Kinderbuch | Anitra Rowe Schulte: Der kleine Hase und die alte Weide
Bevor ich noch die Geschichte las, hat mich die wundervolle Illustration geradezu gefangen genommen: BARBARA WEGMANN freute sich auf Buch, Inhalt und Text.
Bevor ich noch die Geschichte las, hat mich die wundervolle Illustration geradezu gefangen genommen: BARBARA WEGMANN freute sich auf Buch, Inhalt und Text.
Er hat sich mehr als ein Jahrzehnt Zeit gelassen. Aber nun ist er da, der neue Roman des inzwischen 88-jährigen Thomas Pynchon. Von dem man immer noch nicht viel weiß, weil er sich nach wie vor konsequent jeglicher Öffentlichkeit verweigert. Frei nach der Devise: Was zählt, ist das Werk, nicht der Autor. Schattennummer heißt sein neuester literarischer Streich. Knapp 400 Seiten lang ist der – für Pynchon-Verhältnisse also eher schmal. Und nachdem die ersten paar Kapitel sich lesen, als wäre man unversehens in die Welt von Raymond Chandler oder Dashiell Hammett geraten, landet man schließlich doch noch da, wo in den Romanen des ewigen Nobelpreis-Kandidaten schon immer der Wahnsinn tickt. Von DIETMAR JACOBSEN
In den Augen eines Kindes ist die Welt voller Meisterwerke, die nur darauf warten, aufs Papier gebracht zu werden. Doch sobald der Stift die weiße Fläche berührt, passiert oft etwas Seltsames: Das stolze Pferd sieht eher aus wie ein wackeliger Tisch, und das Porträt der Eltern erinnert mehr an eine freundliche Wolke mit Punkten. Mina versucht es mit einer Katze und verschiedenen Eulenvariationen und macht genau diese Erfahrung, stellt ANDREA WANNER fest.
Jana versucht, mit ihrem alleinerziehenden Vater den Alltag in den Griff zu kriegen. Der stark übergewichtige Mann, der nie das Haus verlässt, und dessen Ziel es ist, mit Onlinespielen reich zu werden, ist dabei keine große Hilfe. Aber das Motto der beiden ist, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ganz schön taff, findet ANDREA WANNER.
Mit Trag das Feuer weiter beschließt Leïla Slimani ihre marokkanisch-französische Romantrilogie, die eng an ihre eigene Familie angelehnt ist und nicht nur die aktuelle Generation im Spannungsfeld zwischen Tradition, Moderne und Widerstand zeigt. Von INGEBORG JAISER
Leo steht kurz vor dem Abi und jobbt ein bisschen nebenher bei Bodo Frowein, der in seinem Laden nur Zigaretten ohne Banderole verkauft. Allerdings ist Bodo auch ein begnadeter Hacker, und verschafft Leo und seinen Freunden die Matheaufgaben fürs Abi. Klar ist das illegal, aber es ist nichts im Vergleich zu dem, was auf Leo wartet. Von ANDREA WANNER
»Bewegung ist Leben, die, die sich am meisten bewegen, sind die, die am meisten leben«, bekennt die im Rollstuhl sitzende Maria Alberta Nunes Amado, genannt Dona Alberti, die nach einem Unfall in einem Pflegeheim mit dem irreführenden Namen »Hotel Paraíso« lebt. Sie ist eine betagte, starke, eigenwillige Frau und hat ihrer Tochter in mehreren Audiodateien ihre Lebenserinnerungen diktiert. Dies ist der erzählerische Rahmen des neuen Romans der portugiesischen Schriftstellerin Lidia Jorge (Jahrgang 1946), deren Romane viele Jahre im Suhrkamp Verlag erschienen waren, sich aber im deutschsprachigen Raum nicht durchsetzen konnten. Von PETER MOHR
Estrich glaubt, als außerirdischer Spion getarnt unter Menschen zu leben – stets damit beschäftigt, deren seltsame Gewohnheiten für sein geheimes Logbuch zu protokollieren. Keine einfache Aufgabe, denn das Schülerleben gibt ihm jede Menge Rätsel auf. Und dann verschwindet auch noch sein Tagebuch. Von ANDREA WANNER
Romeos Vater stirbt. Er hat Krebs, austherapiert, nicht mehr zu machen. Das ist für alle eine schwierige Situation, für Vater, Mutter und den elfjährigen Romeo. Der zieht sich mehr und mehr in sich zurück – bis plötzlich ein Huhn auf dem Balkon vor seinem Zimmer auftaucht. Und das ist erst der Anfang. Von ANDREA WANNER
Eine Frauenleiche sorgt im Hungerwinter 1946 dafür, dass sich der für die Berliner Kriminalpolizei als Kommissar arbeitende Ex-Jurist und -Polizist Alfred König und die junge Fotografin Marielouise Faber kennenlernen. Direkt aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden heraus hatten die sowjetischen Besatzer König wegen seiner politischen Unbedenklichkeit zum Kommissar gemacht. Derweil ist Lou in den Straßen der zerstörten Stadt mit ihrem Fotoapparat unterwegs und hat die Tote in einer Ruine entdeckt. Zunächst sind es ihre professionellen Fotos, die zur Ermittlungsarbeit der Polizei beitragen. Doch als sie und König sich näherkommen, lernt der Kommissar auch die Intuition der jungen Frau zu schätzen. Das ist nicht zuletzt deshalb nützlich, weil weitere Frauen getötet werden und die Spuren in die Vergangenheit zurückweisen. Von DIETMAR JACOBSEN
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