Roman | Theodor Fontane: Effi Briest Oft verfilmt, unterschiedlich und grandios besetzt, ob mit Hanna Schygulla oder Julia Jentsch oder der unvergessenen Ruth Leuwerik: Fontanes Effi Briest, hier nun in einer wunderschönen Buchausgabe, ein großes Literarisches Kunstwerk, verpackt in einem bibliophilen Kunstwerk. BARBARA WEGMANN ist begeistert.
Kinderbuch | Wendy Meddour: Warum bist du traurig, Opa? Neugier und Beharrlichkeit sind es, womit ein kleiner Junge seinen Großvater aus der Traurigkeit herausholt. Spielerisch, kindlich, ohne Arg, einfach spontan aus dem Herzen. Was aber hat den Großvater so traurig gemacht? BARBARA WEGMANN sucht auf den 32 Seiten nach einer Antwort.
Bilderbuch | Vincent Bal: Shadowology Schatten? Klar. Wenn Licht auf einen Gegenstand trifft, dann wird die unbeleuchtete Fläche auf weitere Gegenstände projiziert. Das Spiel von Licht und Schatten macht Vicent Bal zu einer amüsanten wissenschaftlichen Disziplin – ohne tatsächlich wissenschaftlichen Anspruch aber mit viel Sinn für Humor, findet ANDREA WANNER.
Kinderbuch | Gino Alberti: Ein Traumhaus für Hund und Katz und Maus
In der Jugend sind es die Wohngemeinschaften, später die Lebensgemeinschaften, im Alter die Senioren-WGs, wie auch immer, wenn Menschen zusammenziehen, dann kommen Wünsche zusammen: Wie man leben möchte, wo man sein Zuhause findet, das Miteinander gestaltet. BARBARA WEGMANN schaut sich die hoffentlich lösbaren Probleme der drei kleinen Stars dieses Bilderbuchs an.
Roman | Jim Nisbet: Welt ohne Skrupel Klinger ist ein kleiner Ganove in San Francisco. Mit Überfällen auf Minimärkte und dem Abziehen betrunkener Fremder auf der Straße »generiert« er sein Einkommen. Um es gleich darauf in der nächstbesten Bar wieder unter die Leute zu bringen. Als er bei einem nächtlichen Raubzug, bei dem schiefgeht, was nur schiefgehen kann, zufällig in den Besitz eines Smartphones gerät, ahnt er nicht, welche Probleme mit dem kleinen technischen Wunderwerk da auf ihn zukommen. Von DIETMAR JACOBSEN
Roman | Christopher Ecker: Der Bahnhof von Plön Christopher Ecker zieht in ›Der Bahnhof‹ von Plön mit schwerem Geschütz auf. Beängstigend konsequent bohrt sich der Kieler Autor in die Abgründe menschlicher Albträume. Der Protagonist, der sich im jüngsten Roman seinen Handlungsspielraum nur mit sich selbst teilen muss, mäandert als eine Mischung aus Superheld, Massenmörder und Oberstudienrat durch Raum und Zeit. VIOLA STOCKER stürzt sich ins Verderben.
Bilderbuch | Hans Christian Andersen: Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen Märchen sind oft brutal, denn sie bilden auf ihre Art die Wirklichkeit ab. Da wird munter ermordet, gestorben, Kinder werden ausgesetzt oder versucht zu essen … Nicht nur die Volksmärchen, sondern auch die Kunstmärchen. So wie das Mädchen mit den Schwefelhölzchen, die versucht, in der Silvesternacht noch etwas Geld zu verdienen. Von GEORG PATZER
Kinderbuch | Lucie Kolb: Suppenwetter oder eine Geschichte vom Stehlen, Schenken und Wegwerfen Alles ist doof in der neuen Stadt, findet Annie. Die neue Schule, die neuen Klassenkameraden, das Alleinsein in der neuen Wohnung. Und dann entdeckt sie etwas Besonderes: ein Suppenfahrrad. Von ANDREA WANNER
Roman | Patrícia Melo: Der Nachbar Von Nachbarn fühlt man sich manchmal vielleicht schon einmal gestört. Dass daraus aber ein häusliches Drama mit einer Leiche wird, das stammt dann schon eher aus der bitterbösen Feder von Patrícia Melo. Schwarzer Humor vom Feinsten! Von BARBARA WEGMANN
Kurzprosa | Heinz Strunk: Das Teemännchen Es ist der ganz normale Alltagswahnsinn, den Heinz Strunk in seinem Buch Das Teemännchen mit 50 Geschichten festhält, kurze Begebenheiten, Momentaufnahmen. Und: es sind Geschichten für jede Lebenslage und jede Laune. Von BARBARA WEGMANN

