Kinderbuch | Philip Waechter: Jetzt geht’s los!
Wie wird ein Tag zum guten Tag? Einfach mal machen! Wie das geht, verrät Philip Waechter in seinem fröhlichen Wimmelbilderbuch, für das man sich viel Zeit nehmen sollte, rät ANDREA WANNER.
Wie wird ein Tag zum guten Tag? Einfach mal machen! Wie das geht, verrät Philip Waechter in seinem fröhlichen Wimmelbilderbuch, für das man sich viel Zeit nehmen sollte, rät ANDREA WANNER.
Ein glückliches Leben, fragte Farb, wie er das verstehen solle.
Oder erfolgreich, sagte Wette, solle man das vielleicht an der Anzahl der Pokale erkennen.
Undenkbar, sagte Annika und lachte.
Eine Freundin, Elke, sagte Wette, habe nach dem Studium einige Jahre lang Biologie auf einer Insel in Ostfriesland unterrichtet, sei dann zu einer privaten Fernsehanstalt in die Großstadt gewechselt, habe dort als Programmdirektorin gearbeitet, sie habe nichts ausgelassen, so sage sie selbst, ein Haus auf Mallorca, ein Pferd, sei stets im Mittelpunkt des Geschehens, verheiratet, geschieden, sie sei Anfang sechzig, und der Prozeß infolge der Scheidung sei noch immer anhängig, nennen wir das nun, frage er sich, ein erfolgreiches, ein glückliches Leben, nein, er wisse das nicht.
Wir haben uns alle schon mal die Zunge verrenkt beim Versuch Sätze wie »Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid« oder »Zwischen zwei zwitschernden Schwalben sitzen zwei schwatzende Schwestern und schwätzen zwischen zwitschernden Schwalben« schnell und fehlerfrei nachzusprechen. Wer mal wieder Lust darauf hat, dem legt ANDREA WANNER die von Bodo Wartke wieder neu belebten Zungenbrecher ans Herz.
Dass die Polizei Weihnachtsgeschenke bekommt, ist selten. Wenn es sich dabei aber um abgetrennte Finger handelt, die ein Serienkiller zusammen mit einer kryptischen Nachricht an drei öffentlichen Orten ablegt, ist das ein Fall für Washington Poe und Tilly Bradshaw. Die beiden haben gerade einen mordenden Sternekoch zur Strecke gebracht - nachzulesen in M. W. Cravens Der Gourmet (2025) –, da müsssen sie schon wieder ran. Und leichter wird es auch diesmal nicht, als eine vom Dienst suspendierte FBI-Agentin sie auf eine gefährliche Spur bringt. Von DIETMAR JACOBSEN
..., und zwar das des Siebenarmigen Orang-Utans. Es wird in der Stadt des Tanzenden Karpfens gefeiert und damit auch alles wie geplant funktioniert, gibt es noch eine Menge zu tun. Also nichts wie ran an die Arbeit, freut sich ANDREA WANNER.
Abstoßend, sagte Wette, diese Jagd nach Hochleistungen und die Gier, den anderen zu übertreffen.
Farb lachte. Ruhm und Ehre, sagte er, du wirst allenthalben mit Pokalen belohnt, bei den Balltretern zusätzlich mit maximal Kohle.
Nicht bloß bei den Balltretern, sagte Annika.
Die gibt es neuerdings sogar bei den Frauen, sagte Wette, Champions’ League, da läßt sich reichlich Mammon einsacken.
Sie war die letzte große Diva des deutschen Films, die »größte Sängerin der Welt ohne Stimme«, wie es Ella Fitzgerald einmal ausdrückte, aber vor allem war Hildegard Knef eine Frau mit Ecken und Kanten: Eine Femme fatale, die oft und gern mit den Konventionen brach und um die es in den letzten Lebensjahren sehr still geworden war. Von PETER MOHR
Es ist einer jener Begriffe, der viel, viel Raum für Deutung, für Definition, für Ansichten lässt. Genug Spielraum also, um auf 360 Seiten Aspekte aufzuzeigen, Gedanken anzuregen, eigene Positionen zu beziehen. Heimat, was ist das eigentlich, wo könnte das sein? BARBARA WEGMANN hat in dem spannenden Buch geblättert.
