Kinderbuch | Kate DiCamillo: Louisianas Weg nach Hause
Sie heißt Lousiana Elefante und ist die Heldin in Kate di Camillos neuestem Kinderroman. Und ihre Geschichte ist absolut unglaublich und wunderbar, findet ANDREA WANNER.
Kinderbuch | Kate DiCamillo: Louisianas Weg nach Hause
Sie heißt Lousiana Elefante und ist die Heldin in Kate di Camillos neuestem Kinderroman. Und ihre Geschichte ist absolut unglaublich und wunderbar, findet ANDREA WANNER.
Roman | Sigrid Nunez: Der Freund
Von einem unfreiwilligen Erbe, der Beziehung zu einem eigenwilligen Haustier, aber auch von den überheblichen Gepflogenheiten des Literaturbetriebs handelt Sigrid Nunez siebter Roman: Der Freund – in den USA bereits mit dem National Book Award ausgezeichnet – macht die angesehene amerikanische Gegenwartsautorin mit einem Schlag auch beim deutschen Publikum bekannt. Von INGEBORG JAISER
Kinderbuch | Ich packe in meinen Beutel
Der Sommer ist da, das Wetter ist perfekt, auf geht’s zum Baden. Das Känguru packt alles ein. ANDREA WANNER staunt.
TITEL-Thema | Utopien
Der Begriff Utopie hat in seiner Karriere zahlreiche Wandlungen erlebt, viele verschiedene Erwartungen wurden an ihn gerichtet. Vom Kampfbegriff bis zum futuristischen Ideal reicht dabei seine Spannbreite. RUDOLF INDERST hat sich mit einigen Vorstellungen von Utopien auseinandergesetzt.
Comic | Martin Panchaud: Die Farbe der Dinge
In seiner ersten langen Comic-Erzählung erzählt Martin Panchaud eine tragikomisch-aberwitzige Story über einen Londoner Teenager. Indem er sich dabei optisch auf Gefilden bewegt, die eher an Planskizzen als an klassische Comics denken lassen, steckt er die Grenzen seines Mediums neu ab. Von CHRISTIAN NEUBERT
Jugendbuch | M. A. Bennett: Sieben
Lincoln Selkirk ist das typische Opfer, das in der Schule von allen gemobbt. Intelligent aber unsportlich, belesen, aber nicht in der Lage mit Gleichaltrigen zu kommunizieren, werden drei Jahre in Osney für den Sohn eines Professorenehepaars zur Hölle. Bis das Blatt sich wendet. Von ANDREA WANNER
Roman | Cai Jun: Rachegeist
In China ist der 1978 in Shanghai geborene Cai Jun, dessen mehr als 30 Romane und Thriller sich bisher über 13 Millionen Mal verkauft haben, schon längst ein Star. Im Rest der Welt ist man gerade dabei, ihn zu entdecken. Dass jemand auf die Idee gekommen ist, ihn als den »chinesischen Stephen King« zu preisen, könnte dabei durchaus hilfreich sein. Auf jeden Fall bietet der jetzt auf Deutsch erschienene Roman Rachegeist eine wilde Mixtur aus Thriller und Mystery, atemlos erzählt und mit so vielen Toten gespickt, dass man irgendwann aufhört, sie zu zählen. Von DIETMAR JACOBSEN
Kinderbuch | M.Martí / X.Salomó: Unter den Wellen
Sommer, Sonne, Strand. Draußen im Meer treibt Max mit seinem Schwimmring. Und verwandelt sich. Ein ganz normaler Junge also. Auch wenn er zu seinem Rollstuhl getragen werden muss. GEORG PATZER hat das wunderschöne Bilderbuch aus Spanien gelesen.
TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Aufrüstung
Weshalb schaltete jemand im März einen Ventilator ein? Erst im Mai würde es heiß werden, so viel stand fest, die auch preislich noch einmal angehobene Saison begann im Mai. Die Abläufe im Lager waren lückenhaft organisiert.
Oder waren Ventilatoren neuerdings schick? War der Bürokrat aus Uelzen eingetroffen?
