Bilderbuch | Antje Damm: Ahhh!
Was ist da nur los? Eine Frau mit einer Leine in der Hand, ein zufriedenes »Ahhh!« in der Sprechblase. ANDREA WANNER war gespannt, was das Pappbilderbuch für die Jüngsten an Überraschungen bereithält.
Was ist da nur los? Eine Frau mit einer Leine in der Hand, ein zufriedenes »Ahhh!« in der Sprechblase. ANDREA WANNER war gespannt, was das Pappbilderbuch für die Jüngsten an Überraschungen bereithält.
Malcolm Kershaw ist der Mitinhaber einer kleinen, auf Krimis spezialisierten Buchhandlung in Boston. Er gilt als Spezialist für raffinierte Morde und deshalb ist es kein Wunder, dass sich das FBI bei ihm meldet und um Rat fragt, als einer belesenen Mitarbeiterin auffällt, dass ein paar Gewaltverbrechen in letzter Zeit berühmte Kriminalromane von Agatha Christie bis Donna Tartt zu kopieren scheinen. Natürlich hilft Kershaw gern, zumal FBI-Agentin Glen Mulvey alles andere als unattraktiv ist. Der Mann, dessen Frau vor fünf Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, weiß allerdings so viel über perfekte Morde, dass er bald selbst zu den Verdächtigen gezählt wird. Von DIETMAR JACOBSEN
Versprechen muss man halten. Vor allem Kindern gegenüber, denn nur so kann Vertrauen entstehen. Aber manchmal ist das schwierig oder sogar unmöglich. ANDREA WANNER hat die Geschichte über die Coronazeit gelesen.
Die Worte wechseln, doch real ändere sich null, ob nun Trübsinn, ob Weltschmerz, ob Melancholie. br>
Seit mehreren Jahrzehnten behaupte sich Depression, gelegentlich auch burn out, doch burn out, so werde erklärt, sei graduell anders gewichtet, und letztlich wisse niemand Bescheid, unter welchem Namen auch immer. br>
Auf den einzelnen Fall komme es an, laute eine Standardfloskel, die Beziehung zwischen Arzt und Patient müsse stimmen, manch einer suche jahrelang nach einem passenden Psychiater und Therapeuten, und eine einheitliche Symptomreihe, die lediglich abzuhaken wäre, die gäbe es nicht. br>
Der Zickzack meiner Tätigkeiten, br>
die Schübe meines Tuns, Ausschläge br>
von Aktivität, von Wirksamkeit: br>
Das alles auf den Prüfstand br>
und mit fragenden Blicken, br>
Zurücknahmen und Beschränkungen. br>
Es gibt literarische Figuren, die bekannter sind als ihre Schöpfer. Das gilt für Georges Simenons Kommissar Maigret, für Agatha Christies Miss Marple und ganz sicher auch für Donna Leons Romanprotagonisten Guido Brunetti. Im Frühjahr ist der 31. Roman mit dem eigenbrötlerischen Kriminalkommissar aus Venedig seit 1992 erschienen, und viele von ihnen standen (auch dank der Verfilmungen) lange auf den Bestsellerlisten. Pünktlich zum Geburtstag hat der Diogenes Verlag den Band ›Ein Leben in Geschichten‹ vorgelegt. Von PETER MOHR
Wer die Raupe Nimmersatt kennt, wird auch Freude an diesem kleinen Kinderbuch im Pappband haben: Hier ist es nicht die Raupe, die sich durch alle Seiten frisst, hier ist es der Mond, der sich durch alle Seiten zieht, ausgestanzt, mal groß, mal klein. Von BARBARA WEGMANN
Eigentlich ist die in Kanada lebende Dena Seiferling »nur« Illustratorin, dieses Kinderbuch ist sozusagen ihr erster Auftritt als Autorin und Illustratorin. BARBARA WEGMANN hat sich das Buch angeschaut.