Der Ort des zweiten Romans von Anja Kampmann ist Hamburg, ihre Geburtsstadt, Ort der Handlung ist die Reeperbahn. Dort hat sich die junge Protagonistin des Romans Hedda mit Anfang zwanzig im berühmten Varieté »Alkazar« ihren Traum als Akrobatin erkämpft. Die Autorin legt in ihrem großartigen Roman einen besonderen Schwerpunkt auf die Varietés, auf die dunklen Hinterhöfe und die Bordelle und die Repressalien und Misshandlungen, denen die Frauen dort ausgesetzt waren, die Prostituierten, Akrobatinnen und Tänzerinnen jener düsteren Zeit. Von DIETER KALTWASSER
Heilbronn überrascht immer wieder! Denn die Stadt am Neckar, umgeben von Weinbergen und geprägt von einer reichen Geschichte als Reichs- und Handelsstadt, hat sich in den vergangenen Jahren mit spannender Dynamik neu erfunden. Und auch aktuell gibt es für MARC PESCHKE einen guten Grund, Heilbronn mal wieder zu besuchen. Denn mit der Ausstellung ›KOSMOS BUSSE. HAL BUSSE‹ widmet die renommierte Kunsthalle Vogelmann einer Künstlerin nun eine umfassende Retrospektive, deren Werk von internationaler Bedeutung ist – und zugleich eng mit Heilbronn verbunden bleibt. Bis zum 29. März ist die Schau im zentral gelegenen Museumsbau zu erleben.
»Das Schreiben wird leichter, wenn es die einzige Arbeit ist. Man wird anspruchsvoller, konzentrierter – man kann langsamer und sorgfältiger schreiben«, hatte der amerikanische Erfolgsautor John Irving vor einigen Jahren in einem Interview über altersbedingte Veränderungen in seinem Schreiben erklärt. Von PETER MOHR
Es ist ein ziemlich unmöglicher Wunsch, den ein Junge hat: er will einen Stern fangen. Realistisch betrachtet sind Sterne sind riesige, extrem heiße Gasbälle, die aus Plasma mit Temperaturen von Millionen Grad bestehen. Aber mit solchen Kleinigkeiten gibt er sich gar nicht erst ab. Er hat ein Ziel, staunt ANDREA WANNER.
Die 12jährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli kommen aus Wien, jetzt feiern sie Weihnachten auf einer kleinen schwedischen Schäreninsel: alles ist fremd und ungewohnt. Aber das kennen sie schon... ANDREA WANNER findet, dass sich dieser Klassiker auch wunderbar als weihnachtliche Lektüre eignet.
Überall lauere Gefahr, spottete Wette.
Auf den phlegräischen Feldern vor Neapel und immer mal wieder auch aus dem All, diesmal mit AI/Atlasl. Farb lachte.
Die vernichtende Katastrophe klopfe an, ultimativ, der Planet sei im Begriff, schwere Lasten abzuschütteln.
Farb warf einen Blick nach dem Gohliser Schlößchen.
Annika blätterte in ihrem Reisemagazin, die Männer seien einmal wieder hysterisch.
Das All erscheint uns gigantisch, unendlich in seinen Ausmaßen, Forschung und Wissenschaft drängen immer tiefer ins Weltall. Aber: was ist mit unseren Meeren? Da gibt es Unerforschtes und Unkartiertes in Unmengen. Rätsel, Geheimnisse, Abenteuer, unbekannte Tier- und Pflanzenarten, dazu schier unermessliche Bodenschätze, all das bedeckt von Wasser, viel, viel Wasser. BARBARA WEGMANN hat das spannende Buch gelesen.
