Roman | María Ospina Pizano: Für kurze Zeit nur hier
In ihrem preisgekrönten Debüt Für kurze Zeit nur hier erzählt die Kolumbianerin María Ospina Pizano aus ihrer eigenen Perspektive von der Tierwelt. Von BETTINA GUTIERREZ
In ihrem preisgekrönten Debüt Für kurze Zeit nur hier erzählt die Kolumbianerin María Ospina Pizano aus ihrer eigenen Perspektive von der Tierwelt. Von BETTINA GUTIERREZ
Er hat sich mehr als ein Jahrzehnt Zeit gelassen. Aber nun ist er da, der neue Roman des inzwischen 88-jährigen Thomas Pynchon. Von dem man immer noch nicht viel weiß, weil er sich nach wie vor konsequent jeglicher Öffentlichkeit verweigert. Frei nach der Devise: Was zählt, ist das Werk, nicht der Autor. Schattennummer heißt sein neuester literarischer Streich. Knapp 400 Seiten lang ist der – für Pynchon-Verhältnisse also eher schmal. Und nachdem die ersten paar Kapitel sich lesen, als wäre man unversehens in die Welt von Raymond Chandler oder Dashiell Hammett geraten, landet man schließlich doch noch da, wo in den Romanen des ewigen Nobelpreis-Kandidaten schon immer der Wahnsinn tickt. Von DIETMAR JACOBSEN
Mit Trag das Feuer weiter beschließt Leïla Slimani ihre marokkanisch-französische Romantrilogie, die eng an ihre eigene Familie angelehnt ist und nicht nur die aktuelle Generation im Spannungsfeld zwischen Tradition, Moderne und Widerstand zeigt. Von INGEBORG JAISER
»Bewegung ist Leben, die, die sich am meisten bewegen, sind die, die am meisten leben«, bekennt die im Rollstuhl sitzende Maria Alberta Nunes Amado, genannt Dona Alberti, die nach einem Unfall in einem Pflegeheim mit dem irreführenden Namen »Hotel Paraíso« lebt. Sie ist eine betagte, starke, eigenwillige Frau und hat ihrer Tochter in mehreren Audiodateien ihre Lebenserinnerungen diktiert. Dies ist der erzählerische Rahmen des neuen Romans der portugiesischen Schriftstellerin Lidia Jorge (Jahrgang 1946), deren Romane viele Jahre im Suhrkamp Verlag erschienen waren, sich aber im deutschsprachigen Raum nicht durchsetzen konnten. Von PETER MOHR
Eine Frauenleiche sorgt im Hungerwinter 1946 dafür, dass sich der für die Berliner Kriminalpolizei als Kommissar arbeitende Ex-Jurist und -Polizist Alfred König und die junge Fotografin Marielouise Faber kennenlernen. Direkt aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden heraus hatten die sowjetischen Besatzer König wegen seiner politischen Unbedenklichkeit zum Kommissar gemacht. Derweil ist Lou in den Straßen der zerstörten Stadt mit ihrem Fotoapparat unterwegs und hat die Tote in einer Ruine entdeckt. Zunächst sind es ihre professionellen Fotos, die zur Ermittlungsarbeit der Polizei beitragen. Doch als sie und König sich näherkommen, lernt der Kommissar auch die Intuition der jungen Frau zu schätzen. Das ist nicht zuletzt deshalb nützlich, weil weitere Frauen getötet werden und die Spuren in die Vergangenheit zurückweisen. Von DIETMAR JACOBSEN
Dass die Polizei Weihnachtsgeschenke bekommt, ist selten. Wenn es sich dabei aber um abgetrennte Finger handelt, die ein Serienkiller zusammen mit einer kryptischen Nachricht an drei öffentlichen Orten ablegt, ist das ein Fall für Washington Poe und Tilly Bradshaw. Die beiden haben gerade einen mordenden Sternekoch zur Strecke gebracht - nachzulesen in M. W. Cravens Der Gourmet (2025) –, da müsssen sie schon wieder ran. Und leichter wird es auch diesmal nicht, als eine vom Dienst suspendierte FBI-Agentin sie auf eine gefährliche Spur bringt. Von DIETMAR JACOBSEN
Der Ort des zweiten Romans von Anja Kampmann ist Hamburg, ihre Geburtsstadt, Ort der Handlung ist die Reeperbahn. Dort hat sich die junge Protagonistin des Romans Hedda mit Anfang zwanzig im berühmten Varieté »Alkazar« ihren Traum als Akrobatin erkämpft. Die Autorin legt in ihrem großartigen Roman einen besonderen Schwerpunkt auf die Varietés, auf die dunklen Hinterhöfe und die Bordelle und die Repressalien und Misshandlungen, denen die Frauen dort ausgesetzt waren, die Prostituierten, Akrobatinnen und Tänzerinnen jener düsteren Zeit. Von DIETER KALTWASSER
»Das Schreiben wird leichter, wenn es die einzige Arbeit ist. Man wird anspruchsvoller, konzentrierter – man kann langsamer und sorgfältiger schreiben«, hatte der amerikanische Erfolgsautor John Irving vor einigen Jahren in einem Interview über altersbedingte Veränderungen in seinem Schreiben erklärt. Von PETER MOHR
»Diese Ratlosigkeit, die sie spürt, einerseits ausgelöst durch die Geschehnisse im Text, aber auch angesichts des Zustands der Welt in der Gegenwart und der Frage, wie wir schreibend darauf reagieren können, wie man damit umgeht oder nicht, das sind für sie zentrale Fragen«, heißt es über die namenlose Protagonistin im neuen Roman der 40-jährigen Schweizer Autorin Dorothee Elmiger. Von PETER MOHR
Einmal quer durch Europa und durch mehrere Jahrzehnte springt Sten Nadolnys Herbstgeschichte, benutzt Züge, Kreuzfahrtschiffe, Segelboote und den Rollstuhl, vereint und entzweit Freunde, driftet durch das Zeitgeschehen, um sich am Ende als das Werk zweier Autoren zu erweisen. Erfunden ist mindestens einer davon – wie die ganze Geschichte. Von INGEBORG JAISER
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