Reise | Unterwegs im östlichen Spessart
In den Spessart reist MARC PESCHKE, mal wieder – er hat es gar nicht weit. Hinein in den großen Wald, ein Wald der Superlative sogar, ist er doch der größte zusammenhängende Laubmischwald Deutschlands.
In den Spessart reist MARC PESCHKE, mal wieder – er hat es gar nicht weit. Hinein in den großen Wald, ein Wald der Superlative sogar, ist er doch der größte zusammenhängende Laubmischwald Deutschlands.
Maria Schell hatte zeitlebens mit dem »Seelchen«-Klischee aus den 1950er Jahren zu kämpfen, das seinen Ursprung in einigen kitschigen Liebesfilmen hatte. »Mich hat nicht die Seele, sondern das ›chen‹, diese Verniedlichung, gestört«, erklärte die Schauspielerin einmal in einem Interview. Dass sich die achtmalige Bambi-Preisträgerin in mehr als 70 Filmen, über 40 Fernsehproduktionen und unzähligen Bühnenengagements in anspruchsvollen Charakterrollen quer durch die Weltliteratur gespielt hat, ist beinahe schon in Vergessenheit geraten. Von PETER MOHR
RUDOLF THOMAS INDERST spricht mit Leon Janßen, dem neuen Präsidenten des E-Sport Verband Bayern, über Aufbruch und Verantwortung. Im Gespräch geht es um Gemeinnützigkeit, Verbandsarbeit und die politische Verortung des E-Sports. Ein Blick auf Strukturen, Hoffnungen und die Frage, wie nachhaltig digitale Spielkultur organisiert werden kann.
»Bewegung ist Leben, die, die sich am meisten bewegen, sind die, die am meisten leben«, bekennt die im Rollstuhl sitzende Maria Alberta Nunes Amado, genannt Dona Alberti, die nach einem Unfall in einem Pflegeheim mit dem irreführenden Namen »Hotel Paraíso« lebt. Sie ist eine betagte, starke, eigenwillige Frau und hat ihrer Tochter in mehreren Audiodateien ihre Lebenserinnerungen diktiert. Dies ist der erzählerische Rahmen des neuen Romans der portugiesischen Schriftstellerin Lidia Jorge (Jahrgang 1946), deren Romane viele Jahre im Suhrkamp Verlag erschienen waren, sich aber im deutschsprachigen Raum nicht durchsetzen konnten. Von PETER MOHR
Estrich glaubt, als außerirdischer Spion getarnt unter Menschen zu leben – stets damit beschäftigt, deren seltsame Gewohnheiten für sein geheimes Logbuch zu protokollieren. Keine einfache Aufgabe, denn das Schülerleben gibt ihm jede Menge Rätsel auf. Und dann verschwindet auch noch sein Tagebuch. Von ANDREA WANNER
Koffer wecken Vorfreude auf Urlaub, Reisen, Abenteuer, sie stehen für Abschied und manchmal für Neuanfang und was in ihnen steckt, ist von außen nicht zu sehen. Es wird Zeit in ein paar von ihnen einen Blick zu werfen, findet ANDREA WANNER.
Schwierig, sagte Wette, die Situation sei ungemein schwierig.
Zugegeben, sagte Farb, die gewachsene Ordnung breche ein, während der Dekaden neoliberaler Politik hätten sich hochsensible ökonomische Strukturen etabliert, wir nähmen das an diversen Details wahr, Abläufe seien rationalisiert, etwa mit dem Transport per Container, dem weitgehenden Verzicht auf Lagerhaltung, etc.
Wie gehabt, sagte Wette, Habgier sei ein Grundzug dieser Ökonomie, und wo immer möglich, suche man Gelder einzusparen.
