Jugendbuch | Kate Hattemer: Für Freiheit, Kunst und Mayonnaise Castingshows liegen im Trend, unterhalten das Fernsehpublikum und versprechen den Siegern eine grandiose Zukunft. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus. Von ANDREA WANNER
Jugendbuch | Kate Hattemer: Für Freiheit, Kunst und Mayonnaise Castingshows liegen im Trend, unterhalten das Fernsehpublikum und versprechen den Siegern eine grandiose Zukunft. Aber wie sieht es hinter den Kulissen aus. Von ANDREA WANNER
Kinderbuch | Michaela Holzinger, Andrea Dölling: Beste Brüder Jeder Mensch braucht einen Freiraum. Dabei ist es egal, ob es sich um einen ganz jungen oder einen älteren Menschen handelt. Wenn man den Freiraum aber zu abrupt beansprucht, kann das problematisch werden. Warum das so ist? Michaela Holzinger erzählt es mit einem kleinen Augenzwinkern, Andrea Dölling hat es kunterbunt ausgemalt. Von MAGALI HEISSLER
Lyrik | Vierzeiler der Woche – von Michael Ebmeyer
Gesellschaft | Marceline Loridan-Ivens: Und du bist nicht zurückgekommen Sie lesen gerne in der Bahn oder im Bus auf dem Weg zur Arbeit? Und das kleine »Büchelchen« mit den 110 Seiten scheint Ihnen eine gute Lektüre zu sein? Vielleicht überdenken Sie dies noch einmal, oder weinen Sie gerne in der Öffentlichkeit? TANJA LINDAUER über Marceline Loridan-Ivens Roman ›Und du bist nicht zurückgekommen‹.
Gesellschaft | Alfred McCoy: Die CIA und das Heroin. Weltpolitik durch Drogenhandel In den vergangenen Jahren wurden diverse Untersuchungen publiziert, durch die unser Geschichtsbild zurechtgerückt wurde. Woran das liegen mag? Die Machtkonstellationen auf dem Planeten verschieben sich, und Prozesse, denen zuvor wenig Beachtung geschenkt wurde, zeigen sich in neuem Licht. Der rezensierte Band erschien – nach Versuchen der CIA, Einfluss auf das Manuskript zu nehmen – 1972 in den USA, löste dort einen Skandal aus und wird nun nach 2003 erneut in deutscher Übersetzung vorgelegt. Von WOLF SENFF
Live | ›WWE Road To WrestleMania: Germany‹ Halbnackte Athleten legen sich gegenseitig aufs Kreuz, und alle freuen sich: CHRISTIAN NEUBERT hat die ›WWE Road To WrestleMania: Germany‹-Tour besucht. »Oh yeah«, würde ›Macho Man‹ Randy Savage sagen.
Bühne | Max Frisch: Homo Faber
Der deutsche Ingenieur als Abgesandter Gottes - einigen Autoren der Tageszeitung Die WELT [sic!] zufolge ist dies das Bild des Technikers, das Konzerne suggerieren, um ihren Delegierten (und damit sich selbst) in technokratischen Zeiten eine Allmacht zuzuschreiben. Passenderweise ist das auch die Synthese aus Max Frischs Roman ›Homo faber‹, wobei der Autor dies stattdessen einen Bericht nennt und hier sowohl eine scheiternde Beziehung, unbeabsichtigten Inzest und den Kampf zwischen Mythos und aufklärerischer Technik dialektisch untersucht. Daran schließen auch die Regisseurin Ulrike Arnold und ihre Co-Regisseurin Eli Wasserscheid an, die im Stadttheater Fürth den Roman auf die Bühne gebracht haben. PHILIP J. DINGELDEY hat sich die Premiere am vergangenen Donnerstag angesehen.
Comic | Fabien Toulmé: Dich hatte ich mir anders vorgestellt Der hierzulande noch unbekannte französische Comiczeichner Fabien Toulmé erzählt in ›Dich hatte ich mir anders vorgestellt…‹ von der Geburt seiner behinderten Tochter. Formal und optisch eher unaufdringlich ist der Comic von einer großen Ehrlichkeit des Autors geprägt, die BORIS KUNZ sehr beeindruckt hat.
Comic | Hubert / Gatignol: Petit Mit ›Petit‹ entwirft Comicautor Hubert ein grimmiges Antimärchen zwischen ›Hans und die Bohnenranke‹ und ›Der Kleine Däumling‹. Zeichner Bertrand Gatignol findet für den Band schaurig-schöne Bilder, Rezensent CHRISTIAN NEUBERT lobende Worte. Grund für verhaltenen Tadel allerdings auch.