Menschen | Zum Tod des spanischen Bestseller-Autors Carlos Ruiz Zafón
Der katalanische Autor Carlos Ruiz Zafón war eine Art Popstar unter den Schriftstellern. Jede Buch-Neuvorstellung hatte Event-Charakter. Sein 2003 in deutscher Übersetzung erschienener Roman ›Der Schatten des Windes‹ wurde ein Weltbestseller, in mehr als 30 Sprachen übersetzt und mehr als 15 Millionen Mal verkauft. Von PETER MOHR
Kurzprosa | Peter Handke: Das zweite Schwert
»Das ist also das Gesicht eines Rächers.« Welch ein Einstieg in diese, als Maigeschichte etikettierte Erzählung Das zweite Schwert. Man kann inzwischen sicher sein: Wo Handke draufsteht, ist auch Handke drin. Von PETER MOHR
Kinderbuch | Lena Hesse: Hallo, ist hier hinten?
Die Sonne lacht vom Himmel, genau das richtige Wetter für ... Ja, für was eigentlich? Es scheint etwas zu geben, was man bei diesem Wetter unbedingt haben muss, denn es hat sich bereits eine lange Warteschlange gebildet. ANDREA WANNER hat sich das Ganze neugierig angeschaut.
Roman | Debra Jo Immergut: Die Gefangenen
Eine Liebesgeschichte? Ein Einblick in therapeutische Verstrickungen? Einfach nur eine Lektüre, die man schnell hinter sich bringt? Es ist von allem etwas, dennoch bleibt am Ende ein etwas enttäuschendes Gefühl, man hatte einfach mehr erwartet, so jedenfalls ging es BARBARA WEGMANN bei der Lektüre von Debra Jo Immerguts neuem Roman Die Gefangenen.
TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Irreführend
Sobald er sich hinlegt, lang auf dem Sofa ausgestreckt, fällt ihm erst auf, wie müde er ist, nicht ermattet mit einer Sehnsucht nach tiefem Schlaf, nein, auch nicht jene Art Müdigkeit, daß ihm die Augen zufallen würden und er übergangslos einschliefe, traumlos, nein, es sei eine empfundene Müdigkeit, und verwundert nehme er wahr, daß sie sich über seinen Körper ausbreite, anfangs im Brustkorb, dann greife sie nach dem Kopf, schließlich über Schultern und Hüfte bis zu Händen und Füßen.
Kulturbuch | Ruth Stoltenberg: Schengen
Rund 5000 Einwohner leben hier im Großherzogtum Luxemburg, ein kleines Dorf also, charmant gelegen im Dreiländereck Luxemburg, Deutschland und Frankreich: Schengen. Und hätte hier nicht die Internationale Politik Geschichte geschrieben, dann wäre dieses kleine Dorf an der Mosel sicher auch in seinem verträumten Schlaf geblieben.
Der Bildband ›Schengen‹ porträtiert diesen kleinen Ort mit dem großen Namen. Von BARBARA WEGMANN
Musik | marc moraire: The Story of Robert Volant
Ein Newcomer der psychedelischen Musikszene: Im Januar 2020 erschien mit The Story of Robert Volant das Debütalbum des Musikers marc moraire. Nicht nur das Albumdesign ist ein wahrer Eyecatcher, auch der strukturelle Aufbau des Albums sticht direkt ins Auge: Fünf Akte, zehn Szenen. Ein musikalisches Drama in englischer Sprache. Dichtkunst trifft Tonkunst. Eine gelungene Synthese. Mit Ben Westerath und Kim Helbing hat er sich zwei weitere Künstler*innen an seine Seite geholt, die die Seelenreise des fliegenden Roberts durch ihre Stimmen untermalen. SAHRA SCHMITTINGER sprach mit dem Künstler über die Intention seines ersten Albums.
Roman | Tom Kummer: Von schlechten Eltern
In der Vermengung von Fakten und Fiktionen hat es Tom Kummer zu halsbrecherischen Leistungen gebracht. Auch wenn Von schlechten Eltern nun die Gattungsbezeichnung Roman trägt, sind autobiographische Parallelen so offensichtlich, dass es schmerzt. Der Rest oszilliert zwischen »Black Magic Sensation«, Berner Landeskunde und der Funktionalität eines Mercedes-Bordcomputers. Von INGEBORG JAISER
Bilderbuch | Nanna Neßhöver: Wenn ich wütend bin
Der Coronalockdown kann nicht nur den Großen, sondern auch den Kleinen ganz schön auf den Keks gehen. Da verliert man schon mal seine gute Laune. Und dann? ANDREA WANNER hat sich angeschaut, wie ein kleiner Affe damit umgeht.