Der Panther und die Stäbe. Die Rose und der reine Widerspruch. Der schreckliche Engel. Rainer Maria Rilke hat die deutschsprachige Literatur bereichert wie nur wenige vor und nach ihm. Vor 150 Jahren, am 4. Dezember 1875, wurde der Dichter in Prag geboren. DIETER KALTWASSER hat die neue Biografie ›Rilke oder das offene Leben‹ gelesen.
Seine Stücke werden immer noch gespielt, allerdings nicht mehr an den großen Bühnen. Über mehrere Jahrzehnte hat er die deutsche Theaterlandschaft geprägt. Tankred Dorst hat in der intensiven Zusammenarbeit mit seiner Frau Ursula Ehler Theatergeschichte geschrieben. Von PETER MOHR
Christophe Blaines Comic ›In der Küche mit Alain Passard‹ porträtiert das Wirken des französischen Sternekochs in seinem Pariser Restaurant – und lädt mit 15 Rezepten zum Nachkochen ein. Der Band erschien schon 2014 in deutscher Übersetzung bei Reprodukt. Ist er heute noch bekömmlich? Von SEBASTIAN HEUSER
Der Dodo war ein flugunfähiger Vogel, der ausschließlich auf der Insel Mauritius im Indischen Ozean vorkam und im späten 17. Jahrhundert, um 1690, ausstarb. Oder doch nicht? Dorians einziger Freund ist ausgerechnet ein Dodo. Aber das ist eine lange und abenteuerliche Geschichte, findet ANDREA WANNER.
»Diese Ratlosigkeit, die sie spürt, einerseits ausgelöst durch die Geschehnisse im Text, aber auch angesichts des Zustands der Welt in der Gegenwart und der Frage, wie wir schreibend darauf reagieren können, wie man damit umgeht oder nicht, das sind für sie zentrale Fragen«, heißt es über die namenlose Protagonistin im neuen Roman der 40-jährigen Schweizer Autorin Dorothee Elmiger. Von PETER MOHR
Nicht alle haben das Glück, eine Kinderkunstschule oder ein Kinderkunsthaus vor der Tür zu haben, wo ästhetische Bildung vermittelt und die Lust am künstlerischen Schaffen geweckt wird. Aber aus dem Kinderkunsthaus in München stammt das anregende Mitmachbuch, wo gezeigt wird, wie man auch daheim kreativ werden kann. ANDREA WANNER ist begeistert.
Der Mensch bekomme seinen Rachen nicht voll, sagte Farb.
Tröstlich, spottete Wette.
Ob er vergangenen Sonntag den Infantino gesehen habe, fragte Farb, neben jenem siebenundvierzigsten Präsidenten, der lieber König wäre, zur besten Sendezeit pompös inszeniert, FIFA 2026, die Gruppen wurden ausgelost, und deshalb diese monströse Veranstaltung, frage man sich, Hagel und Granaten, nein, der Mensch bekomme seinen Rachen nicht voll, Ruhm und Ehre, und gib ihm, gib ihm Saures, und einer gehe noch rein.
Ein Wandkalender erzählt Schwarze Geschichte – SABINE MATTHES hat den Kalender voll Soul, Pioniergeist und Übermut gelesen.
Einmal quer durch Europa und durch mehrere Jahrzehnte springt Sten Nadolnys Herbstgeschichte, benutzt Züge, Kreuzfahrtschiffe, Segelboote und den Rollstuhl, vereint und entzweit Freunde, driftet durch das Zeitgeschehen, um sich am Ende als das Werk zweier Autoren zu erweisen. Erfunden ist mindestens einer davon – wie die ganze Geschichte. Von INGEBORG JAISER
Glück ist ein warmer Moment, der für einen Augenblick mit dem eigenen Selbst versöhnt. Auslöser dafür sind ganz unterschiedliche Dinge. Marei Schweitzer hat 62 Glückswörter in einem kleinen Buch gesammelt, die ANDREA WANNER ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.
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