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Roman - page 39

Knausgard - Lieben

Banal mit Dunkelzonen

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Roman | Karl Ove Knausgård: Lieben

›Sterben‹ hieß der erste Band eines sechsteilig geplanten autobiographischen Romanzyklus, den der norwegische Autor Karl Ove Knausgård unter dem Titel ›Mein Kampf‹ zu schreiben begonnen hat. Wegen des an Hitlers Autobiographie erinnernden Titels hat das Roman-Projekt international Aufsehen erregt. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Moser - Montagsmenschen

Keinen Deut esoterisch!

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Roman | Milena Moser: Montagsmenschen

Die Schweizer Schriftstellerin Milena Moser hat eine mittlere Odyssee hinter sich. Seit ihrem achten Roman Möchtegern (2010) scheint sie endlich eine verlegerische Heimat bei Nagel & Kimche in Zürich gefunden zu haben: Nach High Noon im Mittelland (2011), einer Sammlung ihrer Kolumnen, ist dort eben ihr neunter Roman erschienen, Montagsmenschen. Von PIEKE BIERMANN

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Auf Marcel Prousts Spur

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Roman | Edmund de Waal: Der Hase mit den Bernsteinaugen

Bis zur Lektüre von ›Der Hase mir den Bernsteinaugen‹ habe ich nicht gewusst, was Netsuke sind. Musste man ja auch nicht. Aber jetzt weiß ich, dass es sich dabei um das ästhetische »Fingerfood« kleiner japanischer Holz- & Elfenbeinschnitzereien handelt & dass der Londoner Keramikprofessor (auch ein akademischer Grad, von dem ich bislang noch nie etwas gehört hatte) Edmund de Waal 264 Stück Netsuke besitzt, deren Lebensweg er in seinem grandiosen Buch (dem kein zweites dieser Art »aus seiner Feder« folgen dürfte) beschreibt. Der Titel gebende ›Hase mit den Bernsteinaugen‹ ist einer davon. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Knausgard Sterben

Abschied vom Vater

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Roman | Karl Ove Knausgård: Sterben

Mit ›Sterben‹ beginnt K.O. Knausgård einen sechsteiligen Erzählzyklus. Dem Buch & Autor eilt die Fama eines fortlaufenden Skandals voraus. Der 1968 geborene Karl Ove Knausgård habe mit seinem sechsteiligen autobiografischen Roman-Projekt ›Mein Kampf‹ für heftige Diskussionen in Norwegen gesorgt, weil der heute im schwedischen Malmö lebende Autor den Stoff der Bücher unverblümt aus seinem Leben genommen habe. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Fiesta in der Raeuberhoehle

Aus der Kindheit eines Machos

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Roman | Juan Pablo Villalobos: Fiesta in der Räuberhöhle

Dem Verleger und Spanisch-Übersetzer Heinrich von Berenberg verdanken deutsche Leser manche erstaunliche Entdeckung aus den Randzonen weltliterarischer Wahrnehmung. So hat er z. B. das Genie Roberto Bolanos für uns entdeckt; und weil er fünf von Bolanos Büchern übersetzt hatte, war er letztes Jahr nach Mexiko zu einem Bolano-Kongress eingeladen. Auf dem Rückflug las er ein Buch, das sich ausnimmt wie ein später Seitentrieb, der aus dem Teil von den Verbrechen in Bolanos Roman 2666 hervorging. Nun legt Berenberg, in der Übersetzung von Carsten Regling, im Frühjahrsprogramm seines Verlags diesen schmalen Roman ›Fiesta in der Räuberhöhle‹ vor. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Schischkin Venushaar

Der Roman als Dolmetsch eines russischen Jahrhunderts

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Roman | Michail Schischkin: Venushaar

Um es gleich vorweg zu sagen: Man muss der DVA sehr dankbar sein, dass sie uns nun mit seinem schon 2005 erschienenen Roman ›Venushaar‹ einen Autor vorstellt, der allein aufgrund dieser 536 Seiten ohne Zweifel zu den literarischen Größen unserer Gegenwart zählt. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Carlos Busqued Unter dieser furchterregenden Sonne 9783888976780

Die Riesenkrake der mörderischen Vergangenheit taucht auf

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Roman | Carlos Busqued: Unter dieser furchterregenden Sonne

Wahrscheinlich verdanken wir die Bekanntschaft mit diesem verstörenden Roman dem letztjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse. Jedenfalls hat das Außenministerium der Republik Argentinien die Übersetzung von Dagmar Ploetz gefördert. Sie ist, nach dem Tod von Elke Wehr, wohl die »Erste Adresse« auf diesem Gebiet und sie gewonnen zu haben, auch eine Empfehlung des unbekannten argentinischen Autors. Carlos Busqued wurde 1970 im Norden Argentiniens geboren & lebt heute in Buenos Aires. Nicht dort aber, sondern in Barcelona erschien im vergangenen Jahr sein nun auf Deutsch vorliegender erster Roman ›Unter dieser furchterregenden Sonne‹. Ein furchterregendes literarisches Debüt – sowohl durch die Trostlosigkeit seiner Weltbeschwörung, als auch durch die schöpferische Könnerschaft des Autors, ihr eine originelle literarische Gestalt zu geben. Von WOLFRAM SCHÜTTE

Ein berückender Entwicklungsroman

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Roman | Jean-Michel Guenassia: Der Club der unverbesserlichen Optimisten

»Ich ziehe es vor, als Optimist zu leben und mich zu irren, denn als Pessimist zu leben und immer Recht zu haben.« – Der französische Autor Jean-Michel Guenassia debütiert als Romancier mit dem bereits in Frankreich preisgekrönten Roman Der Club der unverbesserlichen Optimisten. Eine gelungene Mischung aus französischem Charme und Intellektualismus mit einer Prise Kitsch und einer Spur Skurrilität – findet HUBERT HOLZMANN.

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