Roman | Michael Kumpfmüller: Ach, Virginia
»Liebster, ich bin mir sicher, dass ich wieder wahnsinnig werde, ich kann nicht länger dagegen ankämpfen«, lässt Michael Kumpfmüller in seinem neuen Roman seine Hauptfigur, die weltbekannte Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941) klagen. Der 58-jährige Erfolgsautor Kumpfmüller, der erst im Alter von fast vierzig Jahren mit seinem von der FAZ damals vorab gedruckten Romanerstling Hampels Fluchten debütiert und zuletzt mit Nachfolgewerken wie Die Erziehung des Mannes (2016) und Tage mit Ora (2018) respektable Erfolge gefeiert hatte, widmet sich künstlerisch nun zum zweiten Mal einer Lichtgestalt der Weltliteratur. Vor neun Jahren ließ er uns in Die Heimlichkeit des Lebens an seiner Annäherung an Franz Kafka teilhaben. Von PETER MOHR
Kinderbuch | Rogé: Rogers Pommesbude
Nicht alle Hunde sind gleich. Manche mögen Briefträger beißen und Autos hinterherbellen, andere, wie Roger, denken lieber über das Leben nach. Und finden dann plötzlich eine Aufgabe und werden berühmt. Aber selbst das reicht nicht immer. Von GEORG PATZER
TITEL-Textfeld | Wolf Senff: Endlich
Ein Planet könne nicht wachsen, sagte Farb, Wachstum, was für ein absurder Gedanke, die Fläche sei begrenzt.
Wo liege das Problem, sagte Belten.
Der Mensch sei das Problem, sagte Farb.
Der Schachspieler nickte.
Sergej und Maurice spielten Backgammon, sie tauschten Scheine, offenbar waren hohe Summen im Spiel, früher Nachmittag, die Hitze hatte leicht nachgelassen.
Music | Bittles’ Magazine: The music column from the end of the world
Diesen Monat geht es um Synthesen in der Musik oder: »Man muss das Rad nicht immer neu erfinden«. Dieser platte Spruch wird der Arbeit der Künstler*innen natürlich nicht gerecht, also anhand zweier Beispiele. Ich möchte unbedingt auf meine große Neuentdeckung aus dem Mai aufmerksam machen: Interstellar Funk hat die Compilation Artificial Dancers – Waves of Synth veröffentlicht, auf der 80er Wave und Synth Raritäten aus den letzten vierzig Jahren grandios koexistieren und der DJ zeigt, dass feinfühlig zu kuratieren, Kunst ist und schafft. Und dann werfen wir noch einen kleinen Ausblick auf die neue EP der Collective Cuts unter Cinthies Label 308 Crystal Grooves Collective Cuts: « Pages » Epilogue von S3A und Sampling als Kunst. Von LOUISE RINGEL.
Kulturbuch | Juliane Streich (Hrsg.): These Girls
›These Girls‹ ist ein Musiklexikon der besonderen Art – und doch so viel mehr. Ein Buch, das Pflichtlektüre sein sollte: für alle, die grundsätzlich an guter Musik interessiert sind. Für musikbegeisterte Feminist*innen, und solche, die es werden wollen. Von JALEH OJAN
Sachbuch | Timothy C. Winegard: Die Mücke
»Es dämmert bereits, und für die Stechmücke ist nun Abendessenszeit.« In diesen schönen, ersten Sommertagen sind sie wieder da, abends, wenn man gemütlich im Garten sitzen will, oder nachts, wenn man einschlafen will und jene kleinen Tierchen sich unüberhörbar dem Kopfkissen nähern: Mücken. Dass man über dieses Thema ein derart umfangreiches Buch schreiben kann, das erstaunt, fasziniert zunächst und macht ziemlich neugierig, zumindest BARBARA WEGMANN.
Roman | Horst Eckert: Im Namen der Lüge
Den Düsseldorfer Hauptkommissar Vincent Veih kennen die Leser hierzulande bereits aus drei Romanen Horst Eckerts. Nun, in Im Namen der Lüge, tritt mit Melia Khalid eine junge Frau an dessen Seite, die mit ihrem Team für den Staatsschutz in NRW die linke Szene beobachtet. Von DIETMAR JACOBSEN
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