In seinem neuen Roman ›Treue‹ begibt sich der argentinische Schriftsteller Hernan Diaz auf die Spuren der Wahrheit und der amerikanischen Finanzmärkte des 20. Jahrhunderts. Von BETTINA GUTIÈRREZ
Sie habe es einmal ausprobiert, ja, sagte Anne, ein einziges Mal, und es habe sich nicht gut angefühlt, sie sei bereits im Vorwege skeptisch gewesen, ein Bauchgefühl, gewiß, aber im Endeffekt sei die Innovation nicht zeitsparend. br>
E-Books ließen sich heute auf ganz unterschiedlichen Endgeräten aufrufen, sagte sie, doch nach wie vor würden E-Book-Reader angeboten, sie habe das selbst erst lernen müssen, es herrsche ein immenses Durcheinander, und es werde immer wieder Neues entwickelt, der Fortschritt nehme einfach kein Ende. br>
Manches sei verwirrend, sagte Farb, und manches andere erweise sich als Sackgasse.
Es ist ein schmales, hochformatiges Buch, in das ein ganzer Baum hineinpasst, ein großer Baum. Dazu die Geschichte von Eddie, der mit seinen Eltern umziehen soll und das eigentlich nicht so toll findet. Irgendwohin ans Meer, weit weg. BARBARA WEGMANN hat sich den wundersamen Umzug angesehen.
»Bosmans hatte sich erinnert, dass ein Wort, Chevreuse, in der Unterhaltung immer wieder kehrte.« Mit diesem Satz eröffnet Literatur-Nobelpreisträger Patrick Modiano seinen neuen schmalen Roman. Jean Bosmans ist ein Alter Ego des 77-jährigen französischen Autors. Ein Schriftsteller, der die siebzig überschritten hat und sich an seine Kindheit am südlichen Stadtrand von Paris erinnert – im idyllisch gezeichneten und etwas aus der Zeit gefallenen Chevreuse-Tal. Von PETER MOHR
Da haben zwei ganz offensichtlich viel, viel Freude an einem Buch mit seinem fischigen Thema gehabt: die Autorin, die in Nord-Virginia lebt, und die Illustratorin in London. Kein Wunder, dass das Bilderbuch bei derart gelungener Zusammenarbeit zu einem Tipp der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur im September 2022 avancierte. BARBARA WEGMANN hat es sich angeschaut.
Was sie so aufmerksam lese, fragte Farb, sie schenke sich gelegentlich Tee ein und lasse sich kaum unterbrechen. br>
Anne lächelte und blickte auf. br>
Ob sie unhöflich sei, fragte sie. br>
Keineswegs, sagte Farb, und er hoffe, nicht aufdringlich zu sein. br>
Auch Farb konnte höflich sein. Tilman schmunzelte. br>
Sie lese gern einmal eine Erzählung aus Schehezerades Tausendundeine Nacht, sagte sie und wies auf ein zweites Buch neben dem Stövchen. br>
Denis Scheck ist bekannt für seine Top-oder-Flop Methode: Der resolute Literaturkritiker haut ungeliebte Werke schon mal in die Tonne oder lässt sie in Flammen aufgehen. Auch als Gourmet und leidenschaftlicher Koch ist er ein Freund der klaren Worte. Sein eben erschienener ›Kulinarischer Kompass‹ räumt auf mit Küchenmythen, zweifelhaften Geheimtipps und vermeintlichen Aversionen gegenüber Lauch. INGEBORG JAISER ist auf den Geschmack gekommen.
Dieses Buch – so der Autor, dessen Ratgeber seit Jahren weltweit in Sachen digitaler Fotografie und für Adobe-Produkte am meisten verkauft werden – schreibe er so, als wäre er mit Ihnen allein unterwegs, irgendwo, an einem »fantastischen Ort«, zum Beispiel Paris. Das klingt doch gut. Den ganzen »technischen Kram« wolle er dann weglassen. Wie das geht und ob es funktioniert, das hat sich BARBARA WEGMANN in dem Buch angeschaut.
Mal ganz ehrlich: Manchmal ist man schon neugierig, was sich so hinter den Fassaden der Menschen verbirgt, die man nur von außen sieht. Sind sie wirklich das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen? ANDREA WANNER war voller Vorfreude auf den Blick durchs Schlüsselloch.