»Für diejenigen, die blieben, wuchsen die Unterschiede zwischen Werten und Normen des Altenteilerhauses und der Welt da draußen, in die wir jeden Morgen mit dem Rad hineinfuhren.« Die Welt des Altenteilerhauses ist die der Senioren der Bauernfamilie Frie. Es steht auch für die alte bundesrepublikanische Gesellschaft. Das Buch »Ein Hof und elf Geschwister. Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben« zeichnet den enormen Wandel der Landwirtschaft von den 1940er bis hin zu den 1970er Jahren nach und skizziert die Auswirkungen auf die Gesamtgesellschaft. Von BASTIAN BUCHTALECK
Romeos Vater stirbt. Er hat Krebs, austherapiert, nicht mehr zu machen. Das ist für alle eine schwierige Situation, für Vater, Mutter und den elfjährigen Romeo. Der zieht sich mehr und mehr in sich zurück – bis plötzlich ein Huhn auf dem Balkon vor seinem Zimmer auftaucht. Und das ist erst der Anfang. Von ANDREA WANNER
Eine Frauenleiche sorgt im Hungerwinter 1946 dafür, dass sich der für die Berliner Kriminalpolizei als Kommissar arbeitende Ex-Jurist und -Polizist Alfred König und die junge Fotografin Marielouise Faber kennenlernen. Direkt aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden heraus hatten die sowjetischen Besatzer König wegen seiner politischen Unbedenklichkeit zum Kommissar gemacht. Derweil ist Lou in den Straßen der zerstörten Stadt mit ihrem Fotoapparat unterwegs und hat die Tote in einer Ruine entdeckt. Zunächst sind es ihre professionellen Fotos, die zur Ermittlungsarbeit der Polizei beitragen. Doch als sie und König sich näherkommen, lernt der Kommissar auch die Intuition der jungen Frau zu schätzen. Das ist nicht zuletzt deshalb nützlich, weil weitere Frauen getötet werden und die Spuren in die Vergangenheit zurückweisen. Von DIETMAR JACOBSEN
Wie wird ein Tag zum guten Tag? Einfach mal machen! Wie das geht, verrät Philip Waechter in seinem fröhlichen Wimmelbilderbuch, für das man sich viel Zeit nehmen sollte, rät ANDREA WANNER.
Ein glückliches Leben, fragte Farb, wie er das verstehen solle.
Oder erfolgreich, sagte Wette, solle man das vielleicht an der Anzahl der Pokale erkennen.
Undenkbar, sagte Annika und lachte.
Eine Freundin, Elke, sagte Wette, habe nach dem Studium einige Jahre lang Biologie auf einer Insel in Ostfriesland unterrichtet, sei dann zu einer privaten Fernsehanstalt in die Großstadt gewechselt, habe dort als Programmdirektorin gearbeitet, sie habe nichts ausgelassen, so sage sie selbst, ein Haus auf Mallorca, ein Pferd, sei stets im Mittelpunkt des Geschehens, verheiratet, geschieden, sie sei Anfang sechzig, und der Prozeß infolge der Scheidung sei noch immer anhängig, nennen wir das nun, frage er sich, ein erfolgreiches, ein glückliches Leben, nein, er wisse das nicht.
Wir haben uns alle schon mal die Zunge verrenkt beim Versuch Sätze wie »Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid« oder »Zwischen zwei zwitschernden Schwalben sitzen zwei schwatzende Schwestern und schwätzen zwischen zwitschernden Schwalben« schnell und fehlerfrei nachzusprechen. Wer mal wieder Lust darauf hat, dem legt ANDREA WANNER die von Bodo Wartke wieder neu belebten Zungenbrecher ans Herz.
Dass die Polizei Weihnachtsgeschenke bekommt, ist selten. Wenn es sich dabei aber um abgetrennte Finger handelt, die ein Serienkiller zusammen mit einer kryptischen Nachricht an drei öffentlichen Orten ablegt, ist das ein Fall für Washington Poe und Tilly Bradshaw. Die beiden haben gerade einen mordenden Sternekoch zur Strecke gebracht - nachzulesen in M. W. Cravens Der Gourmet (2025) –, da müsssen sie schon wieder ran. Und leichter wird es auch diesmal nicht, als eine vom Dienst suspendierte FBI-Agentin sie auf eine gefährliche Spur bringt. Von DIETMAR JACOBSEN
..., und zwar das des Siebenarmigen Orang-Utans. Es wird in der Stadt des Tanzenden Karpfens gefeiert und damit auch alles wie geplant funktioniert, gibt es noch eine Menge zu tun. Also nichts wie ran an die Arbeit, freut sich ANDREA WANNER.
Abstoßend, sagte Wette, diese Jagd nach Hochleistungen und die Gier, den anderen zu übertreffen.
Farb lachte. Ruhm und Ehre, sagte er, du wirst allenthalben mit Pokalen belohnt, bei den Balltretern zusätzlich mit maximal Kohle.
Nicht bloß bei den Balltretern, sagte Annika.
Die gibt es neuerdings sogar bei den Frauen, sagte Wette, Champions’ League, da läßt sich reichlich Mammon einsacken.