Krimi | Koytek & Stein: Wien kann sehr kalt sein ›Wien kann sehr kalt sein‹ ist der vierte Fall für den ehemaligen Polizisten Conrad Orsini, den die beiden Autoren Lizl Stein und Georg Koytek – sie von Hause aus Musikerin und Komponistin, er 16 Jahre als Tontechniker am Wiener Burgtheater beschäftigt – erfunden haben. Diesmal geht es für den risikofreudigen Mann »undercover« auf Österreichs Vorzeigebühne. Orsinis Ex-Kollegin Paula Kisch von der Wiener Kripo hält ihm bei diesem gefährlichen Job wie immer den Rücken frei. Und schon bald ist klar: In dem berühmten Musentempel gibt es kaum jemand, der nicht von
Roman | Siegfried Lenz: Der Überläufer Knapp zwei Jahre nach dem Tod des bedeutenden Romanciers Siegfried Lenz ist ein bisher unveröffentlichter, 65 Jahre alter Roman ›Der Überläufer‹ aufgetaucht, der in den 1950er Jahren nicht erscheinen durfte und den Lenz später nie erwähnt, aber auch nicht vernichtet hat. Im Nachlass wurde das Schreibmaschinenmanuskript entdeckt und nun von Hoffmann und Campe veröffentlicht. Von jenem Verlag, der Lenz‘ erschütternden Kriegsroman damals abgelehnt hat. Von PETER MOHR
Kinderbuch | Michael Roher: Der Fluss Mit der Frage »Wo fängst du an?« beginnt eine besondere Reise, durch die Zeit, durch das Leben. ANDREA WANNER ließ sich mitnehmen.
Jugendbuch | Arne Svingen: Die Ballade von der gebrochenen Nase Das stolze Individuum, ein Held, der allem trotzt und am Ende in den Sonnenuntergang trabt, aufrecht und ungebrochen in seiner emotionalen Genügsamkeit, scheint als Vorbild zu verblassen. »Kein großer Verlust«, kann man nur sagen, vor allem, wenn man sieht, was statt seiner kommt. Menschen nämlich, die bereit sind, sich auf andere einzulassen, sich zu binden. Einer von ihnen heißt Bart. Der norwegische Autor Arne Svingen erzählt uns die wild-schöne Geschichte. Von MAGALI HEISSLER
TITEL-Textfeld | Slata Kozakova: Von kalten Elefanten Kälte weht durch das gekippte Fenster. Der Erzähler wickelt sich einen Schal um den Hals und schreibt weiter. Der Porzellanelefant neben seinem rechten Arm sieht ihn vorwurfsvoll an und versucht sich umzudrehen, es gelingt ihm nicht. Tut mir leid, entschuldigt sich der Erzähler, Ich brauche frische Luft. Ist ja kein Durchzug.
TITEL-Textfeld | Slata Kozakova: Spaghetti Wir sitzen am gedeckten Tisch, Mutter stellt die Teller mit Spaghetti hin, darüber geriebener Parmesan, Tomatenpasta und Oliven. Die Pasta ist selbst gemacht und schmeckt, anders als die in Dosen, nach Zuhause. Ich ignoriere das Gebet, und wir beginnen zu essen. Ich schiebe die Oliven vorsichtig an den Tellerrand, ich hasste schon immer Oliven, egal ob schwarze oder grüne, aber immer liegen welche im Teller, weil das so sein muss, Spaghetti mit Oliven, heißt es doch. Verstohlen gucke ich: Sie essen langsam und kauen umständlich mit ernsten Gesichtern, wie bei der Erfüllung einer wichtigen Aufgabe,
Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world There has been a bit of controversy recently about the amount of reissues clogging up our record stores‘ shelves. For instance, some have argued, correctly in my opinion, that the glut of re-released albums is harming new music. You only have to pop into your local record emporium, or look at the release list for this year’s Record Store Day to see how this could be a problem. Yet, the humble reissue does have its place! By JOHN BITTLES
Gesellschaft | Hermann Bausinger: Ergebnisgesellschaft Wir leben in einer Leistungsgesellschaft. In der Physik bezeichnet Leistung die umgesetzte Energie in Relation zu einer Zeitspanne. Der Weg – also der zeitliche Ablauf – ist hier das Ziel! Übertragen auf die Gesellschaft müsste also das Wirken durch die Zeit den Begriff der »Leistung« gleichfalls ausdrücken. Das Erleben, das bewusste Fortschreiten mit und in der Zeit, sollte somit Maßstab unseres Denkens und Handelns sein. JÖRG FUCHS begibt sich auf die Suche nach dem Verhältnis von Ergeben und Erleben.
