. Stattdessen weiht die allein lebende Frau den Polizisten in ein von militanten Kreisen einer rechten Partei geplantes Attentat ein und bittet ihn, ihr zu helfen, den Anschlag zu verhindern. Zwei versehrte, einsame Menschen, die mit ihrem Schicksal hadern, sind die Helden in Friedrich Anis neuem Roman. Von DIETMAR JACOBSEN
Patchworkfamilien sind eine Aufgabe für alle Beteiligten. Beziehungsprobleme der unterschiedlichsten Art können auftauchen – und vielleicht sogar gelöst werden. Von ANDREA WANNER
Am 9. November jährte sich zum 84. Mal die Nacht, als in Deutschland die Synagogen in Flammen aufgingen. Zwei neue Bücher beschäftigen sich mit dem Antisemitismus und mit der Erinnerung an den Holocaust. Hannah Arendts Buch ›Eichmann in Jerusalem‹, das nun in einer Neuedition vorliegt, löste eine Kontroverse aus, die bis heute nachwirkt. Von DIETER KALTWASSER
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