Sie war die letzte große Diva des deutschen Films, die »größte Sängerin der Welt ohne Stimme«, wie es Ella Fitzgerald einmal ausdrückte, aber vor allem war Hildegard Knef eine Frau mit Ecken und Kanten: Eine Femme fatale, die oft und gern mit den Konventionen brach und um die es in den letzten Lebensjahren sehr still geworden war. Von PETER MOHR
Es ist einer jener Begriffe, der viel, viel Raum für Deutung, für Definition, für Ansichten lässt. Genug Spielraum also, um auf 360 Seiten Aspekte aufzuzeigen, Gedanken anzuregen, eigene Positionen zu beziehen. Heimat, was ist das eigentlich, wo könnte das sein? BARBARA WEGMANN hat in dem spannenden Buch geblättert.
Der Ort des zweiten Romans von Anja Kampmann ist Hamburg, ihre Geburtsstadt, Ort der Handlung ist die Reeperbahn. Dort hat sich die junge Protagonistin des Romans Hedda mit Anfang zwanzig im berühmten Varieté »Alkazar« ihren Traum als Akrobatin erkämpft. Die Autorin legt in ihrem großartigen Roman einen besonderen Schwerpunkt auf die Varietés, auf die dunklen Hinterhöfe und die Bordelle und die Repressalien und Misshandlungen, denen die Frauen dort ausgesetzt waren, die Prostituierten, Akrobatinnen und Tänzerinnen jener düsteren Zeit. Von DIETER KALTWASSER
Heilbronn überrascht immer wieder! Denn die Stadt am Neckar, umgeben von Weinbergen und geprägt von einer reichen Geschichte als Reichs- und Handelsstadt, hat sich in den vergangenen Jahren mit spannender Dynamik neu erfunden. Und auch aktuell gibt es für MARC PESCHKE einen guten Grund, Heilbronn mal wieder zu besuchen. Denn mit der Ausstellung ›KOSMOS BUSSE. HAL BUSSE‹ widmet die renommierte Kunsthalle Vogelmann einer Künstlerin nun eine umfassende Retrospektive, deren Werk von internationaler Bedeutung ist – und zugleich eng mit Heilbronn verbunden bleibt. Bis zum 29. März ist die Schau im zentral gelegenen Museumsbau zu erleben.
»Das Schreiben wird leichter, wenn es die einzige Arbeit ist. Man wird anspruchsvoller, konzentrierter – man kann langsamer und sorgfältiger schreiben«, hatte der amerikanische Erfolgsautor John Irving vor einigen Jahren in einem Interview über altersbedingte Veränderungen in seinem Schreiben erklärt. Von PETER MOHR
Es ist ein ziemlich unmöglicher Wunsch, den ein Junge hat: er will einen Stern fangen. Realistisch betrachtet sind Sterne sind riesige, extrem heiße Gasbälle, die aus Plasma mit Temperaturen von Millionen Grad bestehen. Aber mit solchen Kleinigkeiten gibt er sich gar nicht erst ab. Er hat ein Ziel, staunt ANDREA WANNER.
Die 12jährige Steffi und ihre kleine Schwester Nelli kommen aus Wien, jetzt feiern sie Weihnachten auf einer kleinen schwedischen Schäreninsel: alles ist fremd und ungewohnt. Aber das kennen sie schon... ANDREA WANNER findet, dass sich dieser Klassiker auch wunderbar als weihnachtliche Lektüre eignet.
Überall lauere Gefahr, spottete Wette.
Auf den phlegräischen Feldern vor Neapel und immer mal wieder auch aus dem All, diesmal mit AI/Atlasl. Farb lachte.
Die vernichtende Katastrophe klopfe an, ultimativ, der Planet sei im Begriff, schwere Lasten abzuschütteln.
Farb warf einen Blick nach dem Gohliser Schlößchen.
Annika blätterte in ihrem Reisemagazin, die Männer seien einmal wieder hysterisch.
Das All erscheint uns gigantisch, unendlich in seinen Ausmaßen, Forschung und Wissenschaft drängen immer tiefer ins Weltall. Aber: was ist mit unseren Meeren? Da gibt es Unerforschtes und Unkartiertes in Unmengen. Rätsel, Geheimnisse, Abenteuer, unbekannte Tier- und Pflanzenarten, dazu schier unermessliche Bodenschätze, all das bedeckt von Wasser, viel, viel Wasser. BARBARA WEGMANN hat das spannende Buch gelesen.
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