Comic | Interview mit transfer.-Buchhändlerin Antonia Knapp Buchhändler standen Comics lange eher noch ablehnender gegenüber als der Durchschnitt der Menschen in Deutschland. Das ändert sich seit einiger Zeit. ANDREAS ALT sprach mit einer Buchhändlerin in Dortmund, die durchweg gute Erfahrungen gemacht hat.
Comic | Christophe Bec, Patrick Alain Dumas: Aeropostale – Legendäre Piloten. Band 1: Henri Guillaumet In der Splitter-Serie ›Aeropostale‹ erzählt der sonst eher auf phantastische Stoffe abonnierte Autor Christophe Bec wahre Geschichten aus dem Leben französischer Flugpioniere nach, die für die legendäre Gesellschaft ›Aéropostal‹ Anfang des letzten Jahrhunderts Post auf gefährlichen Routen geflogen haben. BORIS KUNZ war beim Jungfernflug der Serie mit an Bord.
Roman | Larry Law: Die wahre Geschichte von Captain Misson und der Republik Libertatia »Es wäre ja auch ein Witz, wenn wir Untertanen von Leuten würden, die noch größere Schurken als wir selbst sind!« – STEFAN HEUER hat für TITEL die deutsche Übersetzung von Die wahre Geschichte von Captain Misson und der Republik Libertatia von Larry Law gelesen.
Jugendbuch | Irina Korschunow: Die Sache mit Christoph Spätestens in der zweiten Phase der Teenagerzeit erwischt sie uns, die Frage nach dem Sinn des Lebens. Für manche ist es nur ein Fingerstreifen, das man mit einem Achselzucken abtun oder einem flotten Spruch wieder ins Kästchen packen kann. Andere trifft sie so hart, dass es Wunden schlägt. Die, die daran leiden, erholen sich unter Umständen nie davon. Wie geht man als junger Mensch mit der Frage nach dem Sinn um? Irina Korschunow hat vor vielen Jahren ein Buch darüber geschrieben. Es klingt noch wie neu. Von MAGALI HEISSLER
Kinderbuch | Saskia Hula: Ein Hauptgewinn ist immer drin Werbung ist so eine Sache. Da werden einem die tollsten Dinge vorgegaukelt, da wird Bedarf geweckt, der vorher nicht da war. Da soll man sich für alles Mögliche interessieren, an das man nie im Leben gedacht hätte. Und manchmal ist das ungeheuer geschickt verpackt, weiß auch ANDREA WANNER.
Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world: March New Album Reviews. After the colossal disappointment of Anti, together with the bloated arrogance of Life Of Pablo you could be forgiven for coming to the conclusion that these are dark times for music. I mean, Ed Sheeran’s X has just spent over 80 consecutive weeks in the official charts for fucks sake! And there does seem to be a dearth of great albums in the charts right now. Adele, Justin Bieber, Ronan Keating or Little Mix are hardly names to get your aural sense tingling
Gesellschaft | Markus Metz, Georg Seeßlen: Hass und Hoffnung ›Hass‹ und ›Hoffnung‹ beschreiben die konträren Dispositionen im gegenwärtigen Flüchtlings-Hype, den man – das ganze Land ist involviert, so oder so – ähnlich verstehen darf wie den Sommermärchen-Hype von 2006, dessen korrupte Anbahnung erst heute nach und nach aufgeblättert wird – ohne Moos nichts los, so geht’s. Von WOLF SENFF
Bühne | Hamlet. Tragödie von William Shakespeare. Badisches Staatstheater Karlsruhe Zu den wichtigsten Phasen im Leben eines jeden zählt die Kindheit. Leider ist aber gerade diese nicht immer nur Hort von ersten Lebenserfahrungen und glücklichen Momenten, die später in gute Kindheitserinnerungen übergehen. Ein beliebtes Motiv in Literatur und Theater ist deshalb nicht nur das des Vatermordes, sondern auch das des fehlenden Vaters. Von JENNIFER WARZECHA
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