In einigen Wochen wäre sein Name im Vorfeld der Spekulationen um den nächsten Nobelpreisträger für Literatur wieder ganz heiß gehandelt worden. An seinem hochphilosophischen Werk schieden sich über Jahrzehnte die Geister. Den Durchbruch im deutschen Sprachraum verdankte er einst einem glühenden Plädoyer von Marcel Reich-Ranicki im legendären ›Literarischen Quartett‹. Nun ist der große spanische Schriftsteller Javier Marías am Sonntag kurz vor seinem 71. Geburtstag (am 20. September) in Madrid gestorben. Er sei einer Lungenentzündung infolge einer Corona-Infektion erlegen, berichtete die spanische Zeitung ›El Mundo‹. Von PETER MOHR
Der Schulanfang ist ein wichtiger und großer Schritt im Leben eines Kindes. Wie die ersten Monate aussehen können, erzählt Emi Guner im zweiten Band um Nina. Von ANDREA WANNER
Als die Polizei nach der Kollision eines Güterzuges mit einem Pkw nahe der Stadt Bingen am Rhein feststellt, dass der Fahrer des Autos nach dem Unfall mit vier Schüssen geradezu hingerichtet wurde, mischt sich sofort der militärische Nachrichtendienst des Großen Generalstabs aus Berlin in die Angelegenheit ein. Man schreibt das Jahr 1910 und die militärische Elite des Kaiserreiches ist fest davon überzeugt, dass ein Krieg in der Luft liegt. Deshalb wittert man überall Spione und hat in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts alle Abteilungen, die sich mit der Strategie zukünftiger Siege sowie der Spionageabwehr beschäftigen, massiv aufgestockt. Das hat auch Major Albert Craemer, einst bei der Kriminalpolizei tätig, zu einem neuen Job verholfen. Als Leiter der Frankreich-Abteilung des Geheimdienstes, die von dem Zwischenfall in Bingen besonders betroffen ist, weil die Insassen des Pkw offensichtlich Franzosen waren, begibt er sich gemeinsam mit seiner jungen Mitarbeiterin Lena Vogel sofort vor Ort. Von DIETMAR JACOBSEN
Sie reden vom Klimawandel, sagte Farb, und schwadronieren von seinen angeblich positiven Seiten. br>
Die USA haben die Insel käuflich erwerben wollen. br>
Ein schlechter Witz, spottete Farb, in welchen Zeiten leben wir. br>
Es gab sogar wiederholte Angebote. br>
Sie firmiert als größte Insel des Planeten, Tilman, ist zu achtzig Prozent mit einem Eisschild bedeckt, schmale Küstenstreifen sind besiedelt, doch die Temperaturen steigen und Eis schmilzt, Bodenschätze werden vermutet, seltene Erden, jeder sucht seltene Erden, da herrscht kein Mangel an Investoren. br>
In der Chemie hat es die Ordnungszahl 79, es ist säurebeständig, es korrodiert nicht, gilt als Symbol der Unvergänglichkeit, der Macht und des Wohlstands. Für diese Nummer 79 wurde gemordet, es wurde geklaut und geraubt, viele Verbrechen ranken sich um diese Nummer 79, die eigentlich nur eines so richtig kann: Sie glänzt – und das seit Tausenden von Jahren. Sie glänzt, was das Zeug hält. BARBARA WEGMANN ist in einem fantastischen Buch auf Spurensuche gegangen.
Wenn der Untertitel eines Kinderbuches schon »Ein kunstvolles Bilderbuch« lautet, sollte man wachsam sein. Entweder findet der Leser schnell auf angenehme Weise selbst heraus, ob dem so ist, dann braucht’s den Untertitel nicht. Oder der lobende Untertitel soll ablenken von dem, was kommt ... BARBARA WEGMANN hat im Buch geblättert.
Soll man schlafende Hunde wecken, in der unabänderlichen Vergangenheit herumstochern? Der längst dem Proletariermilieu entwachsene Frank wagt sich auf Spurensuche in die dunklen Ecken der Familiengeschichte – und die liegt in Beifang. Martin Simons´ neuer Roman entzieht sich jeder Ruhrpott-Sentimentalität und Larmoyanz, zeigt jedoch unverhohlen, wie Traumata und Verletzungen über Generationen hinweg weitergereicht werden. Von INGEBORG JAISER
Eigentlich ist das ja ganz menschlich: Wer möchte nicht mal raus aus seiner Haut, jemand ganz anderes sein. Morgens in den Spiegel schauen und sagen: »Heute bin ich eine Politikerin, eine Poetin oder noch besser eine Pilotin«, das wäre doch ein Abenteuer! Warum sollte es einem Eichhörnchen da anders gehen? BARBARA WEGMANN hat die Geschichte des zweifelnden kleinen Wesens gelesen.
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